Noten zum TSV 1860 gegen Burghausen: Erdogan bester Löwe – Niederlechner engagiert, aber glücklos

PAUL BACHMANN – NOTE 4: Der Junglöwe ersetzte kurzfristig Routinier Eicher, der sich nach AZ-Infos verletzt hat. Konnte bei Stegmillers Latten-Flanke nur hinterhersegeln, bei Turtschans Treffer hinterherhechten. Rettete das 1:1 im Eins-gegen-eins (61.) - und doch noch zwei Mal geschlagen.
MARK GEVORGYAN – NOTE 3: Der Youngster hat sich laut Kayabunar aufgrund seiner Mischung aus Aggressivität, Technik und Tempo vor Rückkehrer Bell zum Stammlöwen gemausert. Hatte den quirligen Ex-Löwen Agbaje und Co. meist ganz gut im Griff, beim 0:1 aber nicht auf der Höhe. Starke Einzelaktion an der Grundlinie, aber kein Mitspieler vor dem Kasten zu finden.
FELIX WEBER – NOTE 4: Verteidigte zunächst vor dem Wacker-Block hinter sich und seinen Nebenleuten und lieferte sich einige herzhafte Zweikämpfe mit Ex-Löwe und Wacker-Kapitän Bachschmid, der vor dem Spiel für seine 60 Burghausen-Buden als neuer Rekordtorjäger geehrt wurde. Wackelte mehrfach.
Uhlmann sieht bei den Gegentreffern nicht gut aus
ERIC UHLMANN – NOTE 5: Wie erwartet anstelle des verletzten Faßmann in die Innenverteidigung gerückt. Bereinigte den ersten etwas gefährlichen Wacker-Angriff, den zweiten umso brenzligeren auch – beim dritten zum 0:1 kam er zu spät. Hob beim 1:2 das Abseits auf.
LANCE FIEDLER – NOTE 4: Die erste Rettungstat ging auf ihn, wenngleich ihm die Kugel vor die Füße gespielt wurde. Ansonsten nicht immer sattelfest bei den schnellen Wacker-Angriffen. Im zweiten Durchgang deutlich verbessert.
DENNIS DRESSEL – NOTE 4: Brauchte eine Weile, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Ob ihn ein Kapitänsgerangel mit Ex-Löwe Bachschmid aufgeweckt hat? Wenig später sein erster Torschuss (21.), ein Ballgewinn, eine aufrüttelnde Geste an den ein oder anderen immer noch schläfrigen Kollegen. Bereitete das 1:1 vor, danach aber zu wenig Antreiber.
Dordans Leistung ausbaufähig
DAMJAN DORDAN – NOTE 4: Nach seiner Verletzung zurück, erstmals wieder in Sechzigs Startelf. Holte sich ein, zwei frühe Ballgewinne ab, Sicherheit damit aber nicht. Ausbaufähige Leistung, da zu viele Ballverluste.
RAPHAEL OTT – NOTE 4: In der Offensive lange blass, beim Rückstand nicht zwingend genug in der Defensive. Und als ihm der Ball kurz nach dem 1:1 auf den Fuß fiel im Strafraum, jagte er ihn volley drüber. Zeigte allerdings gerade in den Duellen auf engem Raum seine feine Technik, die sich noch mehr auszahlen müsste. Verpasste das Traumtor zur Traum-Uhrzeit per Fallrückzieher (60.).
TUNAY DENIZ – NOTE 4: Anfangs kaum zu sehen, in der 22. Minute fast mit dem Ausgleich per Drehschuss aus dem Nichts. Immerhin: Seine Standards waren immer gefährlich. Vergab kurz nach der Pause per Kopf das 2:1, schob immer wieder an – diesmal vergeblich.
EMRE ERDOGAN – NOTE 2: Oft lauerte er freistehend auf dem linken Flügel. Mal lief er sich fest, mal wurde er gar nicht erst bedient. Und einmal, in der 39. Minute, gewann er das Eins-gegen-eins-Duell – und schoss den Löwen zum Ausgleich. Fast Assistgeber zum 2:1-Doppelschlag (42.) und mit mehreren Maßflanken. Kayabunar muss ihn weiter schleifen.
Joker Wach konnte nicht die erhofften Akzente setzen
FLORIAN NIEDERLECHNER – NOTE 4: Verpasste das 1:1 per Kopf gleich zwei Mal nur knapp (25., 62.). Leitete einige Angriffe selbst ein, holte eine Ecke raus. Starke Einzelaktion (65.), wieder nicht drin. Fazit: Engagiert, aber ins Schwarze traf er nicht.
RAPHAEL WACH – NOTE 4: Kam für Flügelflitzer Ott und agierte aufgrund seiner ganz anderen Statur nicht so agil, aber kraftvoller, rückte mehr ins Zentrum und konnte damit – etwa bei seinem Abspiel-Patzer – nicht die erhofften Akzente setzen.
JULIAN BELL, FABIO WAGNER und ARIAN ORTIVERO CALDERON – OHNE NOTE: Kamen zu spät für eine Bewertung.