Peter Cassalette: So lief das Treffen mit den Löwen-Fans

Präsidenten-Anwärter Peter Cassalette stellte sich am Mittwochabend den Fans des TSV 1860 vor. Bei der kommenden Mitgliederversammlung soll er zum Oberlöwen gewählt werden. Hier gibt's den Liveticker zum Nachlesen.
| Matthias Eicher
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Vom Löwen-Fan zum Ober-Löwen: Präsidenten-Anwärter Peter Cassalette.
sampics/Augenklick Vom Löwen-Fan zum Ober-Löwen: Präsidenten-Anwärter Peter Cassalette.

München - Am 15. November soll er zum neuen Präsidenten der Löwen gekürt werden. Peter Cassalette, Kandidat auf die Nachfolge von Ex-Löwenboss Gerhard Mayrhofer, dessen Amt von Sigi Schneider interimistisch fortgeführt wird, soll ins Führungschaos des TSV 1860 bald wieder etwas mehr Ordnung bringen.

Vor knapp zwei Wochen wurde der 62-Jährige bereits der Presse vorgestellt, nun ist dies auch an der Basis geschehen: Am Mittwoch stand Cassalette im Rahmen eines Infoabends der Fanklubs Pro1860 und Arge 1 den Fans in der Stadionwirtschaft des Sechzgerstadions Rede und Antwort.

Lesen Sie hier: Sportchef Kreuzer - Darum bin ich zu den Löwen gekommen

Sehen Sie hier den Liveticker zum Nachlesen:


21:30 Uhr: Das war's vom Infoabend mit Cassalette, Sitzberger und Co. - vielen Dank für's Mitlesen und einen schönen Abend. Auf Wiedersehen!

21:27 Uhr: Ein letztes Schlusswort von Vonavka, dann ist das Frage-Antwort-Spiel endgültig vorbei. Cassalette, Sitzberger und Helfer verlassen das Rednerpult. Und was bleibt? Einen ersten Eindruck konnte sich die Fan-Basis verschaffen, es wurde aber auch klar, dass Cassalette und Co. in vielerlei Dingen noch Einblick und Einarbeitunsgzeit fehlen. Und es bleiben viele offene Fragen. Die Wichtigste, sollte Cassalette denn gewählt werden: Kann er Ismaik zu einem Umdenken bewegen oder bleiben die Löwen am Tropf des Jordaniers? Oder gibt's gar eine Trennung vom Geldgeber? Fest steht schon eins: Es bleibt spannend beim Löwen. -

21:23 Uhr: Cassalette schließt mit den Worten: "Ich hoffe, dass ich bei der Mitgliederversammlung im Juni wieder vor Ihnen stehe und meine Versprechungen durch Taten untermauern konnte. Vielen Dank!" -

21:21 Uhr: Wettberg schaltet sich nochmal ein und fragt: "Wird es eine Einzelwahl sein?" Ja, wird es. Wettberg weiter: Wird der Präsident zuerst gewählt? Ebenfalls ja. -

21:20 Uhr: Eine witzige Wortmeldung: "Der Franz Hell hat noch gar nix gesagt, und er sagt immer was..." Cassalette nimmt die Aussage auf: "Der Franz Hell war übrigens derjenige, mit dem ich früher Fußball gespielt habe: bei Helios München. Als ich einmal ausgewechselt wurde und er für mich reingekommen ist, habe ich aufgehört", scherzt er. Gelächter im Saal. -

21:19 Uhr: Cassalette wird zu seinen Kontakten in die Wirtschaft gefragt: "Ich habe von Freunden und auch aus der Wirtschaft viel Zuspruch bekommen. Es gehört mit zu den Hauptaufgaben des e.V., Sponsoren zu suchen und uns unabhängiger zu machen. Wir brauchen mehrere solch tolle Löwen wie den hier, die in dieser Größenordnung den Löwen unter die Armen greifen", sagt er und deutet auf Sponsor und Vize-Kandidat Sitzberger. Er bezeichnet die Sponsorensuche als "Top drei oder Top fünf" seiner Aufgaben. -

21:16 Uhr: Nächste Frage: Welchen Kurs will Cassalette fahren, um die Darlehen von Ismaik aufzunehmen? Cassalette reagiert abwehrend, weil er dazu noch nicht gut genug in der Materie stecke: "Da will ich mich noch nicht festlegen. Haben Sie bitte Verständnis dafür, dass ich keine Aussagen treffen möchte, die mir in ein paar Wochen um die Ohren fliegen. In einigen Wochen können Sie gerne auf mich zukommen." -

21:14 Uhr: Jetzt wird's chaotisch: Sitzberger wird gefragt, ob er die Fragen der Mitglieder und die ganze Angelegenheit ernst nehme - weil er bei den Wortmeldungen mehrfach die Augen verdreht habe. Sitzberger ragiert angefressen: "Gegenfrage: Wieso muss ich mir so etwas unterstellen lassen? Mir geht es um 1860. Wenn jemand mit einem Problem an mich herantritt, werde ich mir das anhören." Cassalette versucht, die Wogen zu glätten: "Ich bin mir sicher, dass Herr Sitzberger das ernst nimmt." -

21:11 Uhr: Die nächste Wortmeldung: "Es ist eine Frechheit, dass wir kein Mannschaftsfoto haben!", echauffiert sich eine Löwen. Helfer erklärt: "Es stimmt schon: Früher hatten wir immer eins zum Anfang der Saison. Jetzt müssen wir warten, weil vielleicht noch der ein oder andere Spieler gekauft wird." -

21:08 Uhr: Cassalette jetzt über die Strategie der Löwen: "Das sind natürlich nur Worthülsen. Sie dürfen von uns noch nicht verlangen, dass wir alles schon alles konkret kommunizieren können. Ich habe mich als Fan und ans Vereinsmitglied schlecht informiert gefühlt. Wir kommunizieren schlecht. Es wird ein Ziel sein, eine vernünftige Informationspolitik zu schaffen." -

21:05 Uhr: Und jetzt hakt auch noch Schmidt ein: "Wir hatten heuer die Situation zum ersten Mal, dass wir im Januar das Geld für die Lizenzierung schon hatten. Zuvor haben wir nie gewusst, ob wir mit dem Geld planen können. Und diesmal haben wir nicht gewusst, in welcher Liga wir spielen." Letzten Endes drehen sich ie Löwen im Kreis: Sie hängen am Tropf von Ismaik. Jetzt spricht wieder Helfer: "Ich denke, wenn Peter gewählt wird, kann er runterfliegen und sehen, ob Ismaik wieder investiert." Cassalette fügt an - und spricht aus, was viele Fans gerne hätten: "Wir brauchen einen langfristigen Partner, der investiert. Wenn das nicht klappt, müssen wir uns nach einem Partner umsehen, der das macht." -

21:01 Uhr: Nächste Frage: "Soll das mit Investor Hasan Ismaik so weitergehen? Dass man behauptet, er investiere nicht, obwohl er in fünf Jahren 50 Millionen Euro hinlegen musste? Oder werden nur die Löcher immer größer, die er stopfen muss?" Cassalette antwortet: "Wir brauchen einen zuverlässigen Partner. Die Allianz Arena kostete uns mehr, als wir durch Zuschauereinnahmen, Sponsoring und Fernseheinnahmen stemmen können. Wenn Hasan Ismaik die Darlehen nicht abgelöst hätte, wären wir tot gewesen, der bayerische Fußballverband hätte uns in die vierte, fünfte Liga gesteckt. Wir wollen doch alle den sportlichen Erfolg. In der aktuellen Situation habe ich viel von einer Seite gehört. Jetzt muss ich mir die andere Seite anhören. Ich bin noch zu wenig in den Zahlen drin, da gibt es einige, die haben ich noch überhaupt nie gehört. Mein Ziel? Wir brauchen einen zuverlässigen Partner, der auch in Zukunft investiert." Helfer macht weiter: "Wir geben 25 Millionen aus, haben aber bloß 20. Und spielen jede Saison schlechter. Hier muss man doch anpacken. Wenn das so weitergeht, fahren wir gegen die Wand. Was für eine Firma gibt 25 Millionen aus, wenn sie nur 20 hat? Wer macht das? Dann müssen wir die Etat doch senken." -

20:55 Uhr: Jetzt geht's um die Fans, und zwar um das Thema Pyrotechnik. Sitzberger dazu: "Mir gefällt das auch, aber das schadet dem Verein und kostet Geld." Dem Mitglied war aufgestoßen, dass angeblich Rassismus und Pyrotechnik gleichgesetzt werde. Sitzberger verneint dies freilich. Er sei nur gegen beides, erklärt er. -

20:52 Uhr: Dann die nächste Wortmeldung, wieder über eine Rückkehr ins Grünwalder: Dem Fan ist unbegreiflich, warum man die Chance nicht ergreift, aus einem defizitären Stadion namens Allianz Arena ins Grünwalder, die Heimat, zurückzukehren: "Sechzig muss ins Sechzgerstadion!" Waggershauser, der als Mitglied der Stadionkommision direkt angesprochen wurde: "Wir prüfen, was möglich ist. Dazu gehört natürlich auch das Grünwalder Stadion. Mein Herzblut schlägt seit jeher für's Grünwalder. Nur: Dieses Stadion gehört nicht uns und es gibt gewisse Gegebenheiten. Diese Fakten müssen wir prüfen und das tun wir. Es gab und gibt die klare Aussage, dass ein Umbau als Dauerlösung nicht möglich ist." Ein Mitglied ruft dazwischen: "Reden wir jetzt darüber oder über die Kandidaten?" Daraufhin geht's mit der nächsten Frage weiter. -

20:45 Uhr: Jetzt ist wieder Wettberg dran: Er spricht über die Ära von Gerhard Poschner, in der sinnlos spanische Spieler gekauft wurden. Dann geht's drunter und drüber, weil Helfer plötzlich wieder über die Kreuzer-Verpflichtung spricht: "Selbst ich habe das aus der Zeitung erfahren. Ich finde, es gehört sich, dass man so etwas persönlich kommuniziert." -

20:41 Uhr: Cassalette antwortet: "Sie haben meine vollste Sympathie, die meisten Sachen unterschreibe ich auch. Ich habe die Transferpolitik auch nie ganz verstanden. Ich habe heute mit Basha und Markus Rejek über die Talente gesprochen: Man muss natürlich frühzeitig langfristige Verträge machen. Die Benders, und auch jetzt, solche Talente müssen wir halten oder dürfen sie nicht sp günstig abgeben." -

20:39 Uhr: "Ich möchte", sagt Wettberg, "und das ist ein Lebenstraum von mir, dass Sechzig diese Chance nun wahrnimmt. Die Jugend in München wieder zu binden. Ich habe vor Bayern-Anhänger noch Respekt, wenn sie vor 30 Jahren schon Anhänger waren. Aber es gibt auch viele Erfolgsfans. Der Löwe tickt anders." Und weil er schon einmal in Redelaune ist, moniert Wettberg die Terminierung des Spiels der Löwen gegen Duisburg: "Wie kann man ein Spiel an Allerheiligen stattfinden lassen, wenn die Leute zu den Gräbern gehen? Wenn man das früh genug angeht, kann man das bestimmt anders legen." Wettberg bringt auch noch ein Beispiel, bei dem Geschäftsführer Noor Basha eins abkriegt: , Er habe Trainer Benno Möhlmann nicht darüber informiert, dass man Oliver Kreuzer verpflichtet habe - und Möhlmann musste es in der Zeitung lesen. Fazit der Wettberg-Brandrede: Die Löwen brauchen Professionalität! Und: "Wir brauchen sportlichen Erfolg, um aus dieser Situation herauszukommen." -

20:34 Uhr: Und auch über die Stadionfrage wettert Wettberg: "Ismaik soll einmal sagen, was Sache ist. Und auch ein Dieter Reiter, weil leere Versprechungen können wir nicht mehr brauchen." Dabei gehe es auch um eine Rückkehr ins Grünwalder Stadion, die sich aus diversen Gründen wie der Sicherheitsfrage nicht endgültig klären lässt. Während andere Vereine wie Darmstadt Erfolg haben, bleibe Sechzig wegen solcher Dauer-Themen auf der Strecke. -

20:31 Uhr: Wettberg hat noch einen: Er spricht über die Vertragsverlängerung von Marius Wolf, die der Verein als Erfolg verkauft. "Das braucht mir keiner erzählen, die Fans sind doch nicht blöd. Er hat natürlich eine Ausstiegsklausel", schimpft Wettberg und nimmt den Verkauf von Julian Weigl in seine Argumentation hinzu: Man dürfe Talente - falls überhaupt - nicht unter Wert ziehen lassen" -

20:28 Uhr: Jetzt stellt Kult-Trainer Karsten Wettberg die nächste Frage, es geht um den Umgang mit Löwen-Ikonen: "Was mit einem Benny Lauth passiert ist, kann nicht Sechzig sein. Was man mit dem Kiraly gemacht hat - der ist jetzt noch so beieinander, dass er in der ungarischen Nationalelf fängt. Auch im Merchandising ein Riesenverlust. Solche Spieler fehlen der Jugend." Cassalette hakt ein, bevor Wettberg die Frage fertig formuliert hat: "Das mit Lauth hat mir auch im Herzen weh getan. Wir können es leider nicht so machen wie die da drüben (die Bayern), um jeden einzubinden. Aber ich teile diese Einschätzung zu hundert Prozent. Wir haben jetzt den Bernhard Winkler eingebunden und ich hoffe, dass wir auch einen Torsten Fröhling nun einbinden können." Applaus aus der Wirtschaft. -

20:24 Uhr: Eine Nachfrage zu Kirmaier: "Ist es endlich geklärt?" Nein, erklärt Waggershauser: "Die Verhandlung ist wegen Befangenheit vertagt worden." Und Schmidt ergänzt: "Der Anwalt von Kirmaier hat am Verhandlungstag gegen alle drei Richter einen Befangenheitsantrag gestellt. Wir warten derzeit auf die Klage gegen die Mitgliederversammlung. Aufhören wird er bestimmt nicht. Er wird auch gegen diese Versammlung klagen, weil er nicht eingeladen ist." Das Ganze werde wohl noch weitergehen. -

20:21 Uhr: Nächste Frage vom gleichen Mitglied an Helfer: "Du stellst Dich da hin und spricht so, als wäre alles in Ordnung. Du hast im Team mit Mayrhofer genug Zeit gehabt, um das zu tun. Wo sind da noch Deine Stärken?" Eine klare, aber womöglich etwas zu persönliche Ansage an Helfer. Der rechtfertigt sich: "Bitte sachlich bleiben. Ich kann nicht alles schlecht gemacht haben, sonst hätte mich der Verwaltungsrat nicht nochmal aufgestellt. Wegen der Kirmaier-Klagen konnte ich tatsächlich nicht so arbeiten, wie ich es wollte", gibt er zu. -

20:18 Uhr: Cassalette zur zweiten und diesmal ernsten Frage, warum er kurz vor der Mitgliederversammlung nach Mallorca in den Urlaub fuhr, und nicht schonmal zu Investor Hasan Ismaik: "Ich habe das schon vor Ewigkeiten gebucht. Meine Ehe ist sowieso schon einer Belastung unterzogen", rechtfertigt sich der 62-Jährige, gibt aber zu: "Ein gutes Gefühl hatte ich dabei aber nicht." Und macht weiter: "Gegen St. Pauli bin ich auch nicht da, wegen einer Aufsichtsrats-Tätigkeit." Er müsse nach Lissabon reisen, aber das Spiel werde er im Livestream sehen. Künftig werde er mehr Zeit und "großem Engagement" bei der Sache sein. Derzeit sei er jeden Tag "vier, sechs, acht Stunden am Tag" für Sechzig tätig. -

20:14 Uhr: Erste Wortmeldung: Ein in die Jahre gekommenes Mitglied spricht zur Stadionfrage. "Riem ist doch keine Heimat! Wo könntma hin? Giesing!" Allerdings war's nicht wirklich eine Frage, weswegen Cassalette und Co. auch nicht darauf antworten. Auch sowas gibt's bei Sechzig. -

20:12 Uhr: So, weiter geht's mit der Diskussionsrunde! Wir sind gespannt, wie unbequem die Fragen denn sein werden... -

20:01 Uhr: Helfer in eigener Sache: "Ich finde es nicht in Ordnung, wenn man sich in anonymen E-Mails beschimpfen lassen muss", sagt er über einige beleidigende Nachrichten, die er erhalten habe. "Das ist mir teilweise ganz schön an die Nieren gegangen", gibt er zu. Abschließend weiß er: "Es ist eine unseren ersten Amtshandlungen, dass wir die Zahlen bekommen. Es ist wichtig, dass wir denen auf die Finger schauen", sagt er hinsichtlich der Kontrollfunktion des Präsidiums gegenüber der KgaA. Und das war's erstmal von Helfer und den Ansprachen. Pause! In wenigen Minuten geht's weiter. -

19:58 Uhr: Nächster Sprecher ist Peter Helfer. Er spricht über die chaotischen Verhältnisse bei den Löwen, die immer wieder Trainer und Manager gefeuert haben: "Wir sind eigentlich nur zur Kontrolle der KgaA da. Wir haben uns früher oft eingemischt, in den letzten Monaten etwas schleifen lassen. Jetzt haben wir wieder professionelle Fachmänner an Bord" - in Benno Möhlmann und Oliver Kreuzer. Die müsse man arbeiten lassen. Helfer appelliert an alle Fans, zur Mitgliederversammlung ihres geliebten Vereins zu gehen, da dort wichtige Entscheidungen getroffen werden. Nicht nur 500, sondern 1000 Mitglieer sollen kommen. -

19:55 Uhr: Sitzberger weiter: "Wir wollen nicht nur ein Stadion bauen, sondern wir haben noch andere Baustellen: Wir bauen eine Turnhalle. Mir ist wichtig, den Präsidenten und die Strategie des Vereins zu unterstützen: Bei der Sponsorenfindung und auch bei anderen Themen", sagt er. Und verspricht - oder ist es gar eine Drohung? "Ich scheue mich nicht, bei 1860 auch unangenehme Entscheidungen zu treffen!" Er hoffe abschließend auf die Unterstützung der Fans am Sonntag und verabschiedet sich mit den Worten: Auf geht's Löwen - mia kehrn zam!" -

19:52 Uhr: Sitzberger zählt drei Dinge auf, die für ihn wichtig seien: Durchhaltevermögen, Ehrgeiz, Visionen. Dann verliert er sich etwas in alten Geschichten ruhmreicher Löwen-Zeiten. Das ehrt ihn zwar, aber einige Fans haben sich abgewendet und würden wohl lieber über Lösungen der großen Löwen-Probleme als Sitzbergers aktuelle Ausführungen zu sprechen. Jetzt sagt er aber etwas, worauf die Löwen stolz sein dürfen: "Unsere Jugend ist unser Kapital. Beim Julian Weigl hat es nix genutzt, den mussten wir verkaufen, um zu überleben", erklärt er. hofft aber, dass man es schaffe, "mit Richie Neudecker, dem nächsten solchen Talent" verlängern zu können. -

19:48 Uhr: Der stellt sich erst einmal vor und sagt: Ich bin seit 45 Jahren mit meiner Frau verheiratet und habe zwei wohlerzogene Kinder: Ich könnt Euch vorstellen, dass das Blaue sind", sagt er auf gut bayrisch. Und ergänzt: "Ich habe auch einen Enkel: Der ist Löwe auf Lebenszeit!" Sitzberger weiter über seine berufliche Karriere: Er ist gelernter KFZ-Mechaniker, danach hat er die Firma AHD Sitzberger gegründet, die derzeit Sponsor der Löwen ist ("Mia kehrn zam!"). Sitzberger glaubt: "Wenn ma mog, komma ois schaffa!" -

19:45 Uhr: Das war's erstmal von Cassalette: "Vielen Dank für die Aufmerksamkeit", sagt er - und übergibt an Sitzberger. -

19:45 Uhr: Cassalette kommt von selbst zum nächsten Punkt: Das Grünwalder Stadion. "Es ist unsere Heimat, auch meine Heimat. Wir haben immer das Thema eigenes Stadion. Klar ist: Wir wollen alle so schnell wie möglich aus der Allianz Arena raus. Wir haben aber Verträge, Verträge mit dem Nachbarn hier" - und meint die Bayern, "und auch Verträger mit der Cateringfirma (die dem Klub teuer zu stehen kommen). Können wir in Riem ein eigenes Stadion bauen? Ist es dann unsere Heimat? Können wir in der Zweiten Liga im Grünwalder Stadion spielen? Ich bitte hier um Geduld, um mich dezidiert in diese Thematik einzuarbeiten", sagt er. Und bezeichnet die Zeit bis zur nächsten Wahl in sechs Monaten erneut als "Probezeit". Er verspricht aber: Er werde in dieser Zeit seine Ansicht zur Stadionfrage kommunizieren. -

19:40 Uhr: Jetzt gibt er Auskunft darüber, dass er "ein Präsident des Gesamtvereins" sein möchte. Er fragt: "Wie kriegen wir diesen Verein wieder näher zusammen? Das Zusammengehörigkeitsgefühl muss besser werden und das darf nicht immer nur mit dem Fußball abhängen. Sondern mit den anderen zwölf Abteilungen." -

19:37 Uhr: Zur aktuellen sportlichen Situation sagt er: "Wir haben gegen St. Pauli wieder ein schweres Spiel vor uns. Wir werden sehen, wie sich die Situation bis zur Winterpause entwickelt. Und wir werden sehen, ob Geld da ist, damit wir uns im Winter verstärken können, oder ob es nötig sein wird." -

19:36 Uhr: Das Konzept des Präsidentschaftskandidaten: Zum Einen wolle er das Verhältnis zum Investor verbessern: "Momentan ist Waffenruhe", sagt er und erntet Gelächter für seine derbe Wortwahl. Cassalette weiter: "Der Mensch hat sehr viel Geld in diesen Verein gesteckt, warum auch immer. Er ist jetzt seit vier Jahren dabei und wir haben uns nicht merklich verbessert. Das ist für ihn und für uns alle frustrierend. Deshalb möchte ich schnellstmöglich Kontakt mit ihm aufnehmen, damit wir das Ganze bald noch besser gestalten." Aus der Wirtschaft ertönt: "NOCH besser ist gut!" Cassalette dazu: "Es geht auch immer schlechter. Ich habe den Eindruck, dass es momentan schon etwas besser geworden ist." -

19:32 Uhr: Cassalette jetzt zu seinen früheren Jobs: "Ich war jahrelang einer der Geschäftsführer der FTI Touristik, hatte mehrere Führungspositionen wie beispielsweise bei der Allianz". Der Unterschied zu seiner jetzigen, anstehenden Aufgabe: "In einer Versicherung geht wenig mit Herzblut. Jetzt sieht das anders aus", sagt er. Und erklärt, dass er vor sechs Jahren schon einmal nahe dran war, ein Amt bei den Löwen zu übernehmen. Er konkretisiert aber nicht, um welches Amt es sich dabei handelte. -

19:30 Uhr: Jetzt geht's zu den wichtigen Punkten: die Allianz Arena. "Es war zumindest rechtlich am Anfang unser Stadion. Am Anfang fand ich es toll, aber mittlerweile sehe ich es anders. Meine Meinung ist zwar, dass ich dahingehe, wo mein Verein spielt, aber es ist jetzt nicht mehr unsere Heimat", so der 62-Jährige. Und erntet Beifall für seine Anmerkung, dass er seinen Verein überall sehen wolle - und egal, ob er gewinnt oder verliert. -

19:27 Uhr: Cassalette spricht auch noch über das Pokal-Los: "Gut, dass es nicht die Bayern geworden sind: Auch aus finanzeller Sicht wäre es wichtig, vielleicht noch eine Runde weiterzukommen." -

19:27 Uhr: Der Oberlöwen-Kandidat weiter: "Es ist natürlich ein großer Traum, Präsident zu werden, aber auch eine schwere Bürde. Ich habe heute mit der Geschäftsführung gesprochen und auch mit Oliver Kreuzer (neuer Sportchef, Anm. d. Red). Wir haben einen neuen Trainer geholt, einen neuen Manager geholt - eigentlich sind jetzt alle Voraussetzungen erfüllt, um endlich wieder erfolgreich zu sein. Das ist ein tiefer Stachel in der Löwen-Seele und wir müssen schauen, bald aus dieser Situation herauszukommen." -

19:25 Uhr: Cassalette: "Ich bin schon als kleiner Junge zu den Löwen-Spielen gegangen und habe früher dem Radi den Ball hingeworfen, als er am Tor vorbeigegangen ist", sagt er über die glorreiche Zeit der Löwen, als Sechzig mit Petar Radenkovic im Tor 1966 Meister wurde. Er sei außerdem "mit den Löwen durch alle Höhen und Tiefen gegangen: Ich bin nach der Meisterschaft mit wehender Fahne zum Marienplatz geradelt, war zu Bayernliga-Zeiten auf den unmöglichsten Plätzen in Weiden und Frohnlach. Ich habe gelernt, ein Löwe zu sein, bin seit 1977 Mitglied und in den meisten Jahren Dauerkarten-Besitzer. Und jetzt stehe ich auf einmal vor Ihnen und soll mich zum Oberlöwen wählen lassen." -

19:22 Uhr: So, jetzt sind die Präsidiums-Kandidaten dran. Angefangen mit Cassalette: "Erstmal einen schönen guten Abend, liebe Löwinnen und Löwen. Ich hoffe, dass ich gewählt werde. Das hängt natürlich von Ihnen ab. Ich werde Ihnen erst einmal etwas von mir erzählen", beginnt er. -

19:21 Uhr: Waggershauser über die Argumente pro Cassalette: "Er hat eine lange Löwen-Vita, ist Mitglied seit 1977, er hat Fühungsqualitäten, ist ein Teamplayer und hat sehr viel Zeit". Ganz wichtig sei es, dass sich der neue Oberlöwe um ALLE Abteilungen kümmere, und nicht nur die ausgegliederte KgaA. Das sei aus seiner Sicht bisher zu kurz gekommen. Auch Sitzbergers lange Verbundenheit mit den Löwen habe die Präsidentenfindungs-Kommission überzeugt. -

19:19 Uhr: Waggershauser erntet einen ersten Beifall, als er anspricht, dass sich eine Zeitung über die Tatsache mokiert habe, dass man die alten Verwaltungsräte gefragt habe, ob sie für das Präsidium kandidieren würden. Es sei aus Respekt vor allen Beteiligten eine Selbstverständlichkeit, dass man jede Person frage, die bereit sei, für Sechzig ein Ehrenamt zu übernehmen. Und er bestreitet, dass es der Fall gewesen sei, dass man keine Kandidaten gefunden habe. -

19:14 Uhr: Er erklärt weiter: "Wir hatten neun Kandidaten in der Vorauswahl, zwei haben zurückgezogen und dann hatten wir drei Anwärter in der Endauswahl." Am Ende ist Cassalette übrig geblieben. Wichtig für das neue Präsidium, das "vor gewaltigen Aufgaben" stehe, sei die Tatsache, dass in Schmidt und Helfer zwei Männer an Bord bleiben, die bereits in die Materie eingearbeitet sind und den beiden Neuen beistehen können. -

19:12 Uhr: Jetzt ist Christian Waggershauser dran und erklärt: "Interimspräsident Sigi Schneider hat uns von vorneherein klargemacht, dass er das Amt nur bis Herbst ausführen kann." Daraufhin habe der Verwaltungsrat ein Präsidenten-Findungs-Komitee gegründet und "den ganzen Sommer durch ein Casting" gemacht. Viele hätten eine völlig falsche Vorstellung davon, welche Aufgaben auf einen Präsidenten des TSV 1860 zukommen, so Waggershauser. -

19:10 Uhr: Hans Vonavka vom Fanklub Pro1860 beginnt mit den einleitenden Worten. Nach seiner Begrüßung erklärt er: "Mit den Leuten, die sich zur Wahl stellen, auf Du und Du zu sein und gewichtige Fragen stellen" sei heute entscheidend. Er wisse nicht, ob er Cassalette und Co zu ihrem Entschluss gratulieren oder sie betrauern soll, witzelt er - wohlwissend, dass das Präsidentenamt der Löwen nicht gerade der Traumjob schlechthin ist. -

19:06 Uhr: Die Tische sind alle rammelvoll, einige Fans stehen schon. Langsam scheint sich auch am provisorisch aufgebautem Rednerpult, bestehend aus zwei Stehtischen, etwas zu tun. Der Mikrofoncheck ist abgeschlossen, jetzt fehlen nur noch die baldigen Oberlöwen - sollten sie es denn werden. -

19:02 Uhr: So, nun ist es 19 Uhr - es scheint aber noch ein bisschen zu dauern, bis es losgeht. Cassalette und Co. sitzen gemütlich an ihrem Tisch, einige Nachzügler strömen noch in die Stadionwirtschaft. An die 100 Löwen haben sich bereits hier versammelt. -

18:53 Uhr: Um was wird's heute vorrangig gehen bei der Vorstellung des noch zu wählenden Präsidiums? Es sind die Dauerbrenner an der Grünwalder Straße: Die Stadionfrage, das komplizierte Verhältnis zu Investor Hasan Ismaik. Auch die sportliche Talfahrt des Tabellen-Vorletzten der Zweiten Liga dürfte zur Sprache kommen. -

18:51 Uhr: Cassalette sagt auch zur AZ Servus. Und verspricht: "Ich werde sicherlich nicht nur eine Marionette werden." -

18:48 Uhr: Jetzt sind sie in der Stadionwirtschaft eingetroffen: Cassalette und Sitzberger betreten den Raum. Sie sprechen erstmal mit Organisator Poschet und schütteln zahlreiche Hände. -

18:47 Uhr: Protagonist Cassalette und auch Hans Sitzberger lassen noch auf sich warten. Cassalette, der sich im Präsidenten-Casting des TSV 1860 gegen Saki Stimoniaris durchsetzte, beschreibt hier, wie er die Auswahl erlebte: So lief die Präsidentensuche - Cassalette: "Entscheidet Euch endlich!" -

18:42 Uhr: Allesfahrer Roman Wöll hatte bereits am Nachmittag eine Vorahnung, dass es eine interessantes Event werden wird: "Da werden bestimmt auch einige unbequeme Fragen gestellt. Ich bin gespannt, was Cassalette dazu zu sagen hat." -

18:41 Uhr: Außerdem erblicken wir ein echtes Löwen-Unikat: Stüberl-Wirtin Christl Estermann lässt sich den Infoabend nicht entgehen - wie gewohnt im knalligen Outfit. -

18:38 Uhr: Langsam aber sicher trudeln sie ein, die Löwen: Peter Helfer, der sich am Sonntag als Vize-Präsident zur Wahl stellen wird, sagt Servus und erkundigt sich: "Wie war das Training?" Möhlmann hatte am Nachmittag zur ersten Einheit nach zweieinhalb freien Tagen gebeten - er hatte dabei nur eine Rumpftruppe zur Verfügung. -

18:33 Uhr: Christian Poschet, ARGE-Vorstand und Mitorganisator des Infoabends, ist auch schon eingetroffen und erklärt die Zweck der Veranstaltung: "Wir wollen den Mitgliedern die Möglichkeit geben, im Vorfeld den Präsidenten kennenzulernen und wichtige Fragen zu stellen" Am Sonntag soll Cassalette im Rahmen der Mitgliederversammlung im Zenith zu, Präsidenten gewählt werden. -

18:30 Uhr: Servus aus der Stadionwirtschaft des Sechzgerstadions! Die ersten 15, 20 Löwen-Mitglieder sind schon eingetroffen und blicken diesmals ausnahmsweise auf einen unbeleuchteten Rasen im Grünwalder. In einer halben Stunde werden die potenziellen, neuen Oberlöwen die Fragen der Fan-Basis beantworten. -

14:43 Uhr: Herzlich Willkommen, liebe Leser! Heute Abend zur Löwen-Prime-Time laden die Fanorganisationen PRO1860 und die Arge Region 1 zum Infoabend in die Stadionwirtschaft ein. Dabei werden sich die Präsidentschaftskandidaten Peter Cassalette, Hans Sitzberger und Peter Helfer den kritischen Fragen der Fans stellen. Wir begleiten die Veranstaltung ab 19 Uhr live. -

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