Röslers Auftragsarbeit

Mit zwei Toren – eines in der ersten Minute, eines in der Nachspielzeit – entscheidet der 1860-Angreifer das Derby in Fürth. So ähnlich hat sich Trainer Lienen das vorgestellt
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Doppeltorschütze in Fürth: Sascha Rösler.
Rauchensteiner/Augenklick Doppeltorschütze in Fürth: Sascha Rösler.

FÜRTH - Mit zwei Toren – eines in der ersten Minute, eines in der Nachspielzeit – entscheidet der 1860-Angreifer das Derby in Fürth. So ähnlich hat sich Trainer Lienen das vorgestellt

Sascha Rösler muss ganz genau zugehört haben, als sein Trainer Ewald Lienen vor dem Spiel gegen Fürth „Kampf, Biss und Leidenschaft“ von den Löwen gefordert hatte – und das, so waren Lienens Worte, „von der ersten bis zur letzten Minute“.

Rösler hat den Auftrag erledigt: Ein Tor in der ersten Minute, dann noch eins in der letzten Spielminute. So gewinnt man Derbys und sorgt, wenn es auch in der Tabelle um nichts mehr geht, wenigstens mal wieder für positive Nachrichten beim Löwen. Schließlich droht dem Klub nach der Schiedsrichterattacke vom Montag noch immer mindestens ein Geisterspiel. Ein Sportgerichts-Urteil wird Anfang der Woche erwartet.

In Fürth blieb auf den Rängen alles ruhig. Die Löwen-Fans freuten sich ausgelassen. Schließlich besiegten die Sechzger die Fürther mit 2:1 – dank Rösler, der gegen seinen Ex-Klub nicht nur wegen seiner ersten beiden Saisontore seine beste Saisonleistung zeigte und so eindrucksvoll bewies, wieso er derzeit als hängende Spitze klar die Nase vorne hat vor dem serbischen Winterzugang Djordje Rakic.

Gerade mal 38 Sekunden waren gespielt, als Antonio Rukavina an der rechten Außenlinie zum Flanken kam. Der Ball flog in hohem Bogen zu Rösler, der ihn mit der Fußspitze erwischte und ins Tor einschob. Die Fürther wurden kalt erwischt – die Löwen dagegen kamen nach dem Führungstreffer noch zu weiteren Torchancen. Allerdings versäumten es Holebas (7.), Aigner (13.) und Rösler (33.), die Führung gegen die in der ersten Halbzeit ziemlich indisponierten Fürther auszubauen.

Auch in der zweiten Halbzeit begannen die Löwen gut. Wenige Augenblicke nach dem Wiederanpfiff dribbelte sich Alexander Ludwig in den Strafraum, passte dann auf Sandro Kaiser, der statt des zuletzt schwachen Pappas links im Mittelfeld spielen durfte. Doch Fürths Keeper Grün wehrte Kaisers wuchtigen Schuss ab.

Nix war’s mit dem doppelten Blitzstart der Löwen. Und dann gaben sie das Spiel völlig unnötig wieder aus der Hand, luden die Fürther Offensive immer wieder zu Torchancen ein. Die Löwen hatten Glück, dass Allagui nach einer Stunde die Latte traf. Allaguis Sturmpartner Nöthe knallte die Kugel kurz darauf an den Pfosten. Acht Minuten später aber war Nöthe dann doch erfolgreich. Doch der Ausgleichstreffer war ein ziemlich kurioses Ding: Keeper Kiraly verschätzte sich zunächst beim Rauslaufen, dann klärten Beda und Ignjovski zwei Mal die Fürther Schussversuche auf der Linie, ehe Nöthe schließlich doch noch traf (68.). Und so stand es 1:1, womit alle auf dem Rasen lange Zeit halbwegs zufrieden schienen. Alle, bis auf Rösler und Stefan Aigner, der den Stürmer in der Nachspielzeit mustergültig bediente:

Rösler schoss die Löwen zum Sieg. Weil er einfach nicht aufgeben wollte.

fil, og.

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