Unzufrieden mit Hasan Ismaik und Anthony Power: Mitarbeiter verlassen TSV 1860

Viele Mitarbeiter werfen hin – vor allem wegen Ismaik und dem neuen Boss Anthony Power.
| Patrick Mayer
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Von Ismaik als Löwen-Aufpasser geholt:
Anthony Power.
Rauchensteiner/Augenklick Von Ismaik als Löwen-Aufpasser geholt: Anthony Power.

München - Der große Umbruch im Spielerkader des TSV 1860 ist in der Winterpause ausgeblieben.

Ein umso größerer vollzieht sich derzeit offenbar auf der Geschäftsstelle des Vereins. Dem Vernehmen nach kündigten zuletzt reihenweise Mitarbeiter in Führungspositionen oder sind im Begriff, den Verein auf eigenen Wunsch hin zu verlassen.

Wie 1860 der AZ bestätigte, sind für das operative Tagesgeschäft wichtige Mitarbeiter in der Pressestelle, der Marketingabteilung und im Umfeld der Geschäftsführung auf dem Absprung oder bereits weg – auch ein Zeugwart und mindestens eine kaufmännische Angestellte sollen ihre Kündigung eingereicht haben.

Power mit rauem Umgangston

Der Hintergrund: Die Geschehnisse rund um den viel kritisierten Auftritt von Investor Hasan Ismaik und der Medienboykott des Zweitligisten waren dem Ruf des Vereins, seiner Mitarbeiter und der internen Stimmung nicht zuträglich. Nach AZ-Informationen wurden Mitarbeiter der Geschäftsstelle reihenweise mit dem fragwürdigen Handeln des Klubs konfrontiert.

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Ein weiterer, interner Anlass zur Klage: der neue, von Hasan Ismaik ins Amt gehievte Geschäftsführer Anthony Power. Ein Finanzexperte mit internationaler Erfahrung, aber ohne Fußballkenntnis. Ihm wird ein rauer Umgangston und ein schlechter Umgang mit seinen Beschäftigten nachgesagt. So soll der US-Amerikaner ein teaminternes Essen und einen Ausstand auf der Geschäftsstelle gecrasht haben, im zweitgenannten Fall samt dem Vorwurf des Diebstahls bezahlter Arbeitszeit. Das sorgte für Unruhe und Unzufriedenheit.

Jaekel klagt gegen 1860

Ärger droht den Sechzgern indes wegen einer Entlassung aus der jüngeren Vergangenheit. Das Arbeitsgericht München bestätigte dem Kicker den Eingang einer Kündigungsschutzklage durch Ex-Chefscout Peer Jaekel. Der ebenfalls geschasste Ex-Geschäftsführer Thomas Eichin hatte den 34-Jährigen im Sommer nach Giesing geholt.

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Beide sind Geschichte in der Grünwalder Straße, jetzt geht Jaekel gegen seine Kündigung vor. Ähnliche Prozesse könnten Sechzig laut „Kicker“ auch in den Fällen von Eichin und des ebenfalls entlassenen Ex-Trainers Kosta Runjaic drohen. Nach den prominenten Rauswürfen ist auf der Geschäftsstelle offenbar längst noch keine Ruhe eingekehrt.

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