Schneider: "Dann wäre ich der Kasperl gewesen"

Der scheidende Löwen - Präsident sorgt sich einmal mehr um das Wohl des Vereins
| Markus Merz
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Dieter Schneider, Ex-Präsident des TSV 1860.
sampics/Matzke Dieter Schneider, Ex-Präsident des TSV 1860.

MÜNCHEN Bald ist Schluss für Dieter Schneider als Präsident des TSV 1860. In der TV-Sendung „Blickpunkt Sport” im Bayerischen Rundfunk untermauerte der 65-Jährige noch einmal, dass sein Rückzug vor allem mit dem fehlenden Vertrauen seitens des Aufsichtsrates begründet ist: „Wenn ich die Reißleine nicht gezogen hätte, wäre ich der Kasperl gewesen. Das nötige Vertrauen war einfach nicht gegeben.”

Aufsichtsrats-Boss Otto Steiner machte derweil das schlechte Verhältnis von Schneider zu Löwen-Investor Hasan Ismaik dafür verantwortlich, dass andere Kandidaten besprochen werden: „Das ist kein Geheimnis. Was wir nicht beeinflussen können, ist das persönliche Verhältnis. das war irgendwann sehr festgefahren.” Dennoch, so Steiner, könne man sich vorstellen, Schneider weiterhin einzubinden.

Der scheidende Präsident wollte die Aussage von Steiner am Sonntag nicht so ernst nehmen und konnte eine gewisse Resignation in der derzeitigen Situation nicht verbergen: „Es gibt gewisse Gefühle im Hintergrund.”

Derweil arbeiten Otto Steiner und seine Mitstreiter im Aufsichtsrat an einer schnellen Lösung für die Nachfolge von Dieter Schneider: „Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir den Wunschkandidaten, den wir haben, am Donnerstag vorstellen werden.”

Offensichtlich handelt es sich dabei um den Aufsichtsrat Hep Monatzeder, der seit Freitag mit Löwen-Geschäftsführer Robert Schäfer in Abu Dhabi sein soll, um sich Hasan Ismaik vorzustellen.
Schneider selbst weiß davon nichts: „Ich bin zu weit weg.” Für den Fall, dass der dritte Bürgermeister der Stadt München aber sein Nachfolger werden sollte, sagt Schneider: „Dann drücke ich ihm die Daumen.”

Unabhängig davon, wer der neue Präsident beim TSV 1860 wird, sieht Schneider die Interessen des Vereins im Vordergrund: „Wir dürfen nicht zum Kasperltheater in Deutschland werden. Wir brauchen im strukturellen Bereich Planungssicherheit.”

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