Noten zum TSV 1860 gegen den SSV Ulm: Flutschfinger von Dähne bleibt folgenlos, eine Fünf für Sechzig
Der TSV 1860 gewinnt nach sechs Spielen ohne Sieg gegen den SSV Ulm. Im Grünwalder Stadion steht am Ende ein 3:2 auf der Anzeigetafel. Die AZ-Einzelkritik zu den Löwen:
Flutschfinger von Dähne bleibt folgenlos
THOMAS DÄHNE - NOTE 2: Der Pranken-Dähne. Erste Aufwärm-Parade gegen Kölle (5.), es folgten Glanzparaden gegen Röser (6.), Kölles (32.) und wieder Röser (45.). Dazwischen konnte er gegen Chessa erst im Nachfassen klären – der Flutschfinger blieb folgenlos (22.). Bei den Gegentoren chancenlos.
MARVIN RITTMÜLLER - NOTE 4: Mühte sich als rechtes Glied der Dreierkette hinten nicht gut, eher ausreichend. Etwas undankbare Position für den 1,78 Meter kleinen, eigentlichen Flügelflitzer im Hinblick auf Kopfball-Duelle.
RAPHAEL SCHIFFERL - NOTE 4: Der erste geschasste Löwe, der starten durfte. Engagiert wie immer, nicht so bärenstark wie zuletzt, etwa am 1:2 beteiligt. Seine Mentalität könnte 1860 aber dennoch fehlen.

Danhof trifft per Freistoß
SIEMEN VOET - NOTE 4: Der Belgier ist in Sachen Mentalität ein Vorbild, warf sich auch heute in die Zweikampfduelle. Agierte aber nicht ganz sattelfest.
TIM DANHOF - NOTE 2: Marschierte mehrfach, aber den Fans gegen bissige Ulmer wohl nicht oft genug, nach vorne. Verpasste mit einem wuchtigen Schuss aus 14, 15 Metern das 1:0. Aus bester, zentraler Freistoßposition machte er ihn dann herrlich rein.
THORE JACOBSEN - NOTE 4: Der zweite geschasste Löwe ließ wie gewohnt die Kugel zirkulieren, leistete sich dabei den ein oder anderen Fehler. Was 1860 wohl auch bewog, den Vertrag nicht zu verlängern: brachte kaum die berühmte Verti8kalität ins Spiel, passte oft zurück.

Pfeifer defensiv in Ordnung
SAMUEL ALTHAUS - NOTE 4: Engagierter Auftritt im Mittelfeld, doch zu oft marschierten die Spatzen an ihm vorbei. Zur Pause ausgewechselt.
MANUEL PFEIFER - NOTE 3: Der lange verletzte Sommer-Neuzugang verspricht einiges. Defensiv in Ordnung, vorne unter anderem mit einer präzisen Flanke auf Haugen (25.).
KEVIN VOLLAND - NOTE 4: Sein Löwenherz ließ ihm keine Wahl, als sich reinzuhängen. Gab teils gute Impulse, aber auch längere Auszeiten.
Wolfram kann nicht auf sich aufmerksam machen
SIGURD HAUGEN - NOTE 3: Der 14-Tore-Mann war Nummer 15 mehrfach recht nahe. Er hatte bei Pfeifers Flanke das falsche Kopfball-Timing, vergab alleine vor Ortag (28.) und (43.) sowie nach der Pause gleich nochmal (49.). In der Kreisliga würde man sagen: Chancentod – und dann wuchtete er ihn traumhaft rein.
MAXIMILIAN WOLFRAM - NOTE 5: Der dritte geschasste Löwe konnte nicht wirklich auf sich aufmerksam machen. Hatte ein, zwei Aktionen, musste zur Pause aber runter.
DAMJAN DORDAN - NOTE 3: Der Junglöwe kam zur Pause und bemühte sich darum, das Spiel der Blauen zu ordnen. Dies gelang besser als Vorgänger Althaus.

Steinkötter legt das 3:1 auf
JUSTIN STEINKÖTTER - NOTE 2: Der Angreifer durfte ebenfalls ab Minute 46 ran. Holte den Freistoß vor dem 1:0 heraus und legte das 3:1 auf.
SEAN DULIC und FLORIAN NIEDERLECHNER kamen zu spät für eine Bewertung.
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- Markus Kauczinski

