TSV 1860 München: Was wird denn nun aus dem Löwen-Stüberl?

"Ich habe gekündigt", sagt Christl Estermann, die Pächterin und Wirtin des legendären Löwen-Stüberl an der Grünwalder Straße. 1860-Präsident Peter Cassalette betont: "Unsere Leute wissen davon nix."  
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1860-Trainer Kosta Runjaic und Christl Estermann, die Wirtin vom Löwen-Stüberl.
dpa 1860-Trainer Kosta Runjaic und Christl Estermann, die Wirtin vom Löwen-Stüberl.

"Ich habe gekündigt", sagt Christl Estermann, die Pächterin und Wirtin des legendären Löwen-Stüberl an der Grünwalder Straße. 1860-Präsident Peter Cassalette betont: "Unsere Leute wissen davon nix."

München - Bleibt die Kult-Wirtin - oder hört sie auf? In der vergangenen Woche wurde viel spekuliert über das legendäre Löwen-Stüberl und dessen Pächterin Christl Estermann. Mehreren (teils widersprüchlichen) Medienberichten zufolge soll die 73-Jährige ihre Wirtschaft neben dem Haupt-Trainingsplatz an der Grünwalder Straße zum Jahreswechsel aufgeben - oder eben doch nicht. Die AZ fragte nach.

"Ich habe am Mittwoch in der Geschäftsstelle meine Kündigung eingereicht - aus gesundheitlichen Gründen", sagte Estermann. Zwei Stunden zuvor hatte Präsident Peter Cassalette erklärt: "Ihre Kündigung hat sie nicht gebracht. Unsere Leute wissen davon nix." Wo die besagte Kündigung abgeblieben ist? Unklar.

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Womöglich ebenso rätselhaft verloren gegangen wie es die Punkte an den Spieltagen der Profis zu tun pflegen. Nach AZ-Informationen wissen auch die Angestellten im Stüberl noch nicht, wie es weitergeht. Die Verwirrung um das kultige Lokal, in dem Trainer-Legende Werner Lorant früher gerne seinen "Expresso" oder sein Weißbier zu sich nahm und mit seinen Spielern deftig-bayerische Küche genoss, ist nach wie vor groß.

"Das Stüberl ist mein Leben"

In jedem Fall, so Estermann, könne sie die Lokalität nicht mehr alleine schmeißen. Das Stüberl ist nicht mehr so gut gefüllt, aber nach wie vor wird dort mit großer Leidenschaft gekartelt und über die Spiele der Sechzger gegrantelt.

"Das Stüberl ist mein Leben. Ich wollte erst aufhören, wenn die Löwen endlich aufsteigen, aber ich kann nicht mehr", so die Wirtin. Im Dezember werden es 21 Jahre, in denen sie das Stüberl gepachtet hat, mit ihren knalligen Outfits und den blondierten Haaren ist sie zur Institution geworden.

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Wie es nun weitergeht? "Vielleicht kann ich mir ja auch einen Kompagnon suchen, dem ich ein bisschen helfe", so Estermann. Ein solcher Nachfolger respektive Geschäftsführer sei allerdings noch zu finden.

Kann also noch ein bisschen dauern, bis es tatsächlich Klarheit über das kultige Stüberl gibt. Auf einen Aufstieg sollte sie sich in jedem Fall besser nicht verlassen.

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