"Sehr gelassen": Mang reagiert auf mögliche Ismaik-Klage gegen den TSV 1860
Wer dachte, beim TSV 1860 würde langsam Ruhe einkehren und die Zukunft ungehindert konkrete Formen annehmen, der sieht sich getäuscht. Der ausgebootete Investor Hasan Ismaik hat sich offenbar entschieden, die Schlammschlacht gegen den e.V. und die neu gegründete Spielbetriebs-GmbH fortzusetzen und wohl beim Landgericht München I eine Klage eingereicht, in der es vermutlich um Schadensersatzansprüche geht. Ismaiks Anwalt Peter Gauweiler soll gemeinsam mit dem Jordanier diese rechtlichen Schritte vorgenommen haben.
Mang reagiert auf mögliche Klage gegen TSV 1860
Am Dienstagvormittag erreichte die AZ Präsident Gernot Mang und fragte ihn zur Sache. "Wir wissen gar nicht, ob und wann etwas kommt", entgegnete der 58 Jahre alte Oberlöwe. Er setzte hinzu: "Und wenn doch, werden wir das Thema intern besprechen. Aktuell sehen wir einer möglichen Klage von Hasan Isamik allerdings sehr gelassen entgegen. Wir sind sehr gut vorbereitet."
Zum Inhalt der Klage ist noch nichts bekannt, außer, dass es sich laut "Bild" um eine Multi-Millionen-Klage handeln soll. Auch soll der Schriftsatz dazu bislang den Löwen nicht zugestellt worden sein, das wiederum hänge mit der laufenden Ermittlung des Streitwertes zusammen. Es ist das nächste Kapitel der 15 Jahre langen und konfliktreichen Beziehung zwischen Sechzig und dem einstigen Mit-Gesellschafter.

Mang stellte zuletzt Klage gegen Ismaik in den Raum
Ob es das letzte wird, obliegt nun zumindest in Teilen der Justiz. Ismaik vertraut dabei im früheren CSU-Politiker Gauweiler (76) auf einen gewieften Star-Anwalt, der sich ausgiebig mit Gesellschaftsrecht und Wirtschaftsstrafrecht befasst und so manch schlagzeilenträchtiges Verfahren geführt hat.
Aber: Mang hatte in der BR-Sendung "Blickpunkt Sport" zuletzt selbst eine Klage gegen Ismaik in den Raum gestellt und sich überdies bislang immer sehr gelassen gezeigt in Bezug auf mögliche rechtliche Schritte seitens Ismaiks. "Auch wir haben uns das angeschaut und planen den ein oder anderen Schritt auf Schadensersatzforderungen", sagte Mang im BR. "Hasan Ismaik hat 1860 in die Insolvenz getrieben."

Ismaik glaubt an mutwillig herbeigeführte Insolvenz
Ebendas sieht die Seite um den 49 Jahre alten Geschäftsmann ganz anders. Ihrer Auffassung nach sei die Insolvenz – das Verfahren wurde am 1. September unter der Kontrolle von Insolvenzverwalter Max Liebig eröffnet – mutwillig herbeigeführt worden, "pflichtwidrig" nannte er es zuletzt. Welche Position ist nun die wahrheitsgemäße, auch darum wird es bei der im Raum stehenden gerichtlichen Auseinandersetzung gehen.
Ismaik gegen Sechzig oder Sechzig gegen Ismaik, die nächste Runde ist eröffnet.
