Ungewöhnlicher Grund: Darum trat Niederlechner gegen Augsburg nicht zum Elfmeter an

Neulöwe Michael Eberwein erklärt, wieso nicht Torjäger Florian Niederlechner den Elfer geschossen hat.
Matthias Eicher
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Einer der prädestinierten Elfer-Schützen der Löwen: Florian Niederlechner
Einer der prädestinierten Elfer-Schützen der Löwen: Florian Niederlechner © IMAGO/Frank Hoermann

Wenn 1860 einen Elfer bekommt, dann schnappt sich Anführer Florian Niederlechner (35) den Ball, oder? Weit gefehlt!

Am Freitagabend bei der Heimpremiere des TSV 1860 gegen den FC Augsburg II (2:2) war es eben nicht Niederlechner, sondern Neuzugang Michael Eberwein, der den fälligen Strafstoß zum 1:0 verwandelte und damit nach seinem Premieren-Treffer beim 2:2-Auftakt in Schweinfurt auch im heimischen Grünwalder Stadion zum ersten Torschützen avancierte.

Hinterher erklärte Eberwein, dass es bislang weder eine Elfer-Hierarchie gebe, noch Kollege Niederlechner zu diesem Zeitpunkt zur Debatte gestanden habe.

Vor Elfmeter: Niederlechner hatte Probleme mit dem Schuh

"Wir haben ehrlich gesagt gar nichts ausgemacht", meinte der von Borussia Dortmund II verpflichtete Neulöwen-Routinier (30) und verwies auf die gängige Floskel: "Wer sich gut fühlt!" Chefcoach Alper Kayabunar scheint im Gegensatz zur Kapitänsfrage, bei der er Dennis Dressel zum neuen Spielführer gemacht hatte, keinen Einfluss genommen zu haben.

Zudem erklärte Eberwein, dass Niederlechner in diesem Moment eine ganz andere "Herausforderung" zu bewältigen hatte: "Flo hatte da grade Probleme mit seinem Schuh, da war der Schnürsenkel kaputt. Dann hat er gesagt: ‘Michi, schieß du!’ Und dann habe ich ihn geschossen." Und zwar gekonnt in die linke untere Ecke.

Schnürsenkel intakt, Strafstoß verwandelt: Neulöwe Eberwein, der das 1:0 vom Punkt erzielte - und nicht etwa Niederlechner.
Schnürsenkel intakt, Strafstoß verwandelt: Neulöwe Eberwein, der das 1:0 vom Punkt erzielte - und nicht etwa Niederlechner. © IMAGO/Sven Simon

Wer wird neuer Elfmeterschütze der Sechzger?

Was den weiteren Saisonverlauf angeht, darf man gespannt sein, wie die beiden Torjäger die begehrte wie verantwortungsvolle Aufgabe unter sich aufteilen. Was wie eine Ausrede klingt, ist jedenfalls als Tatsache überliefert: Niederlechner nestelte nicht nur schon vor dem Elfmeter sichtlich an seinen linken Schuh herum, er lief zur Ersatzbank und tauschte ihn aus.

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Den Löwenfans dürfte ohnehin herzlich egal sein, welcher Sechzger-Spieler vom Elfmeterpunkt antritt, wenn der Ball den Weg ins Tor findet – erst recht, wenn, wie am Freitag geschehen, auch noch Niederlechner ins Schwarze trifft und somit beide 1860-Angreifer einen Strich auf ihre Saisontor-Liste machen dürfen.

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