Noten zum TSV 1860 gegen den SSV Ulm: Flutschfinger von Dähne bleibt folgenlos, eine Fünf für Sechzig

Der TSV 1860 gewinnt das erste Spiel nach dem Kader-Knall gegen den SSV Ulm mit 3:2. So hat der AZ-Reporter die Löwen gesehen. Die Mannschaft von Trainer Markus Kauczinski in der Einzelkritik.
von  Matthias Eicher
Durfte gegen den SSV Ulm starten: Maximilian Wolfram.
Durfte gegen den SSV Ulm starten: Maximilian Wolfram. © IMAGO

Der TSV 1860 gewinnt nach sechs Spielen ohne Sieg gegen den SSV Ulm. Im Grünwalder Stadion steht am Ende ein 3:2 auf der Anzeigetafel. Die AZ-Einzelkritik zu den Löwen:

Flutschfinger von Dähne bleibt folgenlos

THOMAS DÄHNE - NOTE 2: Der Pranken-Dähne. Erste Aufwärm-Parade gegen Kölle (5.), es folgten Glanzparaden gegen Röser (6.), Kölles (32.) und wieder Röser (45.). Dazwischen konnte er gegen Chessa erst im Nachfassen klären – der Flutschfinger blieb folgenlos (22.). Bei den Gegentoren chancenlos.

MARVIN RITTMÜLLER - NOTE 4: Mühte sich als rechtes Glied der Dreierkette hinten nicht gut, eher ausreichend. Etwas undankbare Position für den 1,78 Meter kleinen, eigentlichen Flügelflitzer im Hinblick auf Kopfball-Duelle.

RAPHAEL SCHIFFERL - NOTE 4: Der erste geschasste Löwe, der starten durfte. Engagiert wie immer, nicht so bärenstark wie zuletzt, etwa am 1:2 beteiligt. Seine Mentalität könnte 1860 aber dennoch fehlen.

Blieb zwischenzeitlich bewusstlos liegen: Thomas Dähne.
Blieb zwischenzeitlich bewusstlos liegen: Thomas Dähne. © IMAGO

Danhof trifft per Freistoß

SIEMEN VOET - NOTE 4: Der Belgier ist in Sachen Mentalität ein Vorbild, warf sich auch heute in die Zweikampfduelle. Agierte aber nicht ganz sattelfest.

TIM DANHOF - NOTE 2: Marschierte mehrfach, aber den Fans gegen bissige Ulmer wohl nicht oft genug, nach vorne. Verpasste mit einem wuchtigen Schuss aus 14, 15 Metern das 1:0. Aus bester, zentraler Freistoßposition machte er ihn dann herrlich rein.

THORE JACOBSEN - NOTE 4: Der zweite geschasste Löwe ließ wie gewohnt die Kugel zirkulieren, leistete sich dabei den ein oder anderen Fehler. Was 1860 wohl auch bewog, den Vertrag nicht zu verlängern: brachte kaum die berühmte Verti8kalität ins Spiel, passte oft zurück.

Jubelte nach seinem Tor ausgelassen: Tim Danhof.
Jubelte nach seinem Tor ausgelassen: Tim Danhof. © IMAGO

Pfeifer defensiv in Ordnung 

SAMUEL ALTHAUS - NOTE 4: Engagierter Auftritt im Mittelfeld, doch zu oft marschierten die Spatzen an ihm vorbei. Zur Pause ausgewechselt.

MANUEL PFEIFER - NOTE 3: Der lange verletzte Sommer-Neuzugang verspricht einiges. Defensiv in Ordnung, vorne unter anderem mit einer präzisen Flanke auf Haugen (25.).

KEVIN VOLLAND - NOTE 4: Sein Löwenherz ließ ihm keine Wahl, als sich reinzuhängen. Gab teils gute Impulse, aber auch längere Auszeiten.

Wolfram kann nicht auf sich aufmerksam machen

SIGURD HAUGEN - NOTE 3: Der 14-Tore-Mann war Nummer 15 mehrfach recht nahe. Er hatte bei Pfeifers Flanke das falsche Kopfball-Timing, vergab alleine vor Ortag (28.) und (43.) sowie nach der Pause gleich nochmal (49.). In der Kreisliga würde man sagen: Chancentod – und dann wuchtete er ihn traumhaft rein.

MAXIMILIAN WOLFRAM - NOTE 5: Der dritte geschasste Löwe konnte nicht wirklich auf sich aufmerksam machen. Hatte ein, zwei Aktionen, musste zur Pause aber runter.

DAMJAN DORDAN - NOTE 3: Der Junglöwe kam zur Pause und bemühte sich darum, das Spiel der Blauen zu ordnen. Dies gelang besser als Vorgänger Althaus.

Legte sich mit Ulms Keeper Christian Ortag an: Florian Niederlechner.
Legte sich mit Ulms Keeper Christian Ortag an: Florian Niederlechner. © IMAGO

Steinkötter legt das 3:1 auf 

JUSTIN STEINKÖTTER - NOTE 2: Der Angreifer durfte ebenfalls ab Minute 46 ran. Holte den Freistoß vor dem 1:0 heraus und legte das 3:1 auf.

SEAN DULIC und FLORIAN NIEDERLECHNER kamen zu spät für eine Bewertung.

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