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Sechzgerstadion: Was Stadt und Löwen am Dienstag erklären wollen

Am Samstag demonstrierte die Fanszene im Stadion für den Ausbau des Grünwalders. Schon am Dienstag könnten Stadt und Löwen erklären, wie es weitergeht. Die AZ kennt Details.
Felix Müller
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Krischan Kaufmann,
Bernhard Lackner |
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Dieter Reiter ist nach eigenen Angaben regelmäßig persönlich mit Ober-Löwe Gernot Mang in Kontakt.
Dieter Reiter ist nach eigenen Angaben regelmäßig persönlich mit Ober-Löwe Gernot Mang in Kontakt. © IMAGO/Ulrich Wagner

Von den Löwen und aus der Stadt-Politik ist zuletzt auch hinter vorgehaltener Hand nichts Schlechtes übereinander zu hören gewesen – war auch nicht immer so. Und am Dienstag soll es dem Vernehmen nach tatsächlich große Neuigkeiten beim Projekt Grünwalder-Ausbau geben. Nach AZ-Informationen werden der TSV 1860 und die Stadt gemeinsam (!) erklären, dass nun die Machbarkeitsstudie für den Ausbau auf 25.000 Plätze in Auftrag gegeben wurde. Wie es heißt, hätten sich auch renommierte Büros für den Auftrag interessiert.

Das neue Grünwalder Stadion: Wie es werden soll

Das Ziel ist ambitioniert, Stadt und Löwen streben an, dass der TSV 1860 das Stadion in Erbpacht übernimmt – von der eigentlich schon im Grundsatz beschlossenen Erweiterung auf 18.000 Plätze in städtischer Hand und nur aus Steuergeld spricht keiner mehr.
Es soll ein modernes, zeitgemäßes Stadion mit allen Vermarktungsmöglichkeiten und Komfort werden, überdacht und mit geschlossenen Ecken. Auch andere Events als Fußballspiele können eines Tages stattfinden. Und doch soll es den traditionellen Charakter behalten, heißt es von mit den Vorgängen vertrauten Personen, etwa, indem die Westkurve ihre Form behalten könnte. Wichtig für die Löwen: Sogar eine Erstligatauglichkeit wird mitgedacht und geplant.

Warum OB und Löwen-Präsident jetzt ein gemeinsames Ziel haben

Was das Dauerthema Lärmschutz für die Anwohner betrifft, sind Stadt und Löwen dem Vernehmen nach zuversichtlich. Und auch sonst dürfte die neuerliche Erklärung von dem Geist getragen sein, dass man nun gemeinsam Hand und Hand marschiert.
An diesem Eindruck freilich haben auch beide Seiten größtes Interesse. Löwen-Präsident Gernot Mang, der auch für Versprechen zum Standort Giesing ins Amt gewählt wurde und sich öffentlich sehr weit aus dem Fenster gelehnt hat, was dortige Möglichkeiten betrifft.

Und OB Dieter Reiter (SPD), der im März wiedergewählt werden will und einen Durchbruch beim Thema Sechzgerstadion zu einem seiner großen persönlichen Ziele für das Jahr 2026 erklärt hat.

Die Fans auf jeden Fall beobachten die Debatte mit Argusaugen – und haben erst am Samstag die Fankurve zur Demo gemacht. Beim Heimspiel gegen Aachen waren überall in der Westkurve Plakate zu sehen, die die Stadt an ihre Versprechen erinnert. "Keine großen Sprüche, keine Ausreden!“, stand da etwa, "Mit Erbpacht und Mut wird's Sechzger gut“ oder auch der Aufruf, einen "Deal“ zu machen.

Doch selbst wenn Stadt und Löwen tatsächlich auch nach der Wahl Hand in Hand marschieren sollten, eine Riesen-Herausforderung bleibt: Die klammen Löwen bräuchten für das Projekt Geld. Sehr viel Geld.  

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6 Kommentare
Bitte beachten Sie, dass die Kommentarfunktion unserer Artikel nur 72 Stunden nach Veröffentlichung zur Verfügung steht.
  • Der Münchner am 05.02.2026 21:28 Uhr / Bewertung:

    die wievielt Machbarkeitsstudie ist das jetzt?

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  • Münchensupporter am 03.02.2026 09:42 Uhr / Bewertung:

    25000 Zuschauer ist kaum realistisch. Schon jetzt die die Belastung in Giasing bei Heimspielen der Löwen an der Grenze des Hinnehmbaren. Sicherlich ist Giasing die Heimat der Löwen. Dies heißt jedoch nicht, dass alle, die dort wohnen, hinter einem vergrößerten GWS stehen. Es reicht ein Bürger, der gerichtlich klären lassen kann, ob die Beeinträchtigungen für ihn hinnehmbar sind oder nicht. Und diese klärung kann lange dauern.

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  • Chris_1860 am 03.02.2026 20:36 Uhr / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Münchensupporter

    Erstens war das Sechzger vor allen aktuell in seiner Nähe lebenden Bewohnern da.

    Zweitens wussten also alle, wo sie hinziehen.

    Drittens ist i.d.R. nur alle 2 Wochen ein ausverkauftes Heimspiel azgl. Sommer- und Winterpause.

    Viertens gibt es auch in vielen anderen Städten in Deutschland, in England, Italien usw. genug Stadien mitten in der Stadt. Nur bei Sechzge müssen immer alle krähen, die entweder gar nicht hier wohnen, oder zugezogen sind, obwohl das Sechzger lange vorher da war.

    Wie beim Breissn, der bei uns aufs Land zieht und dann gegen den Gockel und Kirchenglocken klagt.

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