TSV 1860 München in der 3. Liga: Kein Knacks wegen später Gegentore

Vier Punkte haben die Löwen diese Saison schon in der Schlussphase verspielt – gegen den KFC Uerdingen setzte es wie schon in Kaiserslautern und in Osnabrück ein spätes Gegentor. "Glaube nicht an einen Knacks", sagt Trainer Daniel Bierofka.
| Bernhard Lackner
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Rätseln nach der Pleite: Die Löwen-Mannschaft, die in der Dritten Liga auf Rang zwölf liegt.
Rauchensteiner/Augenklick Rätseln nach der Pleite: Die Löwen-Mannschaft, die in der Dritten Liga auf Rang zwölf liegt.

München - Acht Punkte, irgendwo zwischen Rang zwei und fünf, man könnte von einem Traumstart sprechen für den Drittliga-Aufsteiger TSV 1860. Man könnte, denn die Realität für die Mannschaft von Trainer Daniel Bierofka sieht nach vier Spieltagen anders aus: vier Punkte, Rang zwölf.

Mal wieder vermieste am Sonntag beim 0:1 gegen den KFC Uerdingen ein spätes Gegentor das Löwen-Resultat – zum mittlerweile dritten Mal in dieser Saison. Wieder in der Schlussphase, wieder mal unnötig. Wieder schenkten die Löwen wichtige Punkte her. "Die Mannschaft war natürlich brutal geknickt", gab Bierofka nach dem neuerlichen Rückschlag zu. "Der Stachel sitzt bei mir und der Mannschaft natürlich tief. Wir haben den einen oder anderen Punkt zu wenig. Das müssen wir jetzt wegstecken." (Hier gibt's die Stimmen zum Spiel)

Mehrere Vierer - die Noten für abgekämpfte Löwen

Álvarez, Sternberg - und das Déjà-vu

Mal wieder. Schon bei der Auftaktniederlage in Kaiserslautern (0:1) kassierte der TSV das entscheidende Gegentor durch Janek Sternberg in der Schlussphase (86.), in Osnabrück (2:2) erzielte Marcos Álvarez in der 93. Minute mit einem traumhaften Freistoß den Ausgleich. Auch, weil es den Löwen nicht gelingt, Spiele frühzeitig zu entscheiden. Stichwort: Chancenverwertung.

"Es ist ein Wahnsinn, was wir heute an Chancen haben liegenlassen", konstatierte Bierofka nach der Uerdingen-Partie. Und es ist tatsächlich ein sich wiederholendes Muster, welches sich bei den Löwen zum Start in die 3. Liga andeutet: Gegen den 1. FC Kaiserslautern verpasste Adriano Grimaldi früh mit einem Pfostenschuss die Führung, im Anschluss hielt der Underdog über weite Strecken gut dagegen. Bis zur 86. Minute, als sich Quirin Moll austanzen ließ, und im Anschluss Sternberg zum 0:1 aus Löwen-Sicht abschloss.

Ähnlich war es in Osnabrück: Grimaldi brachte seine Löwen nach einer guten halben Stunde in Führung, Simon Lorenz erhöhte kurz nach der Pause auf 2:0. Eigentlich ein sicherer Dreier. Doch die zwei Treffer reichten nicht, am Ende geriet Sechzig wieder ins Schwimmen. Farrona Pulido erzielte eine Viertelstunde vor Schluss den Anschlusstreffer, ehe Álvarez den Ball in letzter Sekunde über die Löwen-Mauer ins Netz zirkelte – 2:2. Trotz spielerischer Überlegenheit, trotz Überzahl, trotz zahlreicher Top-Chancen.

TSV 1860: Rückschlag abhaken und aufs nächste Ligaspiel schauen

Am Sonntag das Déjà-vu: Wieder vergab Grimaldi nach starker Einzelaktion die frühe Führung (2.). Auch dieses Mal hatten die Löwen eigentlich alles im Griff, ein Tor schien nur eine Frage der Zeit. Doch auch dieses Mal ließ sich Sechzig in der Schlussphase überrumpeln. Ein simpler Doppelpass genügte, um den Giesingern durch den eingewechselten Ali Ibrahimaj (90.+2) den späten Knockout zu verpassen.

Bierofka: "Da hat vielleicht der Biss gefehlt, die Situation zu klären. Ich finde nicht, dass wir die Niederlage verdient haben. Wir müssen lernen, vor dem Tor kaltschnäuziger zu sein." Dass sich die vielen späten Gegentore negativ auf die Psyche seiner Mannschaft auswirken könnten, befürchtet Bierofka nicht.

Für ihn und seine Schützlinge folgen am Mittwoch im Toto-Pokal in Heimstetten die Partie gegen den SV Dornach (18.30 Uhr, im AZ-Liveticker) und am Sonntag daheim das Spiel in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen Holstein Kiel (18.30 Uhr im AZ-Liveticker): "Wir haben in zwei Wochen das nächste Ligaspiel, bis dahin haben wir das Spiel aufgearbeitet und abgehakt – dann geht‘s weiter. Ich glaube nicht, dass meine Mannschaft einen Knacks weghat." 

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