Und was passiert mit Bobby Wood?

Im Nationalteam glänzt der US-Boy Bobby Wood und schoss gegen die Niederlande und Deutschland gleich zweimal den Siegtreffer – bei den Löwen hat er wohl dennoch keine Zukunft.
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Der (Noch-)Löwe Bobby Wood ärgert die Elf von Jogi Löw.
GES/Augenklick Der (Noch-)Löwe Bobby Wood ärgert die Elf von Jogi Löw.

München - Es läuft momentan bei Bobby Wood. Zugegeben, mit Erzgebirge Aue konnte der Hawaiianer den Abstieg aus der Zweiten Liga nicht verhindern. Dafür trumpft der US-Boy in der Nationalmannschaft groß auf: Unter Trainer Jürgen Klinsmann erzielte er am Mittwoch den 2:1-Siegtreffer gegen die DFB-Elf und verhalf den Amerikanern so zum inoffiziellen Titel des Weltmeister-Besiegers. Und auch am vergangenen Freitag hatte Wood zugeschlagen: Schon in Amsterdam avancierteder schnelle Außenangreifer mit seinem ersten Länderspieltor für die USA zum 4:3 über die Niederlande zum Testspiel-Helden.

Da stellt sich doch die Frage, inwieweit der TSV 1860 gemeinsam mit dem doppelten Matchwinner frohlockt. Wood wurde in der Winterpause wegen eines Zerwürfnisses mit dem damaligen Trainer Markus von Ahlen ins Erzgebirge verliehen, kehrt nach Aues Abstieg jetzt aber gezwungenermaßen an die Grünwalder Straße zurück und steht noch bis 30. Juni 2016 unter Vertrag.
„Es hat uns sehr gefreut, dass Bobby zweimal das entscheidende Tor geschossen hat“, sagte Löwen-Sportchef Gerhard Poschner auf AZ-Nachfrage und stellt klar: „Er ist ein Spieler von uns und wird das Mannschaftstraining ganz normal aufnehmen, wenn auch wegen Extra-Urlaub nach seiner Länderspielreise mit einer Woche Verspätung.“

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Und jetzt folgt das Aber: Wood, dessen Leihvertrag mit den „Veilchen“ sich im Falle des Klassenerhalts bis 2017 verlängert hätte, hat nach AZ-Informationen kein Interesse daran, nochmal für die Löwen aufzulaufen. „Ich muss schauen, was das Beste für mich ist – je schneller eine Entscheidung fällt, desto besser“, sagte er US-Medien. Hört sich nicht so an, als ob der 22-Jährige an der Grünwalder Straße bleiben würde, die in der Vergangenheit nicht das beste Pflaster für ihn war. Sondern er lediglich wissen will, in welche Richtung es geht. Eine Rückkehr unter dem neuen Trainer Torsten Fröhling scheint zwar nicht ausgeschlossen, aber unwahrscheinlich.

An Abnehmern dürfte es angesichts der starken Leistungen des Offensivspielers in Aue (drei Treffer und einen Assist in neun Spielen) und vor allem in den Länderspielen nicht mangeln. Der 1. FC Kaiserslautern und Eintracht Braunschweig haben bereits Interesse bekundet. Zu den Wechselgerüchten und einer möglichen Wood-Stellungnahme contra 1860 wollte Poschner freilich keine Auskunft geben: „Das werden wir nicht kommentieren.“

Was die Löwen aber sehr wohl tun werden: Eine mögliche Ablöse für Wood an seinen derzeitigen Lauf anpassen. Der Stürmer verweilt übrigens in den kommenden Wochen beim Gold-Cup, den Meisterschaften von Nord-, Mittelamerika und der Karibik. Und hat dort die Gelegenheit, seinen Marktwert weiter zu steigern.

 

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