"Scheiß auf den Scheich": Zoff um TSV 1860 Investor Hasan Ismaik

Beim X-Tausend-Spiel der U21 des TSV 1860 gegen die SpVgg Unterhaching wurde im Grünwalder Stadion ein ismaikfeindlicher Fansong skandiert. Der spaltet nicht nur die Fans, sondern sorgt auch bei den Freunden des Sechzhgerstadions für Ärger.
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Mehrere Fans haben Hasan Ismaik übel verspottet.
dpa Mehrere Fans haben Hasan Ismaik übel verspottet.

Beim X-Tausend-Spiel der U21 des TSV 1860 gegen die SpVgg Unterhaching wurde im Grünwalder Stadion ein ismaikfeindlicher Fansong skandiert. Der spaltet nicht nur die Fans, sondern sorgt auch bei den Freunden des Sechzgerstadions für Ärger.

München - Immer wieder Ärger um Hasan Ismaik: Der jordanische Investor des TSV 1860 ist bei Teilen der Fans nach wie vor - gelinde gesagt - sehr umstritten. "Scheiß auf den Scheich, scheiß auf sein Geld, egal was er sagt, egal was er denkt. Wir wolln nur eines, wir wolln das Glück, Freiheit für Sechzig und nach Giesing zurück."

So lautet ein Fangesang, der jüngst beim X-Tausend-Spiel, dem Saisonabschluss der U21 des TSV 1860 am vergangenen Freitagabend gegen die SpVgg Unterhaching (0:3) minutenlang lautstark in der Stehhalle des Grünwalder Stadions skandiert wurde. Er reimt sich auf die Zeilen des Ballermann-Schlagers "Jonny Däpp (Ich will Mallorca zurück)" von Lorenz Büffel und drückt unmissverständlich aus: Die Anhänger wollen sich der Fesseln Ismaiks entledigen und zu ihren Wurzeln zurückkehren.

Freunde des Sechzgerstadions: Erklärung wegen Anti-Ismaik-Fangesang

Pikant: Die Freunde des Sechzgerstadions, deren Vorsitzender Dr. Markus Drees gleichzeitig auch Verwaltungsrats-Boss der Löwen ist, haben den Spruch „aus Dokumentationsgründen“ auf Facebook veröffentlicht.

Dem Post folgte gestern an gleicher Stelle die Erklärung, dass dieser weder durch Drees selbst, noch durch einen anderes Mitglied, das auch bei den Sechzgern ein Amt ausübt, veröffentlicht wurde: „Die Verbreitung des Liedtextes war nicht mit der FdS-Vorstandschaft abgesprochen, eine Löschung oder Zensur kommt aber aufgrund der bestehenden notwendigen Diskussion nicht in Frage.“

In anderen Worten: Es wird nach Auffassung des eingetragenen Vereins auch weiterhin Redebedarf über den ungeliebten Geldgeber geben, der in den letzten Monaten nicht nur Großinvestitionen getätigt hat, sondern sich vermehrt in die Politik des akut abstiegsbedrohten Klubs eingemischt hatte.

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