Pfeifer ist endlich zurück bei 1860: "Den Wechsel bereue ich überhaupt nicht"
Gestatten: Pfeifer. Manuel Pfeifer. In den vergangenen Monaten war wohl Namensvetter und Ex-Löwe Marc-Nicolai Pfeifer, einst Finanz-Geschäftsführer des TSV und aktuell Vorstandsboss von Drittliga-Rivale Rot-Weiss Essen, durch die direkten Duelle und hartnäckige Abwerbungsversuche von Torjäger Patrick Hobsch wohl präsenter auf Giesings Höhen, ganz zum Leidwesen des Sommer-Neuzugangs aus Österreich.
"Ich bin einfach froh, dass ich nach so langer Zeit endlich wieder gespielt habe. Ich hatte viel Pech mit Verletzungen", erklärte Pfeifer nach dem 2:2 des TSV 1860 am vergangenen Sonntagabend gegen den SSV Jahn Regensburg sichtlich erleichtert: "Wenn du so lange nicht spielst, geht das an die Nerven."
Pfeifer bereut Wechsel nicht: "Mir taugt es extrem bei Sechzig"
Der 26-Jährige war nach AZ-Informationen als absolute A-Option auf der linken Schiene geholt worden, hatte sich direkt gegen Rückkehrer Kilian Jakob durchgesetzt und schließlich eine, wie viele Kollegen um Jakob, monatelange Verletzungsmisere zu beklagen. Gegen den Jahn hat der gebürtige Hartberger nun endlich ein gelungenes Comeback gegeben, gleichbedeutend mit seiner Startelf-Premiere unter Cheftrainer Markus Kauczinski. "Jetzt habe ich alles reingehauen, was ich habe. Ich konzentriere mich von Tag zu Tag", erklärte Pfeifer, der auf der seiner angestammten linken Seite zum Einsatz gekommen war.
"Ich bin persönlich super in die Saison gestartet, dann war es bitter mit den ersten Niederlagen und wir haben den Faden verloren", ließ Pfeifer über seine Anfangszeit bei 1860 unter Ex-Trainer Patrick Glöckner und dessen frühen Rauswurf Mitte September 2025 kurz Revue passieren und stellte klar: "Ich bin trotzdem froh, dass ich hier bin, den Wechsel bereue ich überhaupt nicht, mir taugt es extrem bei Sechzig."
Pfeifer wird für seine Geduld belohnt
Was die vergangenen Wochen unter Nachfolger Markus Kauczinski und die Wartezeit nach seinem Trainings-Comeback angeht, meinte er: "Ich weiß, was ich drauf habe und war geduldig."
Nun hat sich die Geduld in Form seines ersten Einsatzes über 90 Minuten seit über fünf Monaten und eines Kompliments von Sport-Boss Manfred Paula ausgezahlt. "Es ist schön zu hören, dass ich lobende Worte bekommen habe von Manfred Paula", so Pfeifer.
Es scheint fast, als würde der Mann aus der Steiermark künftig erst so richtig anfangen bei den Giesingern und kann daher für die Spielzeit 2026/27, für die er noch Vertrag hat, als Quasi-Neuzugang betrachtet werden – und weiter daran arbeiten, dass die Löwenfans den Namen Pfeifer eher mit einem aktuellen Profi in Verbindung bringen als mit einem Ex-Funktionär.

