Noten zum TSV 1860 gegen Schweinfurt: Eberwein erster Torschütze der Sechzger-Freiheitskämpfer, Niederlechner unglücklich

Der TSV 1860 kommt gegen den 1. FC Schweinfurt nicht über ein 2:2 hinaus. So hat der AZ-Reporter die Giesinger gesehen. Die Mannschaft von Trainer Alper Kayabunar in der Einzelkritik.
Matthias Eicher
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Eberwein trifft zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich gegen Schweinfurt.
Eberwein trifft zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich gegen Schweinfurt. © IMAGO/PresseFoto Evans

VITUS EICHER – NOTE 3: Der 35-jährige Löwen-Oldie hatte vor seiner Reaktivierung zuletzt am 12.12.2024 als Heidenheims Reservekeeper in der Conference League gegen Basaksehir (1:3) im Kasten gestanden. Am 01.08.2026 musste er nach nur zwei Minuten ohne Abwehrchance hinter sich greifen. Hielt den Strafstoß, im Nachschuss trotzdem geschlagen. Klärte riskant-gekonnt im Herauslaufen (79.).

JULIAN BELL – NOTE 2: Der Rückkehrer von Chemie Leipzig beackerte die rechte Abwehrseite und zeigte sich dabei als bissiger, leidenschaftlicher Zweikämpfer, der eine gute Schweinfurter Chance auf das frühe 0:2 vereitelte (19.). Offensiv fleißig, Flanken-Assistgeber zum Ausgleich.

FELIX WEBER – NOTE 4: Der Aufstiegskapitän der Saison 2017/18 agierte in der Innenverteidigung wie damals robust und zweikampfstark. Unglücklich: Fälschte den Ball vor dem 0:1 ab. Verpasste im Fallen das 2:1 (54.).

LASSE FAßMANN – NOTE 3: Webers Nebenmann konnte durchaus an seine gefälligen Leistungen in der Dritten Liga anknüpfen. Die ersten beiden gewonnenen Zweikämpfe gingen auf sein Konto, rettete in höchster Not auf der Linie (62.).

Fiedler verursacht fragwürdigen Elfmeter

LANCE FIEDLER – NOTE 3: Der junge Linksverteidiger (18) schob nach dem frühen Rückstand oft an, trat Standards und hat gefährliche Einwürfe im Repertoire. Bitter: Verursachte den fragwürdigen Strafstoß.

CRISTIAN LEONE – NOTE 3: Der quirlige Rechtsaußen (21) zeigte sich nach dem 0:1-Schock als Aktivposten. Ging mit seinem Talent (Spielwitz, Technik, Tempo) etwas zu schludrig um, weil zu fehlerbehaftet.

RAPHAEL WACH – NOTE 3: Der hochaufgeschossene Abräumer lief und kämpfte neben Dressel, was das Zeug hielt. Gewann dabei viele Bälle oder verhinderte Schnüdel-Konter.

Dressel gegen Schweinfurt nicht ohne Fehler, aber wichtige Säule

DENNIS DRESSEL – NOTE 3: Urlöwe, Rückkehrer, neuer Kapitän. Der 27-Jährige empfindet es als "große Ehre und gleichzeitig auch eine große Verantwortung", die Binde tragen zu dürfen. Ging voran, dirigierte, kämpfte, verteilte viele Bälle, zog gefährlich ab (21.). Nicht ohne Fehler, aber wichtige Säule.

EMRE ERDOGAN – NOTE 3: Der erste nennenswerte Schussversuch des 19-jährigen Linksaußens wurde geblockt (25.), vergab auch per Kopf (59.). Zeigte sich zwar bemüht, lange ineffektiv - dann schlug er die Flanke auf Calderons Kopf zum 2:2.

MICHAEL EBERWEIN – NOTE 2: Der Neuzugang vom BVB II präsentierte sich engagiert, lief viel um Niederlechner herum. Holte sich ein frühes Schläfen-Pflaster ab - und behielt vor seinem mustergültigen Abschluss zum 1:1 dennoch die Ruhe (34.). Historisch: Erster TSV-Torschütze der Sechzger-Freiheitskämpfer in der Liga.

FLORIAN NIEDERLECHNER – NOTE 4: Das neue, alte Giesinger Gesicht im Sturm verpasste den Ausgleich jeweils per Kopf (5.) und Abstauber (21.) knapp. Auch danach öfter nahe dran, aber entweder unglücklich oder ein bisserl zu spät.

Joker Calderon sticht sofort

LORIS HUSIC – NOTE 3: Der junge Österreicher ersetzte Wach nach dem 1:2 und kurbelte Sechzigs Offensivspiel mit mehreren präzisen Zuspielen an.

ARIAN CALDERON – NOTE 2: Das brasilianische Kraftpaket kam für den blassen Niederlechner, warf seinen wichtigen Körper rein - und köpfte sofort das umjubelte 2:2 (70.). Das 3:2 sollte nicht sein (89.).

MARK GEVORGYAN und FABIO WAGNEROHNE NOTE: Kamen jeweils zu spät für eine Bewertung. 

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  • Etty Buffmeyer vor 42 Minuten / Bewertung:

    Die Notenvergabe ist wie auch die Leistung der 60er in Ordnung, mit einer Ausnahme: den Standfußball von Dennis Dressel mit einer 3 zu bewerten und ihm zu attestieren, dass er voranging und kämpfte, zeugt nicht gerade von objektivem Sportjournalismus. Erfreulich die Darbietungen von Erdogan, Bell und der beiden Torschützen.

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