Verletzungen: Immer wieder Bierofka!

Beim Testspiel gegen den VfR Aalen brach der Schiedsrichter Bierofka die Nase: Der Gipfel einer langen Pechsträhne mit schon 19 Operationen. Jetzt wird der Mittelfeldmotor der Löwen zum Maskenmann
| Julian Reusch, Markus Merz
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Nase gebrochen! Daniel Bierofka wird nach dem Zusammenstoß mit dem Schiedsrichter vom Teamarzt versorgt. Die Bilder
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MÜNCHEN - Während die restlichen Löwen einen trainingsfreien Tag genießen, hat Daniel Bierofka einen vollen Terminplan. Der Mittelfeldmann muss sich eine Gesichtsmaske anfertigen lassen. Ein aufwendiges Prozedere, heute wird zunächst der Abdruck genommen. Was ist passiert?

Nicht einmal 15 Minuten sind am Samstag im Testspiel gegen den Liga-Rivalen VfR Aalen gespielt, da macht Bierofka eine schmerzhafte Begegnung mit dem Bundesliga-Schiedsrichter Robert Hartmann. Der Unparteiische pfeift ein Foulspiel ab, bei seiner Handbewegung trifft er den vorbeilaufenden Löwen-Kapitän voll auf der Nase. „Es tut mir leid, das war wirklich keine Absicht. Ich habe den Spieler nicht kommen sehen. Dann ist er gegen meinen Arm gelaufen”, sagt Hartmann.

Lesen Sie hier: Schiri entschuldigt sich

Bierofka muss den Platz verlassen, wutentbrannt wirft er dabei ein blutiges Taschentuch zur Seite. Mannschaftsarzt Dr. Willi Widenmayer bringt ihn direkt vom Trainingsgelände ins Krankenhaus zum Röntgen. Dort bestätigt sich die Diagnose: Nasenbeinbruch.

Immer wieder Bierofka! Eine lange Leidenszeit liegt bereits hinter der 1860-Identifikationsfigur. Die Krankenakte des 33-Jährigen liest sich beängstigend. Schon 19 (!) Operationen musste er über sich ergehen lassen, zwölf davon alleine am Knie. Hinzu kommen drei Eingriffe an der Bandscheibe, drei an den Adduktoren und eine Operation an der Leiste.

Alles begann mit einer OP am Sprunggelenk am 20. September 2004. Danach lag er regelmäßig auf dem OP-Tisch. 2005 musste ihm sogar das Wadenbeinköpfchen eines Toten implantiert werden, es drohte die Sportinvalidität. Später war er von Ende Februar 2009 bis Juli 2010 500 Tage am Stück verletzt. Seine letzte Operation datiert vom 12. März 2011 am Sprunggelenk. Seither schien das Pech verflogen – bis jetzt!

Schiri bricht Bierofka die Nase

Für viele Profis wären solche Rückschläge ein Grund für das Karriereende gewesen. Doch nicht für Bierofka. Denn ans Aufgeben hat der Kämpfer nie gedacht. „Daniel Bierofka ist ein Musterprofi. Es gibt keinen deutschen Fußballer, der sich mit so einer Disziplin und Ausdauer immer wieder herangearbeitet hat”, hat Widenmayer mal gesagt.

Bierofka, das Stehaufmännchen! Seit dem letzten Eingriff blieb er nun rund zwei Jahre weitestgehend beschwerdefrei. In dieser Zeit wurde von der Außenbahn ins zentrale Mittelfeld beordert und zeigte dort immer wieder Glanzleistungen.

Ist nun ein Einsatz beim so wichtigen Ligaspiel am kommenden Montag gegen Kaiserslautern in Gefahr? „Mir geht’s schon wieder ganz gut. Der Doc hat mir direkt in der Kabine die Nase wieder gerichtet. Im Krankenhaus musste nichts mehr gemacht werden”, sagt Bierofka der AZ. Mit einer Gesichtsmaske steht einem Einsatz gegen Kaiserslautern nichts im Weg.

Ob er bereits beim Testspiel am Mittwoch gegen die SpVgg Unterhaching mitwirkt, bleibt abzuwarten. Sicher ist, dass Trainer Schmidt die Szene aus dem Testspiel so schnell nicht vergessen wird: „Das ist schon kurios. So etwas habe ich noch nicht erlebt und werde es wohl auch nie wieder erleben.”

Für Bierofka ist es der erste Nasenbeinbruch seiner Karriere. Die Entschuldigung von Schiedsrichter Hartmann hat er übrigens sofort angenommen. „Ihn trifft gar keine Schuld. Er hat mich nicht gesehen und ich konnte nicht mehr ausweichen. Das war einfach Pech.”

Damit kennt er sich ja aus.

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