TSV 1860 München: Das sagt Ex-OB Christian Ude zur Lage bei den Löwen

Ex-OB Christian Ude kritisiert nicht nur die Vereinsführung des TSV 1860, sondern auch die Fans. Und der Klub könne in einem ganz bestimmten Punkt definitiv vom FC Bayern lernen.
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Löwen-Fan mit wenig Grund zum Lachen: Christian Ude.
dpa Löwen-Fan mit wenig Grund zum Lachen: Christian Ude.

München - 13 Jahre saß Christian Ude im Aufsichtsrat des TSV 1860 – und sehnt sich angesichts der aktuellen Umstände nicht zurück: "Wo so wenig Realismus vorzufinden ist, da fühle ich mich nicht wohl", sagte er im Deutschlandfunk, "ich bin froh, nicht mehr dabei zu sein. Alle Appelle zu Sparsamkeit und Realismus wurden in den Wind geschlagen."

Bei 1860 träume man selbst dann noch vom eigenen Stadion, wenn man die Miete nicht zahlen könne. Ude sieht nicht nur in Hasan Ismaik ein Problem. Er kritisierte die Unbeständigkeit von Vereinsführung und Fans. Der Verein habe den Anspruch, ein Traditionsverein zu sein – jeglicher Ansatz zur Tradition werde aber im Keim erstickt, so Ude.

"Traditionen abgehackt"

Das zeige sich beim häufigen Trainer- und Präsidentenwechsel: "Jeder wird mit Pfui und Buh vom Feld gejagt. Das ist kein Zustand, in dem sich Traditionen bilden können."

Positiv sieht er den FC Bayern: "Da werden die WM-Stars von 1974 noch heute gelobt. Man kann vom Spieler zum Trainer und zum Präsidenten werden. Bei 1860 hingegen werden Traditionen abgehackt und zerstört."

Auch einige Fangruppen hätten sich offenbar zum Ziel gesetzt, jeden neuen Präsidenten oder Trainer möglichst schnell wieder "abzuschießen". Auf den Delegiertenkonferenzen seien die Minderheiten im Verein immer wieder vor den Kopf gestoßen worden.

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