TSV 1860: Efkan Bekiroglu kritisiert Mesut Özil und Ilkay Gündogan

Der TSV 1860 hat mit Efkan Bekiroglu einen Deutsch-Türken unter Vertrag genommen. Der Spielmacher erklärt, dass der deutsche Nationalspieler Mesut Özil zu seinen Vorbildern zählt. Özils Treffen mit dem türkischen Präsidenten Erdogan kann er jedoch nicht nachvollziehen.
| Matthias Eicher
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Efkan Bekiroglu hat sich am Dienstag zu Özil, Gündogan und deren Besuch mit dem türkischen Präsidenten Erdogan geäußert.
sampics/Augenklick/Uncredited/Pool Presdential Press Service/AP/dpa/AZ Efkan Bekiroglu hat sich am Dienstag zu Özil, Gündogan und deren Besuch mit dem türkischen Präsidenten Erdogan geäußert.

München - Junge Fußballspieler, die davon träumen, ein Profi zu werden, suchen sich ihre Vorbilder meist auf ihren eigenen Positionen. So geschehen auch bei Efkan Bekiroglu, deutsch-türkischer Spielmacher und Neuzugang des TSV 1860. 

"Mein erstes Trikot hatte ich damals von Ronaldinho", erklärte der 22 Jahre junge Neu-Löwe am Dienstag, als er sich den Medien vorstellte: "Eines meiner Vorbilder war auch Mesut Özil. Von ihm konnte ich mir viel abschauen, weil er auch auf der Zehn spielt", so Bekiroglu über den deutschen Nationalspieler. Neben der Position eint die beiden Fußballer die Herkunft aus der Türkei.

Bekiroglu über Özil und Gündogan: "Klug war's nicht"

Was Bekiroglu weniger nachvollziehen konnte: das massiv kritisierte Treffen von Özil und Ilkay Gündogan mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. "Ich habe das natürlich alles mitverfolgt und dachte mir: Spielt doch einfach Fußball und gewinnt die WM."

Er wisse nicht, welche Absicht hinter die mittlerweile als "Erdogate" bekannte Zusammenkunft im Vorfeld der Weltmeisterschaft in Russland gesteckt habe. Seine Botschaft ist klar: In dieser Angelegenheit konnte Özil seiner Rolle als Vorbild Bekiroglus nicht gerecht werden: "Sagen wir es mal so: Ganz klug war's nicht."

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Bekiroglu: Deutscher oder Türke? "Nicht so wichtig"

Dennoch werde Bekiroglu natürlich mit der deutschen Nationalelf mitfiebern. "Meine Wurzeln liegen in der Türkei und ich habe türkische Eltern, aber sie sind schon lange hier und ich bin in Dachau geboren. Bei der WM bin ich Deutscher und werde der Nationalmannschaft die Daumen drücken."

Zudem, so der offensive Mittelfeldspieler über sein in der Qualifikation gescheitertes Herkunftsland: "Die Türkei ist ja leider nicht dabei, als muss ich mich nicht entscheiden. Ob Deutscher oder Türke, das ist mir nicht so wichtig."

TSV 1860: Deutschland schauen in Wasserburg

Übrigens: Die Löwen werden das dritte Gruppenspiel der DFB-Elf gegen Südkorea wohl schon in Wasserburg schauen, wo Bekiroglu und Co. um 18.30 Uhr beim TSV 1880 Wasserburg antreten (im AZ-Livestream und Liveticker).

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