Steiner: Ich kandidiere - nicht!

Nach seiner Rückkehr vom Investoren-Besuch in Abu Dhabi erklärt Otto Steiner, dass er nun doch nicht Präsident der Löwen werden will.
| Filippo Cataldo
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Aufsichtsratschef Otto Steiner will nicht Präsident werden.
Maximilian Wessing Aufsichtsratschef Otto Steiner will nicht Präsident werden.

Nach seiner Rückkehr vom Investoren-Besuch in Abu Dhabi erklärt Otto Steiner, dass er nun doch nicht Präsident der Löwen werden will.

München - Klaus Januschewski tritt beim TSV 1860 immer dann auf, wenn die Funktionäre zeigen wollen, dass sie ihre Lektion gelernt haben. Der Franke ist selbstständiger Medienberater und hat bei den Löwen schon Geschäftsführer Robert Schäfer im vermeintlich richtigen Umgang mit Journalisten geschult.

Auch Sonntagabend war Januschewski zur Stelle, als Vereins-Aufsichtsratschef Otto Steiner und die Räte Hep Monatzeder, Robert von Bennigsen, Klaus Leipold und Siegfried Schneider von ihrem Kurz-Trip bei Investor Hasan Ismaik zurückkehrten. „Positive Neuigkeiten und eine Personalie" gäbe es zu verkünden, warnte Januschewski die Reporter bei ihrem Eintreffen im Kempinski am Flughafen.

Eine Personalie verkündete Steiner dann auch wirklich. Oder besser: Eine Nicht-Personalie: „Ich werde nicht für das Amt des Präsidenten kandidieren“, sagte er. Stattdessen wolle er lieber sein Mandat als Vorsitzender des Aufsichtsrates wahrnehmen. „Ich bin erst im Dezember bestätigt worden in diesem Amt. Und das ist auch der Hauptgrund, dass ich nicht Präsident werden möchte", sagte der Mann, der schon seit 2006 als eine Art Schatten-Präsident agiert und dessen Lebensziel das Amt zu sein schien. Nun der Rückzug noch vor der Nominierung - ob es dafür die Reise nach Abu Dhabi gebraucht hätte?

Steiner reagierte ausweichend der auf die Frage, ob seine berufliche Situation als Geschäftsführer der Constantin Entertainment ein Grund für den Rückzug sei. Er gilt neben Siegfried Schneider als Lieblingsfunktionär Ismaiks und habe bewiesen, dass ihm das Wohl des Vereins „wirklich am Herzen" läge, hatte der Investor der AZ gesagt. Zudem hatte Ismaik immer wieder die Ablösung des jetzigen Präsidiums um Dieter Schneider und die Installierung von jüngeren Kräften angemahnt.

Steiner lobte Ismaik am Sonntag als „sehr gastfreundlichen und herzlichen Menschen“. Es sei „sehr beeindruckend, was er mit seinen 36 Jahren für ein Lebenswerk geschaffen hat.“ Ob und wie der so Gelobte, der im März nach München kommen möchte, auf Steiners Rückzug reagierte, wollte Steiner nicht verraten. Nur so viel: „Herr Ismaik akzeptiert die Autonomie des Vereins bei Personalentscheidungen."

Klar ist, dass nun die Chancen von Dieter Schneider wieder steigen dürften, im Amt zu bleiben. Nach AZ-Informationen haben Schneider und seine Vizes Franz Maget und Wolfgang Hauner letzte Woche dem Aufsichtsrat signalisiert, weitermachen zu wollen. Alternativen zu Schneider sind nicht in Sicht, Ex-Minister Siegfried Schneider hat eigene Ambitionen bestritten, ebenso Muffathallen-Chef Christian Waggershauser. „Wir werden bis zum 8.März entscheiden, welche Personen wir nominieren werden", sagt Steiner nun.

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