Super-Löwe gesucht!

Vor dem Cottbus-Spiel träumt Sportchef Stevic vom „perfekten 1860-Spieler“, einer Mischung aus Miller, Nowak, Suker, Winkler und Häßler: „Aber ein gesunder Bierofka würde uns auch reichen.“
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"Das bedeutet doch nicht, dass man gleich stirbt": Löwen-Sportdirektor Miroslav Stevic.
sampics/Augenklick "Das bedeutet doch nicht, dass man gleich stirbt": Löwen-Sportdirektor Miroslav Stevic.

Vor dem Cottbus-Spiel träumt Sportchef Stevic vom „perfekten 1860-Spieler“, einer Mischung aus Miller, Nowak, Suker, Winkler und Häßler: „Aber ein gesunder Bierofka würde uns auch reichen.“

MÜNCHEN Clever ist er, der Löwen-Geschäftsführer. Manfred Stoffers hat also auch vor dem Heimspiel gegen Energie Cottbus am Ostersonntag (13.30 Uhr, Liveticker bei abendzeitung.de) in seinem Vorwort fürs Stadion-Magazin eine Botschaft versteckt – und zwar das Anforderungsprofil an künftige Löwen-Profis. Stoffers schreibt: „Was bringen uns Spieler, die zwar schnell wie die Hasen, aber genauso feige und furchtsam sind. Wenn sie das Hasenpanier ergreifen, gewinnt man kein Spiel, aber die Gewissheit, dass sie fehl am Platze sind. Unseren Löwen ist das alte Sprichwort in Herz und Hirn gemeißelt: Hasenfüße und Hosenscheißer schreiben keine Geschichte.“

Und in diesem Punkt liegt Stoffers wieder einmal auf einer Linie mit Sportdirektor Miki Stevic: Hasenfüße? Nein, danke! Die beiden 1860-Macher haben sich in den letzten Wochen in der Geschäftsstelle zusammengesetzt und ein Profil entworfen, wie ein 1860-Spieler ticken und kicken muss. „Der perfekte 1860-Spieler", sagte Stevic nun zur AZ, „muss die Leidenschaft von Thomas Miller, die Kreativität von Peter Nowak, die Schlitzohrigkeit von Davor Suker, das Durchsetzungsvermögen von Bernhard Winkler und die Technik von Thomas Häßler haben – aber ein gesunder Daniel Bierofka würde uns auch schon reichen." Hohe Ansprüche bei gleichzeitigem Geldmangel. Doch stevi sucht ihn offenbar dennoch, den Super-Löwen!

Derzeit ist der 40-jährige Serbe in Deutschland und Europa unterwegs, um potenzielle Neuzugänge zu sichten. Auch am Samstag geht Stevic auf Dienstreise. „Ich verfolge von der Dritten Liga bis hin zu den internationalen Ligen alles", sagt er. „Meine Familie sieht mich derzeit fast nicht." Stevic weiß, dass seine Löwen 2011 mehr oder weniger zum Bundesliga-Aufstieg verpflichtet sind. Somit steht seine Einkaufspolitik noch mehr auf dem Prüfstand als zuletzt.

Deswegen kommt es bei der Zusammenstellung des neuen Kaders auf Feinheiten an. Denn Stevic weiß, dass im Sommer auch (Not-)Verkäufe möglich sein könnten: „Oft muss man einen Spieler verkaufen, der nicht unbedingt geplant war." Kandidaten gibt's im 1860-Kader einige, die trotz Vertrag gehen könnten: Aleksandar Ignjovski (Anfrage aus Italiens Serie A), Jose Holebas (Mainz und Nürnberg?), Antonio Rukavina oder auch der spürbar unzufriedene Alexander Ludwig, der für die fixe Ablöse von 1,5 Millionen Euro gehen dürfte.

Keine Zukunft bei 1860 hat Eke Uzoma. Der Mittelfeldspieler, der bei den Löwen kaum zum zug kommt, kehrt nach AZ-Informationen im Sommer zum SC Freiburg zurück. „Stand heute kommt er zurück“, sagte Freiburgs Coach Robin Dutt der AZ. Dass der Nigerianer bei 1860 nicht in Schwung kam, schiebt Dutt nicht auf die Löwen: „Es gibt keinen Trainer, der einen guten Spieler auf die Bank setzt. Auch nicht Ewald Lienen. Uzoma muss sich mehr strecken. Eke war immer verwöhnt in Freiburg - und wenn das Ausleihgeschäft was gebracht hat, dann das, dass er mit mehr Demut zu uns zurückkehrt."

Oliver Griss

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