Vertragsverhandlungen mit 1860 ziehen sich: Wie geht es mit Tim Danhof weiter?

Rechtsverteidiger Tim Danhof und der TSV 1860 befinden sich seit Wochen in Gesprächen über eine Vertragsverlängerung, ein Durchbruch ist bisher nicht erfolgt. Cheftrainer Markus Kauczinski spricht von "unterschiedlichen Standpunkten".
Matthias Eicher
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Im Vertragspoker zwischen 1860 und Tim Danhof ist derzeit keine schnelle Einigung in Sicht.
Im Vertragspoker zwischen 1860 und Tim Danhof ist derzeit keine schnelle Einigung in Sicht. © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Heike Feiner

Was ist eigentlich mit dem einzigen Löwen, der einen am 30. Juni 2026 auslaufenden Vertrag besitzt, aber eben nicht wie die Kapitäne Jesper Verlaat, Thore Jacobsen sowie das Quartett um Raphael Schifferl, David Philipp, Morris Schröter und Maximilian Wolfram von Geschäftsführer Manfred Paula in einer Videobotschaft auf eine diskussionswürdige Art und Weise ausgebootet worden war? Oder wie die beiden 19-jährigen Junglöwen Clemens Lippmann und Torwart Miran Qela, deren Verträge auslaufen und die 1860 in die eine (SC Paderborn) oder andere Richtung (wohl Regionalliga) verlassen werden?

Nach AZ-Informationen haben Danhof und Sechzig nach wie vor Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit, doch es ist mal wieder kompliziert. Woran hakt es denn bei der angestrebten Vertragsverlängerung? "Da bin ich der falsche Ansprechpartner", erklärte Markus Kauczinski, Cheftrainer des TSV 1860, am Freitag im Rahmen der Pressekonferenz vor dem Totopokal-Finale bei den Würzburger Kickers und verwies auf den "richtigen" Ansprechpartner, nämlich Geschäftsführer Manfred Paula. Nachdem der 61-Jährige auf Nachfrage grundsätzlich keine Stellungnahme zu Vertragsverhandlungen abgibt, deutete Kauczinski zumindest an, weshalb es beim TSV noch nichts zu verkünden gab.

1860-Trainer Kauczinski äußert sich zu zähen Danhof-Verhandlungen

"Es sind wahrscheinlich unterschiedliche Standpunkte in den Verhandlungen", meinte Kauczinski lapidar: "Das ist der Grund, denke ich." Ob Routinier Danhof (29) und die Giesinger hinsichtlich der Gehaltsvorstellungen, der Vertragslaufzeit oder anderen Standpunkten auseinanderliegen, ließ der 56-Jährige offen. Ob der gebürtige Erlanger, der in der laufenden Saison 2025/26 26 Einsätze in der Dritten Liga und zwei Spiele im Totopokal absolviert hat, weiter für Sechzig auflaufen wird?

Der Spieler, die Sportliche Leitung der Löwen sowie die Fans werden sich vermutlich noch etwas gedulden müssen: Nach AZ-Infos muss der abwanderungswillige Investor Hasan Ismaik, beziehungsweise der Aufsichtsrat der Sechzger nach wie vor bei sämtlichen finanziellen Entscheidungen der Blauen zustimmen. Der Etat muss indes von 6,3 Millionen Euro für die laufende Saison auf maximal 4,5 Millionen für die anstehende Spielzeit gesenkt werden, was Sechzigs Kaderplanungen erschwert.

Bei Sechzigs Personalplanung ist Geduld gefragt

Nachdem auch die bereits ausgehandelten, aber noch nicht fixierten Deals der beiden Ex-Löwen Julian Guttau und Dennis Dressel (AZ berichtete) noch nicht festgeschnürt worden sind, scheint es mal wieder etwas länger zu dauern auf Giesings Höhen.

Die gute Nachricht: Nach dem Endspiel im bayerischen Verbandspokal in Würzburg steht für die Sechzger erst einmal die Sommerpause an. Bis zum Auftakt der Vorbereitung am 28. Juni und bis zum Saisonauftakt am 7. August ist somit noch reichlich Zeit, um Nägel mit Köpfen zu machen. Für Danhof heißt es nach dem letzten Aufgalopp in Würzburg also entweder: "Bis bald!" Oder: "Servus, Sechzig!"

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