Steiner: "Das ist eine absolute Frechheit"

Lange Zeit war er sehr still um ihn. Doch nach den neuerlichen Vorwürfen von Investor Hasan Ismaik hat jetzt auch Löwen-Aufsichtsratschef Otto Steiner sein Schweigen gebrochen.
| Dominik Hechler
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Verwaltungsratschef Otto Steiner.
sampics/Augenklick Verwaltungsratschef Otto Steiner.

München Otto Steiner saß am Montagabend zu Hause auf seiner Couch und traute seinen Ohren nicht. Der Aufsichtsratschef der Löwen schaute sich beim Lokalsender München.TV das Interview mit Investor Hasan Ismaik an und war entsetzt. "Ich habe kopfschüttelnd vor dem Fernseher gesessen. Denn bei diesem Gespräch waren so viele Falschaussagen dabei und wurden so viele Tatsachen verdreht, dass es jetzt ein Ausmaß erreicht hat, wo wir einfach nicht mehr schweigen können", sagte Steiner der AZ. 

Der Aufsichtsratschef hat genug von den Vorwürfen Ismaiks. "Persönlich trifft es mich, wenn Herr Ismaik von einer Bande spricht, die sich auf Kosten des Vereins bereichert. Meine Kollegen aus sämtlichen Gremien und ich reißen pro Woche neben dem normalen Beruf mindestens 30 Stunden für den Klub runter - und das ehrenamtlich", meinte Steiner. "Ismaiks Behauptungen sind also eine Frechheit und ein Schlag ins Gesicht für jeden Ehrenamtlichen." Außerdem appelierte der Aufsichtsratschef an die Fans, die der jordanische Investor gerade versucht, auf seine Seite zu ziehen, "zusammenzustehen und der Willkür nicht Tür und Tor zu öffnen. Denn Herr Ismaik fordert immer wieder Dinge, die nicht DFL konform sind."

Auch in Sachen Geschäftsführer Rober Schäfer hatte Steiner Neuigkeiten - dessen Vertrag wird nämlich verlängert. "Es wird so kommen", sagte Steiner. "Schäfer macht einen fleißigen, engagierten Job und informiert beide Gesellschafter der KGaA immer sehr gut." Zu Ismaiks immer wiederkehrenden Forderungen, personelle Konsequenzen im Verein zu ziehen, erklärte Steiner: "Ismaik will eine Führung, die nach seinen Forderungen handelt. Und selbst wenn alle Vereinsverantwortlichen ausgetauscht würden - alle, die danach kommen würden und nicht so handeln, wie er es gerne hätte, kämen immer wieder in die gleiche Konfliktposition mit dem Investor wie wir jetzt."

Gibt es nach all den Vorkommnissen der vergangenen Wochen jetzt also überhaupt noch eine Chance, dass der Verein und der Investor wieder zusammenfinden? Dazu meinte Steiner nur: "Wenn er diese Kampagnen und Beleidigungen und die damit alleine von ihm inszenierten Personaldebatten in der Öffentlichkeit beendet und wir wieder über Sachthemen sprechen können, sind wir gerne wieder gesprächsbereit. Die Tür ist dann natürlich weiter offen."

Das komplette Interview mit Otto Steiner lesen Sie in der Printausgabe der Abendzeitung.

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