TSV 1860: Finden kein Gehör - ARGE kritisiert Löwen-Bosse

Die ARGE des TSV 1860 klagt in einer Stellungnahme, dass Sechzigs Vereinsführung den Fanklubdachverband von dem kürzlichen Stadiongipfel bei OB Dieter Reiter weder informiert, noch eingeladen habe. "Wir haben ein anderes Verständnis des Mottos 'Vereinen statt spalten'"
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TSV 1860 München, Robert Reisinger
imago/MIS TSV 1860 München, Robert Reisinger

Die ARGE des TSV 1860 klagt in einer Stellungnahme, dass Sechzigs Vereinsführung den Fanklubdachverband vor dem kürzlichen Stadiongipfel bei Oberbürgermeister Dieter Reiter weder informiert, noch eingeladen habe. "Wir haben ein anderes Verständnis des Mottos 'Vereinen statt spalten'".

München - Sechzigs Fanklubdachverband ARGE hat die Vereinsführung um Präsident Robert Reisinger am Donnerstag für das Vorpreschen im Bezug auf die Stadionfrage des TSV 1860 kritisiert. Wie OB Dieter Reiter am Dienstag erklärte, waren Klub-Bosse der Löwen vergangene Woche zu einer Diskussion über den Umbau des Grünwalder Stadions und mögliche Ausweichorte beim Stadtchef.

Laut Reiter hätten sich dabei die zwölf größten Fanklubs einstimmig gegen den Standort Olympiastadion ausgesprochen. Die ARGE, eine Vereinigung von 500 Fanklubs in 20 Regionen, scheint dabei übergangen worden zu sein.

TSV 1860: ARGE contra Löwen-Bosse

Die Vorstandschaft der ARGE um den Vorsitzenden Gerhard Schnell und dessen Stellvertreter Andreas Kern schreibt über das Treffen der Sechzger mit Reiter: "Hierzu ist zu bemerken, dass die ARGE-Führung über Zeitpunkt und Grund des geplanten Gesprächs mit dem OB im Vorfeld weder von den Vertretern des e.V. noch vom Entscheidungsträger der KGaA informiert wurde."

Die Tatsache, bei den Gesprächen nicht berücksichtigt worden zu sein, widerspreche in den Augen des Verbands dem kürzlich von den Giesingern ins Leben gerufenen Appell zur Einheit unter allen Löwen: "Die Führung der ARGE und vermutlich auch viele unserer Mitglieder haben ein anderes Verständnis des erst vor Kurzem bei den Löwen propagierten Mottos 'Vereinen statt spalten'!!!". Zudem würde der Verein die Interessen der Anhänger aus der weiteren Umgebung nicht berücksichtigen.

Die Stellungnahme im Wortlaut

Seit gestern Abend werden die Mitglieder des ARGE-Vorstands von den ARGE-Fanclubs fortwährend mit den vom Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter anlässlich eines Wies’n-Besuchs beim Löwenteam gegenüber Münchner Journalisten gemachten Aussagen konfrontiert, sodass wir uns veranlasst sehen, hierzu eine Stellungnahme abzugeben. Laut Aussagen des OB sollen bei einem in der letzten Woche bei ihm statt gefundenen Termins mit der Löwenführung angeblich die größten Fanclubs von 1860 zum Ausdruck gebracht haben, dass von den Fans ein vorübergehender Umzug während eines ggf. durchzuführenden Umbaus des Städtischen Stadions an der Grünwalder Straße in das Olympiastadion nicht gewünscht wird, sondern ggf. während der Umbauzeit des GWS die Spiele der Löwen lieber im Sportpark in Unterhaching ausgetragen werden sollen.

Hierzu ist zu bemerken, dass die ARGE-Führung über Zeitpunkt und Grund des geplanten Gesprächs mit dem OB im Vorfeld weder von den Vertretern des e.V. noch vom Entscheidungsträger der KGaA informiert wurde. Auch nach dem statt gefundenen Gespräch erfolgte an uns keine Information über dessen Ergebnis. Erst gestern erfuhren wir aus Presseberichten der Münchner Tageszeitungen, dass ein solcher Termin überhaupt stattgefunden hat. Die ARGE der Fanclubs des TSV München von 1860 ist mit ihren aktiven und großen Fanclubs die seit über 40 Jahren von allen vergangenen Präsidien anerkannte und auch geförderte Fanorganisation der Münchner Löwen. Viele – nicht alle – Mitglieder in den ARGE-Fanclubs stehen dem derzeit vorgegebenen Konsolidierungskurs der Vereinsführung des e.V. mit zunehmender Richtungsänderung in einen Giesinger Stadtteilverein aber eher zunehmend kritisch gegenüber. Dies könnte den Ausschlag gegeben haben, dass bei der eigentlich schon richtungsweisenden Besprechung mit der Stadt keine Vertreter der ARGE eingeladen wurden und aus diesem Grund auch niemand von den größeren Fanclubs der ARGE, die den eingeschlagenen Weg kritisch betrachten, dabei waren. Welche „größten Fanclubs“ sich für den dauerhaften Verbleib im Grünwalder Stadion bzw. den Umzug nach Unterhaching ausgesprochen haben, entzieht sich deshalb unserer Kenntnis. Die Führung der ARGE und vermutlich auch viele unserer Mitglieder haben ein anderes Verständnis des erst vor Kurzem bei den Löwen propagierten Mottos „Vereinen statt spalten“!!!

Die Führung der ARGE vertritt im Übrigen ganz generell die Auffassung, dass man bei solchen folgenschweren Entscheidungen über die Zukunft der Standorte, an denen – zunächst übergangsweise, später aber auch langfristig – die Spiele der 1. Mannschaft der Löwen stattfinden sollen, nicht nur die Meinung der in München und im Umland wohnenden Mitglieder und Anhänger der Löwen berücksichtigen sollte. Viele Anhänger und Mitglieder der ARGE sind in Bayern und ganz Deutschland beheimatet oder kommen sogar aus den angrenzenden Ländern und haben – auch in vielen oft schweren Jahren der Vergangenheit – den Löwen stets die Treue gehalten. Hier entsteht seit einiger Zeit nicht nur bei uns, sondern auch bei neutralen Beobachtern, der Eindruck, dass die Sorgen und Nöte der auswärtigen Löwenanhänger und -mitglieder bei den Löwen derzeit kein Gehör mehr finden.

Einmal Löwe Immer Löwe

Der Vorstand der ARGE

Lesen Sie hier: Löwen-Umzug nach Unterhaching - Ein Berg an Fragen

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