TSV 1860: Saki Stimoniaris - wirklich der bessere Oberlöwe?

Im Interview mit der "SZ" kritisiert Athanasios "Saki" Stimoniaris das aktuelle Präsidium des TSV 1860 um Robert Reisinger. Die AZ analysiert, was der Herausforderer vorhat.
| Patrick Mayer
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Empfehlungen
Keine glückliche Verbindung: Peter Cassalette (li.) und Löwen-Investor Hasan Ismaik.
imago/Sven Simon Keine glückliche Verbindung: Peter Cassalette (li.) und Löwen-Investor Hasan Ismaik.

München - Rund um den TSV 1860 wird es mal wieder politisch: Der Wahlkampf um das Präsidentenamt ist eingeleitet. Und Oberlöwe Robert Reisinger will sparen. Im großen Stil. "Jeder, der Sechzig im Herzen hat, will wieder ein Derby gegen die Original-Bayern haben", meinte nun Athanasios "Saki" Stimoniaris in der "SZ" – und ergänzt: „Ich sage, es gibt Wege!“ Was der Herausforderer vorhat, analysiert die AZ:

Saki Stimoniaris kritisiert Robert Reisinger

Stimoniaris, der bessere Präsident? "Ich weiß, dass ich mit Abstand der bessere Präsident sein werde", meinte der MAN-Betriebsratschef: "Ich kann es viel besser. Viel, viel besser." Der aktuelle Kurs "führe zu nichts". Der 47-Jährige kritisierte eine "Nehmer-Mentalität ohne Respekt". Doch: Für seinen Kurs der Annäherung an den umstrittenen Mehrheitseigner Hasan Ismaik gibt es wenige Unterstützer. Der Verwaltungsrat als Kontrollorgan ist durchweg Investor-skeptisch. Und ob sich das bisherige Präsidium angesichts solcher Aussagen umstimmen ließe? "Da könnten sich ja der Hans Sitzeberger, der Heinz Schmidt oder der Robert Reisinger um den Breitensport kümmern."

Stimoniaris, der Ismaik-Flüsterer? Er wirbt offensiv für Ismaik. "Vor dieser Saison habe ich zwei Millionen Euro besorgt bei Hasan für zehn Spieler", erklärte er. Und sagt: "Wir hätten auch im Winter den Kader gerne verstärkt, wenn der Trainer das gewollt hätte. Wenn wir dürfen, werden wir die Wünsche unseres Trainers erfüllen. Aber nicht nach der Pfeife des Vereins, sondern nach unseren Vorstellungen." Kritischen Fragen zum Investor weicht er indes aus. Etwa der, dass Ismaik zuletzt zu spät versprochenes Geld überwies. Und der KGaA nun eine Strafe durch den DFB bevorsteht. Das Geld sei "aus unserer Sicht rechtzeitig" eingegangen, sagte Stimoniaris. Ob der DFB das auch so sieht?

Keine glückliche Verbindung: Peter Cassalette (li.) und Löwen-Investor Hasan Ismaik.
Keine glückliche Verbindung: Peter Cassalette (li.) und Löwen-Investor Hasan Ismaik. © imago/Sven Simon

Stimoniaris, der bessere Planer? "Ich erkenne keinen Plan außer: selber nichts auf die Reihe bringen, aber zu allem nein sagen", meinte er über das aktuelle Präsidium. Stimoniaris wirbt dagegen für weitere "Genusscheine", ergo, Kredite von Ismaik. Ein Plan, der sehr dem von Ex-Präsident Peter Cassalette ähnelt - und darin mündete, uferlos Millionen anzunehmen und abzustürzen.

Saki Stimoniaris wäre in Allianz Arena geblieben

Stimoniaris, der Stadionbauer? "So wie das Stadion derzeit aussieht, kannst du nichts mit dem anfangen", meinte er über das Grünwalder – und kritisierte den Auszug aus der Allianz Arena, "ohne Not". Nur: Der FC Bayern wollte die Giesinger nicht mehr als Mieter. Und die Sechzger hätten sich die Miete (geschätzt 3,5 Millionen Euro im Jahr) nicht mehr leisten können. Stimoniaris wird konkretere Lösungsvorschläge brauchen. Vor allem solche, die andere Lösungen übertreffen.

Lesen Sie hier: In diesen Bereichen muss der TSV 1860 überall sparen

Lesen Sie auch: TSV 1860 - Daniel Bierofka hadert mit der Kaderplanung

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – mitdiskutieren Empfehlungen
0 Kommentare
Artikel kommentieren