Steiner: Ismaik soll sich entschuldigen

Die Löwen und die Suche nach einem neuen Präsidenten: Aufsichtsratschef Otto Steiner fordert einen klaren Dialog mit Investor Hasan Ismaik - und eine Entschuldigung.
| Julian Galinski
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Verwaltungsratschef Otto Steiner.
sampics/Augenklick Verwaltungsratschef Otto Steiner.

Die Löwen und die Suche nach einem neuen Präsidenten: Aufsichtsratschef Otto Steiner fordert einen klaren Dialog mit Investor Hasan Ismaik - und eine Entschuldigung.

München - Otto Steiner, Aufsichtsratschef des TSV 1860, hat mögliche Gespräche im Dauerstreit mit Investor Hasan Ismaik an klare Bedingungen geknüpft. „Wenn Hasan Ismaik über Sach-Themen zurück in den Dialog geht, dann können wir den jederzeit fortsetzen. Wir haben ihm aber klar mitgeteilt, dass wir nicht bereit sind, den Dialog über personelle Konsequenzen fortzuführen. Außerdem erwarten wir in irgendeiner Form eine Entschuldigung von Hasan Ismaik“, sagte Steiner (50) im Interview mit dem "Münchner Merkur".

Der jordanische Unternehmer habe die Verantwortlichen der Löwen als „Bande“ und „Schmarotzer“ bezeichnet, „das war schon weit unter der Gürtellinie. das ist ein Niveau, das wir nicht akzeptieren“, führte Steiner weiter aus. Ismaik hatte nach ständigen Querelen seine Zahlungen eingestellt und rund zehn Millionen Euro vom Verein zurückgefordert. Zuvor hatte er den Rücktritt des ehemaligen Präsidenten Dieter Schneider, dann den von Geschäftsführer Robert Schäfer gefordert.

Die finanziell angeschlagenen Münchner erhielten aber auch ohne die Hilfe von Ismaik die Lizenz für die kommende Saison. Dank eines zwei Millionen Euro schweren Deals mit der Sportmarketing-Firma Infront konnte 1860 die Lizenzauflagen der Deutschen Fußball Liga (DFL) erfüllen. Zur Ruhe kommt der deutsche Meister von 1966 aber deshalb noch lange nicht. Am 20. Juli steht die Mitgliederversammlung mit Präsidentenwahl an. Laut Steiner gibt es derzeit acht Bewerber.

Sollte der vorgeschlagene Kandidat jedoch erneut durchfallen, wie dies schon bei Hep Monatzeder der Fall gewesen war, deutete Aufsichtsratschef Steiner schon einmal seinen Rücktritt an: „Laut Satzung müssen wir nicht. Aber ein Verwaltungs- bzw. Aufsichtsrat, der zweimal mit einem Vorschlag scheitert, der muss sich wohl in meinen Augen den Konsequenzen stellen und zurücktreten.“

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