Robert Reisinger - Der Chef von den Business-Sitzen

Robert Reisinger ist neuer Chef der Fußball-Abteilung bei 1860. Und Wolfgang Hauner rechnet ab. Wer der Neue ist, was er sagt - und warum es am Sonntag für eine Versammlung der Fußball-Löwen ungewöhnlich ruhig und gesittet zuging.
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Präsident Rainer Beeck (li.) gratuliert dem neuen Fußballabteilungsleiter Robert Reisinger zu dessen Wahl.
Rauchensteiner/Augenklick Präsident Rainer Beeck (li.) gratuliert dem neuen Fußballabteilungsleiter Robert Reisinger zu dessen Wahl.

MÜNCHEN - Robert Reisinger ist neuer Chef der Fußball-Abteilung bei 1860. Und Wolfgang Hauner rechnet ab. Wer der Neue ist, was er sagt - und warum es am Sonntag für eine Versammlung der Fußball-Löwen ungewöhnlich ruhig und gesittet zuging.

Das Schlusswort kam um 18.22 Uhr und natürlich vom neuen Chef höchstpersönlich. „Wir haben schwierige Aufgaben vor uns, aber ich habe keine Angst davor“, sagte Robert Reisinger, der am Sonntag auf der Mitgliederversammlung in Unterschleißheim zum neuen Abteilungsleiter gewählt wurde.

Bedeutsamer als die Wahl Reisingers war freilich die der 174 Delegierten. Das Ergebnis steht allerdings frühestens in einer Woche fest. Reisingers Wahl dagegen war schon am Sonntag fix. Denn 607 der 946 Wahlberechtigten stimmten für Reisinger, ein klarer Sieg mit fast Zweidrittelmehrheit für den 45-Jährigen. Fast doppelt so viele Stimmen wie der leicht favorisierte Gastronom Thomas Hirschberger. Dem Sausalitos- Wirt, der auf 304 Stimmen kam, half es da auch nichts, dass er am Sonntag im Ballhaus-Forum für das Catering gesorgt hatte.

Reisinger ist Löwen-Mitglied seit der Kindheit. Bis er 18 war, spielte er in der Jugend. Dann musste er die Laufbahn beenden. Knieschaden. Ein Dauerkarteninhaber von den Business-Seats, der sagt: „Ich möchte, dass sich bei uns alle Mitglieder wohlfühlen.“ Ein Mann der Mäßigung, wie überhaupt die gesamte fünfstündige Sitzung wenig aufgeregt ablief.

Mit Ausnahme der Abrechung von Wolfgang Hauner. Reisingers Vorgänger, der nicht mehr als Abteilungsleiter kandidierte. Erst dankte er OB Christian Ude und Finanzboss Markus Kern, weil sie den Deal mit Investor Nicolai Schwarzer platzen ließen. Dann dankte er Ernst Tanner, dem scheidenden Chef der Jugendabteilung und hoffte auf dessen Rückkehr. Verbunden mit dem Wunsch, dass dann „die, die dich vertrieben haben, Geschichte sind.“

Eine Attacke gegen die Vereinsspitze um Präsident Rainer Beeck und Geschäftsführer Manfred Stoffers, die aber die Vorwürfe nicht erwiderten. Womit es ihnen gelang, Ruhe im Saal zu bewahren. So ging es dann auch ruhig und gesittet zu. Für eine Versammlung der Fußball-Löwen, wo es zu Wildmoser-Zeiten fast zu Saalschlachten kam, ungewöhnlich ruhig.

S.Maurer, F. Kinast

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