TSV 1860: Wo liegt die Schmerzgrenze für Dennis Dressel?

Dennis Dressel hat das Interesse aus der zweiten Liga auf sich gezogen. Der TSV 1860 will sein Eigengewächs am liebsten halten, wird bei einem "unmoralischen Angebot" aber wohl zum Handeln gezwungen sein. Wie viel würde der Mittelfeldspieler einbringen?
von  AZ
Eigengewächs des TSV 1860: Dennis Dressel
Eigengewächs des TSV 1860: Dennis Dressel © sampics / Augenklick

München - Eigentlich sind die Transferaktivitäten beim TSV 1860 für diesen Sommer bereits abgeschlossen. Die vier Abgänge wurden mit drei externen Neuzugängen sowie dem bisherigen U17-Kapitän Nathan Wicht ersetzt - der Kader für die kommende Saison steht also. Zumindest vorerst.

Trotzdem könnte sich noch etwas tun an der Grünwalder Straße 114. Seit einem Jahr versuchen die Verantwortlichen den 2022 Vertrag auslaufenden Vertrag von Mittelfeldspieler Dennis Dressel zu verlängern. Der 22-jährige Dachauer knüpft seine Entscheidung über einen Verbleib allerdings an einen Aufstieg der Löwen.

Mit einer Rückkehr in die 2. Bundesliga hat es in der abgelaufenen Saison bekanntlich nicht geklappt, in der kommenden Spielzeit soll der nächste Anlauf gestartet werden. Doch wird Dressel dann überhaupt noch dabei sein?

Darmstadt 98 buhlt öffentlich um Dennis Dressel

Zweitligist Darmstadt 98 hat sein Interesse am Mittelfeldspieler, der unter Michael Köllner zum Stammpersonal zählt, zuletzt sogar öffentlich gemacht. Auch Aufsteiger Ingolstadt hat den 22-Jährigen auf dem Zettel.

Fakt ist: In der Causa Dressel haben die Löwen-Verantwortlichen die Karten in der Hand - und die wollen ihr Eigengewächs nicht verkaufen. Ein gewisser Handlungsdruck ist aber trotzdem da, im Sommer nächsten Jahres droht im schlimmsten Falle ein ablösefreier Abgang.

Poker um Dennis Dressel: Ab welcher Summe wird der TSV 1860 schwach?

"Dennis jetzt abzugeben würde ein Loch in die sportliche Struktur reißen und wäre das falsche Signal an die Mannschaft. Da müsste schon ein unmoralisches Angebot kommen. Aber davon waren die bisherigen Anfragen weit entfernt", meinte Sportchef Günther Gorenzel am Montag. Aber wo liegt die Schmerzgrenze?

Das Portal "transfermarkt.de" taxiert den Marktwert des 22-Jährigen auf 450.000 Euro, womit Dressel zu den wertvollsten Mittelfeldspielern der Liga zählt. Nach AZ-Informationen müsste ein Abnehmer eine Summe von rund 500.000 Euro zahlen, um die Löwen-Verantwortlichen von einem Verkauf zu überzeugen.

Klar ist auch: Im Falle eines Abgangs braucht es Ersatz, um die personelle Breite im Mittelfeld aufrecht zu erhalten. Es könnte sich also doch noch ein bisserl was tun an der Grünwalder Straße.