Osako: "Ich richte mich viel nach Benny Lauth"

Beim 0:3 der Löwen im Test gegen Hoffenheim debütiert der Japaner Yuya Osako für den TSV 1860. . „Man sieht, dass ihm die Kraft noch fehlt“, sagt Trainer Friedhelm Funkel über ihn.
| Maximilian Wessing
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Yuya Osako und sein erstes Spiel: Die Bilder vom Test gegen Hoffenheim
Rauchensteiner Yuya Osako und sein erstes Spiel: Die Bilder vom Test gegen Hoffenheim

Hoffenheim - Die Kollegen durften nach dem 0:3 in Hoffenheim Duschen, als Yuya Osako sich, umringt von einigen Reportern, in eine leere Kabine des Hoffenheimer Dietmar-Hopp-Stadion setzte und geduldig Fragen beantwortete. Das Spiel hatte 1860 klar mit 0:3 verloren gegen den Bundesligisten, doch das Ergebnis interessierte keinen so richtig. Wichtig war nur: Osako. Und seine ersten 45 Minuten im Löwen-Trikot.

Sogar aus Berlin waren einige Korrespondenten japanischer Zeitungen angereist in den Kraichgau. „Wir stehen noch ganz am Anfang“, sagte Osako etwa. Und: „Ich selbst bin noch nicht ganz auf der Höhe, habe noch viel Raum nach oben.“ In der zweiten Halbzeit hatte Trainer Friedhelm Funkel Osako und seinen Sturmpartner Benny Lauth aufs Feld geschickt. Die beiden harmonierten gar nicht mal so übel. Lauth war weitaus öfter am Ball als zuletzt in der Zweiten Liga, er rannte viel, sah sich immer wieder nach Osako um. „Benny ist sehr erfahren, ich richte mich viel nach ihm. Wir werden jetzt versuchen, noch besser zu harmonieren“, sagte Osako, der sich immerhin zwei Großchancen erarbeitete. Erst blockte ein Hoffenheimer einen Schlenzer aus kurzer Distanz ab, dann umlief er Hoffenheims Torwart Jens Grahl, der im Nachfassen aber Osakos ersten Löwen-Tor verhinderte. „An guten Tagen mache ich daraus mindestens ein Tor", sagte Osako.

Auch Funkel war nicht unzufrieden: „Man sieht, dass ihm die Kraft noch fehlt. Aber man hat schon gesehen, dass er ein guter Spieler ist. Er hat sich gut bei uns eingefunden.“ Das bestätigte der 23-Jährige auch selbst. „Ich habe kein Heimweh und fühle mich schon sehr wohl“, sagte er.

Seit zehn Tagen ist Osako nun bei den Löwen. Die AZ protokolliert die ersten Tage der Sturmhoffnung:

6. Januar: Rund 20 Löwenfans begrüßen Osako euphorisch am Flughafen, einer hängt ihm gleich einen Löwen-Schal um den Hals. Die 1860-Bosse hätten ihm den Rummel gerne erspart, sind nicht zum Flughafen gekommen.

7. Januar: Osako unterschreibt bis 2017 – und posiert gemeinsam mit Präsident Gerhard Mayrhofer und Sportchef Florian Hinterberger mit einem Löwen-Trikot. Auf dem Trikot steht die Nummer 18 – die er bald schon wieder los ist, weil die bereits Andreas Neumeyer gehört und die DFL Nummernwechsel verbietet. Ohne Nummer trifft Osako vier Minuten nach Beginn des ersten Trainings gleich das Tor. Ansonsten macht er ziemlich große Augen ob der vielen neuen Eindrücke. „Ich kenne meine Rolle. Ich will viele Tore machen und aufsteigen“, sagt er.

8. Januar: Zum ersten Mal in seinem Leben absolviert Osako eine Laktattest. Mit an seiner Seite: Übersetzer Kim Dämpfling, den 1860 von der Pressekonferenz weg engagiert hat.

10. Januar: Christl Estermann, die Wirtin des Löwenstüberls, verspricht, nach Osakos ersten Treffer für 1860 Sushi anzubieten im Stüberl.

12. Januar: Nummernsalat? Das Problem mit der Rückennummer hat sich erledigt. Nach dem Abgang von Stürmer Rob Friend in die MLS zu LA Galaxy, übernimmt Osako dessen 9 – die Osako schon in Japan bei den Kashima Antlers trug. Auch die Wohnung des Kanadiers in Bogenhausen wird künftig von Osako bewohnt.

15. Januar: In Moritz Volz hat Osako jetzt auch einen Zimmergenossen fürs Trainingslager. Volz kündigt an, Japanisch lernen zu wollen. Maximilian Wessing

 

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