Noten zu VfL Osnabrück gegen TSV 1860: Reinthaler als Ruhepol, Volland der Unterschieds-Löwe

Zweites Spiel in diesem Kalenderjahr, zweites 1:1 für die Löwen: Wie schon in der vergangenen Woche gegen Rot-Weiss Essen kommt der TSV 1860 auch beim VfL Osnabrück nach einem Rückstand zurück und erkämpft sich einen Punkt.
Die Noten für den TSV 1860:
THOMAS DÄHNE - NOTE 3: Grippe auskuriert, zurück im Kasten. Konnte beim 0:1 nur hinterherhechten, ansonsten hauptsächlich bei Standards gefordert. Entschärfte einen fiesen Flatterball von Lesueur im Nachfassen (53.)
RAPHAEL SCHIFFERL - NOTE 3: Kampf-Löwe. Ließ Torschütze Bjarke Jacobsen vor dem 0:1 enteilen, was er durch seine glänzende Rettungstat auf der Linie wieder gutmachte – wobei er den VfL-Angriff durch sein eigene Kerze eingeleitet hatte.
MAX REINTHALER - NOTE 2: Seit Wochen der Turm des TSV. Strahlte Ruhe aus, erzeugte Stabilität. Am Rückstand hatte er keine Aktien, von daher erneut eine überdurchschnittliche Leistung des Leit-Löwen in der Abwehrzentrale.
SIEMEN VOET - NOTE 3: Der Belgier stand seinen Mann, warf sich rein, hatte im positiven wie negativen Sinn keine großen Auffälligkeiten. Vor der "Schifferl-Parade" aber etwa arg passiv im Zweikampf, hatte kurz vor der Pause ein, zwei Klärungsaktionen.
CLEMENS LIPPMANN - NOTE 4: Bremste Lesueur anfangs ein, zwei Mal gekonnt aus, in der Offensive fehlten die Impulse aufgrund des Osnabrücker Übergewichts aber nahezu völlig.
Jacobsen überzeugt als Strippenzieher, Jakob offensiv zu unauffällig
THORE JACOBSEN - NOTE 3: Ampelkarten-Sperre abgesessen, selbstverständlich wieder zurück in der Startelf. Gab das Tempo bei den Blauen vor, verteilte viele Bälle, die Mittelfeld-Dominanz gehörte aber eher den Hausherren.
PHILIPP MAIER - NOTE 3: Konnte sich und Sechzig immer wieder vom Osnabrücker Druck befreien, wenngleich der VfL die Sechzger phasenweise erstmal kommen ließ. Bei Osnabrücker Umschaltsituationen teils zu langsam. Vorne legte er Vollands Treffer auf.
KILIAN JAKOB - NOTE 4: Zeigte sich auf der linken Schiene robust und relativ stabil. Den Vorwärtsgang fand er aber gerade angesichts der Tatsache zu selten, als dass Sechzig früh hinten lag.
Volland trifft, Philipp vergibt das 2:1
KEVIN VOLLAND - NOTE 2: Unterschieds-Löwe. Seine erste Außenrist-Flanke konnte Keeper gerade noch vor Hobsch entschärfen. Sein erster Abschluss zappelte im Netz – 1:1! Biss auch wie gewohnt auf die Zähne, was Kampfgeist und Laufarbeit angeht. Traumpass auf Philipp (69.)
DAVID PHILIPP - NOTE 4: Nächste Startelf-Chance für den Offensiv-Löwen, der sich laut Kauczinski oft zu viele Gedanken mache. Engagiert und fleißig, ließ sein Können am Ball aufblitzen, leitete das 1:1 ein. Vergab die Führung (69.).
PATRICK HOBSCH - NOTE 4: Immer wieder einsamer, lauernder Löwe an vorderster Front. Viel unsichtbare Arbeit, der Ertrag blieb zumeist aus. Vergab nach einer Ecke (62.) und kam nach Philipps Schuss haarscharf zu spät für den Abstauber.
MARVIN RITTMÜLLER, JUSTIN STEINKÖTTER UND TIM DANHOF kamen zu spät für eine Bewertung.