Polizei-Verbot sorgt für Unverständnis: Paletten-Ärger bei Löwen-Gegner
Wenn das kleine, gallische Dorf zu seinem Spiel des Jahrhunderts nicht so viele Leute zulassen darf, wie es gerne würde. Wie Timo Engelhart, der Medienbeauftragte des SC Eltersdorf, in den Sozialen Medien erklärt, hat die örtliche Polizei dem Regionalliga-Aufsteiger im Duell gegen den TSV 1860 (Sonntag, 15 Uhr) im Elsner Sportpark die Verlegung von Europaletten zur Erhöhung der Zuschauerkapazität untersagt, was dem Verein sauer aufstößt.
"Quecken gegen 1860 München – wir haben in den vergangenen Wochen viel möglich gemacht, aber eine Sache wurde uns dann tatsächlich verboten", sagte Engelhart bei Instagram: "Und jetzt zu den Paletten, die ich angekündigt habe vor ein paar Wochen: Die dürfen wir tatsächlich nicht aufstellen: Die Polizei hatte etwas dagegen zwecks Brandgefahr." Paletten-Grant in Eltersdorf.
Andere Vereine durften Paletten für die Zuschauer aufstellen
Dabei zieht der kleine Viertligist, dessen Sportpark im Normalfall eine Kapazität von 3.000 Zuschauern hat, Vergleiche heran, dass bei einer anderen Partie mit 1860-Beteiligung und dem Pokalspiel von Zweitligist Nürnberg dieselbe Lösung von den örtlichen Sicherheitskräften durchgewunken worden seien: "Interessant ist allerdings, dass Wendelstein beim Totopokal gegen 1860 auf die Palettenlösung zurückgegriffen hat und der TSV Kornburg gegen den 1. FC Nürnberg hat auch auf Paletten zurückgegriffen."
Eltersdorf hätte "das auch gerne so umgesetzt. Am Ende tut es mir leid für die ganzen Zuschauer – auch für die Löwenfans, dass wir das nicht ermöglichen können."
Eltersdorf legt sich fürs Löwen-Heimspiel voll ins Zeug
Auch im letzten Auswärtsspiel der Blauen beim VfB Eichstätt (2:0) war eine improvisierte Paletten-Tribüne aufgebaut worden, damit sich die Zuschauer zumindest in zwei, drei Reihen hintereinander für einen guten Blick auf das Spielfeld aufstellen konnten.
Engelhart erklärte zudem, dass zusätzliche Verkaufsstände bereitstünden, extra Toiletten aufgestellt würden und die gesamte Internetkapazität für den Livestream des Bayerischen Rundfunks drauf gehe. Die "Quecken" bitten um eine öffentliche Anreise zum S-Bahnhof Eltersdorf, der sich in unmittelbarer Nähe zum Stadion befindet.
