50+1 muss weg: 1860-Fanartikel-Boss stellt sich hinter Bayern-Präsident Hainer

Valentin Pusnava, der Boss der Fanartikelfirma des TSV 1860, lobt Bayern-Präsident Herbert Hainer und unterstreicht dessen Botschaft, die 50+1-Regel abzuschaffen.
Matthias Eicher
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Valentin Pusnava ist seit April 2025 der Geschäftsführer der TSV 1860 Merchandising GmbH.
Valentin Pusnava ist seit April 2025 der Geschäftsführer der TSV 1860 Merchandising GmbH. © IMAGO/Ulrich Wagner

War es eine treffende Aussage aus wirtschaftlicher Sicht, ein Stich ins weiß-blaue Hardliner-Hornissennest der Löwen oder ein bisserl etwas von beidem? Valentin Pusnava, Geschäftsführer der Merchandising GmbH des TSV 1860, hat Bayern-Präsident Herbert Hainer für dessen jüngste Aussagen für eine Abschaffung der 50+1-Regel gelobt.

"Ich hatte das Privileg, Herbert Hainer während meiner Zeit bei adidas kennenzulernen – eine Führungspersönlichkeit, die genau versteht, was im heutigen Profisport wirklich zählt", schrieb der Boss der Fanartikel-Firma, die zu 100 Prozent Investor Hasan Ismaik gehört, bei "LinkedIn": "Seine Sichtweise zur Bedeutung von Investoren im Fußball trifft den Kern. Ohne gezielte Investitionen droht die Bundesliga den Anschluss zu verlieren – nicht an Leidenschaft oder Tradition, sondern an Wettbewerbsfähigkeit und internationaler Attraktivität."

Pusnava: "Ohne Investoren gibt es keine nachhaltige Zukunft für unsere Liga"

Auch Pusnava unterstreicht, wofür sich Bayern-Boss Hainer kürzlich aussprach und was auch Pusnavas Chef Ismaik vielfach gefordert hatte: "Es ist höchste Zeit, dass wir in Deutschland erkennen: Ohne Investoren gibt es keine nachhaltige Zukunft für unsere Liga. Sonst bleibt am Ende nur noch eine Frage – mit wie vielen Punkten Vorsprung wird der FC Bayern München diesmal Meister?"

Herbert Hainer, der Präsident des FC Bayern: "Ich bin der Meinung, dass man es den Klubs und ihren Mitgliedern überlassen sollte, wie viele Anteile sie abgeben wollen."
Herbert Hainer, der Präsident des FC Bayern: "Ich bin der Meinung, dass man es den Klubs und ihren Mitgliedern überlassen sollte, wie viele Anteile sie abgeben wollen." © Peter Kneffel

Im 1860-Umfeld hat Pusnava damit eine polarisierende Botschaft abgesetzt: Bekanntlich lehnen sowohl die Vereinsführung des e. V. als auch die Ultra-Szene eine Abschaffung von 50+1, die dem Verein die Entscheidungshoheit zusichert, strikt ab. "50+1 ist unverhandelbar", steht nur auf einem von zahlreichen und vielfach in der Westkurve präsentierten Spruchbändern der Sechzger.

Pusnava-Aussage folgt auf öffentlichen Zwist zwischen Klub und Fanartikel-GmbH

In der Vorwoche hatte bereits eine öffentliche Auseinandersetzung der Merchandising GmbH und des Vereinspräsidiums sowie KGaA-Boss Manfred Paula für Aufsehen gesorgt, die mehrere Abmahnungen von Löwenfans seitens des Merchandisings mit "großer Sorge" beobachtet hatten.

Zudem hatten Oberlöwe Mang und FCB-Präsident Hainer im November 2025 einen Zwist, der in Form von gegenseitigen Sticheleien in die Fankurven getragen wurde: Mang hatte Hainer dafür kritisiert, ihn im Rahmen eines Treffens der Vereinsoberhäupter der bayerischen Profivereine nicht erkannt zu haben. Nun dürfte sich Pusnava mit seiner jüngsten Nachricht über ein absolutes 1860-Politikum nicht nur Freunde geschaffen haben.

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  • Kaiser Jannick vor einer Stunde / Bewertung:

    Mit Pusnava sind wir offenbar nach Power vom Regen in die Traufe gekommen.

    Was bildet sich der "Chef-Tassenverkäufer" ein, sich im Auftrag seines Herrn HI darüber zu positionieren, was "50+1" angeht und sich dabei ausgerechnet an Hainer heran zu wanzen?

    Es geht ihn absolut gar nichts an, in seinem "HI-Fan-Laderl". Über "50+1" entschied/entscheidet das Kartellamt und/oder ordentliche Gerichte, mit bekanntem Ausgang zu Lasten vom HAM.

    Thema beendet, nur ein Sturm im Wasserglas, den die Yellow-Press natürlich wieder gerne aufnimmt um Zwietracht zwecks Clicks zu generieren.

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