Noten zu TSV 1860 gegen Holstein Kiel: Kämpferische Löwen scheiden im Pokal aus, zwei Vierer

Der TSV 1860 scheidet nach einem 0:2 gegen Holstein Kiel aus dem DFB-Pokal aus. So hat der AZ-Reporter die Münchner gesehen. Das Team von Trainer Alper Kayabunar in der Einzelkritik.
von  Ruben Stark
Zeigte ein gutes Spiel gegen Holstein Kiel: Dennis Dressel.
Zeigte ein gutes Spiel gegen Holstein Kiel: Dennis Dressel. © IMAGO

VITUS EICHER – NOTE 3: Beim 0:1 machtlos, ein zweites Gegentor vor der Pause mit starker Parade verhindert. Sechzigs Torhüter zeigte einen verlässlichen Auftritt, war aufmerksam und hielt, was er halten konnte. Vor dem 0:2 war er mit nach vorne geeilt.

Hoppe begann sehr ordentlich

JULIAN BELL – NOTE 3: Hatte Schwierigkeiten mit Timing und Geschwindigkeit, wurde mehrfach zu leicht überlaufen. Sein Einsatz stimmte gleichwohl, nach vorn gab es zumindest Ansätze.

BENEDIKT HOPPE – NOTE 3: Begann sehr ordentlich, beim Gegentor wurde er dann im Zweikampf von Kiels Torjäger Phil Harres geschlagen. Fing sich danach aber wieder, der Treffer zeigte nicht lange Wirkung.

LASSE FASSMANN – NOTE 2: Unwahrscheinlich präsent in der Abwehrzentrale und kompromisslos als Reinigungskraft, wenn’s mal brenzlig wurde. Rettete einmal sogar auf der Linie, als würde er nie etwas anderes machen. War in der Schlussphase auch Offensivantreiber.

Gegen Holstein Kiel in der Startelf: Julian Bell.
Gegen Holstein Kiel in der Startelf: Julian Bell. © IMAGO

Deniz beweist gegen Kiel feines Füßchen

LANCE FIEDLER – NOTE 3: Durchaus pfiffig und couragiert im Vorwärtsgang, aber mit erkennbaren Defiziten im Rückwärtsgang. Kiel platzierte wiederholt lange Bälle in seinem Defensivraum, weil sie sich offenbar davon etwas versprachen. Hatte beinahe per direkter Ecke (67.) getroffen.

TUNAY DENIZ – NOTE 3: Wies wieder einmal nach, welch feines Füßchen er besitzt. Hätte Kiels Torhüter Rothenhagen (27.) fast aus weiter Entfernung überrascht und bei einem seitlichen Freistoß (37.) versuchte er es gleich nochmal. Ein Schlitzohr.

DENNIS DRESSEL – NOTE 3: Licht und Schatten beim Kapitän. Eroberte teils robust und furchtlos so manche Bälle, ließ allerdings Präzision im Passspiel vermissen und verpasste hin und wieder auch den richtigen Moment.

Probierte es mit einem Weitschuss-Knaller: Tunay Deniz.
Probierte es mit einem Weitschuss-Knaller: Tunay Deniz. © IMAGO

Wagner einer der stärksten Löwen

FABIO WAGNER – NOTE 2: Mutig, giftig und fleißig. Ging den Kielern immer wieder unter die Haut, beschäftigte die Norddeutschen wo und wann immer er konnte. Einer der stärksten Löwen.

MICHAEL EBERWEIN – NOTE 3: Tempodefizite waren im Vergleich mit dem Zweitligisten erkennbar und brachten ihn häufiger trotz seiner erkennbaren fußballerischen Qualität in Bedrängnis.

EMRE ERDOGAN – NOTE 3: Kam zunächst weniger zur Geltung, als er und die Löwen sich das wohl erhofften. Das lag nicht am Einsatz oder mangelnden Versuchen, es lag schlicht an der Klasse des Gegners. Nach der Pause änderte es sich durchaus, Kiel musste stets vor ihm auf der Hut sein.

Hatte in der ersten Hälfte eine gute Chance gegen Holstein Kiel: Fabio Wagner.
Hatte in der ersten Hälfte eine gute Chance gegen Holstein Kiel: Fabio Wagner. © IMAGO

Gevorgyan kaum zu sehen

FLORIAN NIEDERLECHNER – NOTE 3: Einer der wenigen beim TSV 1860, dem ein Niveau wie das der Störche nicht fremd ist. Der langjährige Bundesligaprofi versuchte auch verbal voranzugehen, trieb immer an. Eine echte Torchance vermochte er sich nicht zu erarbeiten.

MARK GEVORGYAN – NOTE 4: Kam in der 65. Minute für Niederlechner und sollte auf der rechten Außenbahn frischen Wind bringen. Davon war jedoch kaum etwas zu sehen.

RAPHAEL WACH – NOTE 3: Ersetzte Deniz in der 65. Minute im Zentrum. Zuletzt im Ligaalltag gut in Form, daher versprach sich Trainer Alper Kayabunar von ihm Impulse. Vereinzelt waren sie zu registrieren. 

Calderon kam als Joker in die Partie

ARIAN CALDERON – NOTE 4: Vielleicht schlägt der Joker wieder zu, wird sich Kayabunar wohl gedacht haben, als er den wuchtigen Youngster in der 77. Minute für Bell brachte.

CRISTIAN LEONE und MORITZ SEIFFERT kamen für eine Bewertung zu spät.

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