Schäfer: „Freier Fall gestoppt – mehr nicht“

1860-Geschäftsführer Robert Schäfer: Warum er an Trainer Maurer festgehalten hat, was er von Coach und Mannschaft fordert und wie er mit Investor Ismaik das Team der Zukunft baut.  
| Interview: Marco Plein
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Löwen-Geschäfsführer Robert Schäfer.
sampics/AK Löwen-Geschäfsführer Robert Schäfer.

1860-Geschäftsführer Robert Schäfer: Warum er an Trainer Maurer festgehalten hat, was er nun von Coach und Mannschaft fordert und wie er mit Investor Ismaik das Team der Zukunft baut.

 

AZ: Robert Schäfer, nach einigen Wochen voller Niederlagen und einem Absturz in der Tabelle gab es für die Löwen nun wieder einen Sieg. Ist damit die Wende geschafft?

ROBERT SCHÄFER: Moment mal, so schnell geht das natürlich nicht. Erstmal war das in Duisburg nur ein Sieg, mehr ist nicht passiert. Das war ein Aufatmen, das wir alle dringend benötigt haben und das uns die Arbeit erleichtert. Den Druck haben ja nicht nur die Spieler, sondern der gesamte Verein gespürt. Der tolle Saisonstart hat natürlich bei allen Sehnsucht nach mehr geweckt. Es war heftig zu sehen, wie schnell sich die Situation ins Negative gewendet hat. Jetzt kann ich nur hoffen, dass wir gegen Bochum am Samstag nachlegen und vor der Winterpause vielleicht noch mal eine kleine Serie starten.

Welche Lehren lassen sich aus der Phase mit vier Niederlagen aus fünf Spielen ziehen?

Ich bin mir sicher, dass man noch näher zusammenrückt, wenn man so eine Phase durchsteht. Das schweißt zusammen. Aber ich bin weit davon entfernt zu sagen, dass hier jetzt alle vor Freude auf den Tischen tanzen. Wir haben nur ein Spiel gewonnen, wir haben den freien Fall gestoppt, mehr nicht. Wenn wir jetzt nachlassen, kommen wir schnell wieder in die gleiche Drucksituation wie vor dem Spiel in Duisburg. Im Ernst: Platz sieben ist für unsere Ambitionen in dieser Saison in Ordnung. Aber wir müssen weiterhin konstant erfolgreich spielen, sonst können wir schnell abrutschen.

Trotz mehrerer Niederlagen und zum Teil schwacher Spiele haben Sie Trainer Reiner Maurer nie kritisiert. Fühlen Sie sich nun bestätigt?

Das wäre zu einfach gesagt. Wir wollen auf Kontinuität setzen, und da wäre es doch das völlig falsche Signal gewesen, ihn für irgendwas verantwortlich zu machen, was er nicht mal verschuldet hat. Ganz im Gegenteil, ich denke, er hat riesigen Anteil daran, dass die Mannschaft nicht in einen Trott verfallen ist, in dem man schnell nach ein paar Niederlagen abrutscht. Unser Trainer hatte sicherlich großen Druck, aber er hat dem nicht nur hervorragend standgehalten, sondern darüber hinaus auch die Mannschaft so motiviert, dass sie sich durch eine Kampfleistung endlich mal selbst belohnt und damit hoffentlich die Wende herbeigeführt hat.

Trotzdem will auch Reiner Maurer die Mannschaft gerne in der Winterpause verstärkt sehen. Wie groß sind die Chancen, dass man einen Innenverteidiger verpflichtet oder, sollte Kevin Volland den Verein verlassen, einen Ersatzstürmer holt?

Natürlich wollen wir uns gerne weiter verstärken und es ist auch richtig, dass wir jetzt schon an eine Mannschaft der Zukunft denken. Aber ich bin auch mit dem, was wir jetzt haben, sehr zufrieden. Ich habe das Gefühl, dass die Sorgen, die ja über dem Verein in den letzten Jahren lagen, mehr und mehr weichen und dass wir alle viel offener im Umgang miteinander werden. Die Spieler, die Geschäftsstelle und die Trainer bilden immer mehr eine Einheit. Trotzdem wollen wir an der Mannschaft arbeiten, das muss in Absprache mit unserem Partner Hasan Ismaik geschehen. Wir werden ihn nicht unter Druck setzen und sagen, wir wollen jetzt zwei, drei neue Spieler haben. Das läuft alles im sachlichen Gespräch. Und wenn es Baustellen gibt, haben wir Pläne, wie wir die beheben können. Schade, dass unser Partner zuletzt nicht zu den Spielen kommen konnte. Beim Pokalspiel in Düsseldorf musste er absagen, da er Rückenprobleme hat.

 

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