Trauer im Löwenstüberl: „Viel zu früh gestorben“

Trauer und Fassungslosigkeit im Löwenstüberl und im Gasthof Hinterbrühl
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Wird Wildmoser immer in ehrenden Andenken behalten: Wirtin Christl Estermann vom Löwenstüberl.
Gregor Feindt Wird Wildmoser immer in ehrenden Andenken behalten: Wirtin Christl Estermann vom Löwenstüberl.

Trauer und Fassungslosigkeit im Löwenstüberl und im Gasthof Hinterbrühl

MÜNCHEN Die schlichte Holzbank direkt neben dem Eingang zum Gasthof Hinterbrühl wird leer bleiben. Hier, umgeben von Löwen-Erinnerungsstücken, hat man Wirt Karl-Heinz Wildmoser immer angetroffen, wenn das Wetter nicht so gut war. An schönen Tagen saß er draußen, im Blick den kleinen Berg und einen Stapel Autogrammkarten vor sich. Sein Tod hinterlässt seine Angestellten traurig und fassungslos.

Betriebsleiterin Adriana Babicova kämpft mit den Tränen, seit sie am Morgen die Nachricht erhalten hat. „Er war immer ein guter Chef, korrekt und ehrlich“, erzählt die 32-Jährige, die seit zehn Jahren in Hinterbrühl arbeitet. Am Dienstag vor zwei Wochen war ihr Chef das letzte Mal hier. Doch auch im Krankenbett blieb er Geschäftsmann. „Am Montag hat er angerufen und gefragt, wie das Wochenende war“, erinnert sie sich. „Dann hat er gesagt: Nächste Woche bin ich wieder da.“ Der Wiesnaufbau und das Gasthaus lagen ihm am Herzen. „Ohne Arbeit konnte er nicht sein.“

Hat Wildmoser sich zu wenig geschont? Diese Frage stellen sich alle, die sich am Morgen nach seinem Tod im Löwenstüberl versammeln. „Warum?“, fragen sich auch Gabi Radlmeier und Hans Hartl vom Löwenfanclub „Edellöwen“. „Ihm ging’s doch schon wieder besser. Sein Tod nimmt uns sehr mit.“

In tiefer Trauer ist auch Löwenstüberl-Wirtin Christl Estermann: „Ich werde ihn vermissen. Ich wollte ihn im Krankenhaus besuchen, hab’ ihm gestern auf die Mailbox gesprochen.“ Selbst als Wildmoser nicht mehr 1860-Präsident war und das Löwenstüberl mied, hielt sie den Kontakt. „Ich hab’ ihn in Hinterbrühl besucht und in meiner Wohnung steht ein Foto von uns beiden. Er war für uns Löwen ein guter Präsident.“

Ein anderer, der Wildmoser über viele Jahre hautnah erlebt hat und an diesem Morgen im Löwenstüberl ist, ist, ist Bernhard Winkler. Von 1993 bis 2002 spielte er für 1860, kannte Löwen-Präsident Wildmoser gut. „Er ist viel zu früh gestorben“, sagt er. „ Das tut weh.“ Er hätte Wildmoser gewünscht, dass er vor ein paar Tagen bei der 150-Jahr-Feier der Löwen dabei sein hätte können. va

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