TSV 1860 München: Hauptsponsor will treu bleiben

Der TSV 1860 versucht, sich nach dem Absturz in den Amateurbereich neu zu sortieren. Ein Sponsor will "unabhängig von der Liga treu bleiben".
| Patrick Mayer
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Wie es nach dem Absturz der Löwen weitergeht, weiß momentan niemand genau. Die drei Herrschaften auf dem Bild sind schon weg, bwz. dürften es bald sein.
Rauchensteiner/Augenklick Wie es nach dem Absturz der Löwen weitergeht, weiß momentan niemand genau. Die drei Herrschaften auf dem Bild sind schon weg, bwz. dürften es bald sein.

Der TSV 1860 versucht, sich nach dem Absturz in den Amateurbereich neu zu sortieren. Ein Sponsor will "unabhängig von der Liga treu bleiben".

München - Seit Freitag ist klar, dass die Löwen nach dem Abstieg aus der 2. Liga direkt in den Amateurbereich abstürzen und laut Bayerischem Fußball-Verband (BFV) in der vierten Liga neu anfangen könnten. Doch auch dieser Amateurbetrieb bringt freilich Kosten mit sich.

Kosten, die der Verein angesichts festgefahrener Fronten mit Mehrheitseigner Hasan Ismaik künftig wohl alleine tragen muss. In der offiziellen Pressemitteilung Ismaiks war ausschließlich von einem finanziellen Engagement für "gemeinnützige Arbeiten" die Rede. Zur ersten Herrenmannschaft fiel kein Wort. Für den Spielbetrieb in der Regionalliga Bayern fallen kolportiert Kosten von einer Million Euro an. "Ich denke schon, dass wir genügend treue Sponsoren hätten, um die Regionalliga zu stemmen", erklärte Vizepräsident Hans Sitzberger der AZ. "Die Bayerische hat ihre Unterstützung ja schon zugesagt, und sie wären sicher nicht die Einzigen."

Sponsor verhandelte an Ismaik vorbei

Der mittelständische Versicherer bestätigte auf Anfrage seinen Willen, den Giesingern auch in der Viert- oder Fünftklassigkeit als Hauptsponsor beistehen zu wollen. Dies habe man dem Verein bereits signalisiert, hieß es. Demnach nahm der Sponsor vorbei an der von Ismaik gelenkten KGaA Gespräche mit Sitzberger und dem weiteren Vizepräsidenten Heinz Schmidt auf. Warum diese Doppelstrategie? Weil es laut "Die Bayerische" nicht anders ging. "Die KGaA hatte seit drei Wochen einen unterschriftsreifen Sponsorenvertrag für die 3. Liga vorliegen. Doch von denen hat sich keiner gerührt", erklärte Pressesprecher Wolfgang Zdral der AZ.

Demnach sei es um eine Summe von rund einer halben Million Euro gegangen. Ein Engagement in der 3. Liga ist nach der verweigerten Lizenz hinfällig. "Wir haben immer unser Ziel erklärt, den Löwen weiter treu zu bleiben", sagte Zdral, "unabhängig von der Liga". Natürlich liege der Betrag dann jedoch weit unter der zuletzt angebotenen Summe. Das alleine wird für eine schlagkräftige Mannschaft samt weiterer Kosten wie Auswärtsfahrten nicht reichen. Zudem fallen auch für das Grünwalderstadion, in das die Sechzger zurückkehren dürften, Mietkosten an. Hier wäre die Frage, wie sehr die Stadt entgegenkäme.

Das Geld dürfte wohl zusammenkommen

Sechzig hat indes weitere große Sponsoren, die stets zum Verein standen. Die Brauerei Hacker-Pschorr zum Beispiel, oder auch Sitzbergers Firma für Straßen- und Spezialreinigungen. Nicht zuletzt bekannte sich mit MAN im Abstiegskampf ein Großunternehmen zum Verein. Der Betriebsratschef des Maschinenbauers, Anasthasios Stimoniaris, gilt als großer Löwen-Fan. Durch die Unterstützung der Sponsoren sollte das notwendige Geld beschafft werden können.

Der Verein meldete sich derweil über Twitter: "Der TSV 1860 konzentriert sich ab sofort darauf, Lösungen zu finden, um den Spielbetrieb in der kommenden Saison fortsetzen zu können." "Die Bayerische" werde zeitnahe Verhandlungen vorantreiben, hieß es parallel vom bisherigen Hauptsponsor, dessen aktueller Vertrag am 30. Juni endet. Als erste Maßnahme will das Unternehmen allen Löwen-Fans, die sich für eine Mitgliedschaft im e.V. entscheiden, die Aufnahmegebühr zahlen.

Die Initiativen zeigen, dass auch Sponsoren nicht mehr der KGaA vertrauen und in der Stunde Null die Nähe zum anderen Mehrheitseigner, dem Verein, suchen. Dieser muss nun ein tragfähiges Konzept für die Regionalliga erarbeiten.

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