Perfekt! Kurz wird ein Roter Teufel

Ist Marco Kurz nur ein Notnagel, weil die Wunschkandidaten absagten? Der Ex-Löwentrainer freut sich dennoch auf die Aufgabe beim FC Kaiserslautern. Der 40-Jährige will den Zweitligisten zurück in die Bundesliga führen.
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Feuert künftig die Roten Teufel als Trainer an: Marco Kurz.
Bongarts/Getty Images Feuert künftig die Roten Teufel als Trainer an: Marco Kurz.

KAISERSLAUTERN - Ist Marco Kurz nur ein Notnagel, weil die Wunschkandidaten absagten? Der Ex-Löwentrainer freut sich dennoch auf die Aufgabe beim FC Kaiserslautern. Der 40-Jährige will den Zweitligisten zurück in die Bundesliga führen.

Nach der Absage von Franco Foda und dem DFB-Verbot für Heiko Herrlich plant Zweitligist 1. FC Kaiserslautern mit dem neuen Trainer Marco Kurz die Rückkehr in die Bundesliga. Der gebürtige Stuttgarter unterzeichnete bei den Pfälzern am Donnerstag einen Vertrag bis Ende Juni 2011. Dass er nach der Absage von Foda und dem Veto für Herrlich bei den Roten Teufeln nur dritte Wahl war, konnte Kurz nicht von einem Engagement auf dem Betzenberg abhalten.

„Ich freue mich sehr auf die Aufgabe beim FCK, die ich aus vollster Überzeugung antrete. Mich erwartet ein fußballverrücktes Umfeld mit großartigen Fans und einem beeindruckenden Stadion. Ich möchte mithelfen, in den kommenden Jahren gemeinsam einen erfolgreichen Weg zu gehen“, sagte der 40-Jährige, der Ende Februar bei Lauterns Ligakonkurrenten 1860 München entlassen worden war.

Die Einigung mit dem ehemaligen Bundesliga-Profi Kurz beendete beim pfälzischen Traditionsklub am Donnerstag eine von Absagen überschattete Trainersuche. Der neue Coach der "Roten Teufel" wird am Freitagmittag vorgestellt und am Montag dann mit einem Fitnesstest ins Training einsteigen. Als Cheftrainer arbeitete Kurz, der insgesamt 300 Bundesligaspiele absolvierte, bislang für den SC Pfullendorf und für die Sechziger.

„Mit Marco Kurz konnten wir einen jungen deutschen Trainer für die Aufgabe beim FCK gewinnen. Er verfügt über Erfahrung in der Arbeit bei einem Traditionsverein und hat zuletzt bei 1860 München mit einigen jungen Spielern gearbeitet, die sich unter seiner Führung wesentlich weiterentwickelt haben. Mit ihm gehen wir gut gerüstet in die bevorstehende Spielzeit und können nun gemeinsam die Kaderplanung abschließen“, sagte FCK-Vorstandschef Stefan Kuntz.

Zuletzt hatte sich die seit sechs Wochen anhaltende Suche nach einem Nachfolger für Milan Sasic als äußerst problematisch erwiesen. Wunschkandidat Franco Foda, mit dem Kuntz 1990 DFB-Pokal-Sieger geworden war, hatte aus persönlichen Gründen abgesagt. DFB-Trainer Heiko Herrlich hatte dagegen Interesse am FCK gezeigt, sich aber dem Veto von DFB-Sportdirektor Matthias Sammer beugen müssen. „Das hat mich zwei Wochen gekostet“, sagte Kuntz, der nach der Verpflichtung von Kurz seinen Fokus nun auf die Transfers neuer Spieler legt.

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