Noten zu TSV 1860 gegen Holstein Kiel: Kämpferische Löwen scheiden im Pokal aus, zwei Vierer
VITUS EICHER – NOTE 3: Beim 0:1 machtlos, ein zweites Gegentor vor der Pause mit starker Parade verhindert. Sechzigs Torhüter zeigte einen verlässlichen Auftritt, war aufmerksam und hielt, was er halten konnte. Vor dem 0:2 war er mit nach vorne geeilt.
Hoppe begann sehr ordentlich
JULIAN BELL – NOTE 3: Hatte Schwierigkeiten mit Timing und Geschwindigkeit, wurde mehrfach zu leicht überlaufen. Sein Einsatz stimmte gleichwohl, nach vorn gab es zumindest Ansätze.
BENEDIKT HOPPE – NOTE 3: Begann sehr ordentlich, beim Gegentor wurde er dann im Zweikampf von Kiels Torjäger Phil Harres geschlagen. Fing sich danach aber wieder, der Treffer zeigte nicht lange Wirkung.
LASSE FASSMANN – NOTE 2: Unwahrscheinlich präsent in der Abwehrzentrale und kompromisslos als Reinigungskraft, wenn’s mal brenzlig wurde. Rettete einmal sogar auf der Linie, als würde er nie etwas anderes machen. War in der Schlussphase auch Offensivantreiber.

Deniz beweist gegen Kiel feines Füßchen
LANCE FIEDLER – NOTE 3: Durchaus pfiffig und couragiert im Vorwärtsgang, aber mit erkennbaren Defiziten im Rückwärtsgang. Kiel platzierte wiederholt lange Bälle in seinem Defensivraum, weil sie sich offenbar davon etwas versprachen. Hatte beinahe per direkter Ecke (67.) getroffen.
TUNAY DENIZ – NOTE 3: Wies wieder einmal nach, welch feines Füßchen er besitzt. Hätte Kiels Torhüter Rothenhagen (27.) fast aus weiter Entfernung überrascht und bei einem seitlichen Freistoß (37.) versuchte er es gleich nochmal. Ein Schlitzohr.
DENNIS DRESSEL – NOTE 3: Licht und Schatten beim Kapitän. Eroberte teils robust und furchtlos so manche Bälle, ließ allerdings Präzision im Passspiel vermissen und verpasste hin und wieder auch den richtigen Moment.

Wagner einer der stärksten Löwen
FABIO WAGNER – NOTE 2: Mutig, giftig und fleißig. Ging den Kielern immer wieder unter die Haut, beschäftigte die Norddeutschen wo und wann immer er konnte. Einer der stärksten Löwen.
MICHAEL EBERWEIN – NOTE 3: Tempodefizite waren im Vergleich mit dem Zweitligisten erkennbar und brachten ihn häufiger trotz seiner erkennbaren fußballerischen Qualität in Bedrängnis.
EMRE ERDOGAN – NOTE 3: Kam zunächst weniger zur Geltung, als er und die Löwen sich das wohl erhofften. Das lag nicht am Einsatz oder mangelnden Versuchen, es lag schlicht an der Klasse des Gegners. Nach der Pause änderte es sich durchaus, Kiel musste stets vor ihm auf der Hut sein.

Gevorgyan kaum zu sehen
FLORIAN NIEDERLECHNER – NOTE 3: Einer der wenigen beim TSV 1860, dem ein Niveau wie das der Störche nicht fremd ist. Der langjährige Bundesligaprofi versuchte auch verbal voranzugehen, trieb immer an. Eine echte Torchance vermochte er sich nicht zu erarbeiten.
MARK GEVORGYAN – NOTE 4: Kam in der 65. Minute für Niederlechner und sollte auf der rechten Außenbahn frischen Wind bringen. Davon war jedoch kaum etwas zu sehen.
RAPHAEL WACH – NOTE 3: Ersetzte Deniz in der 65. Minute im Zentrum. Zuletzt im Ligaalltag gut in Form, daher versprach sich Trainer Alper Kayabunar von ihm Impulse. Vereinzelt waren sie zu registrieren.
Calderon kam als Joker in die Partie
ARIAN CALDERON – NOTE 4: Vielleicht schlägt der Joker wieder zu, wird sich Kayabunar wohl gedacht haben, als er den wuchtigen Youngster in der 77. Minute für Bell brachte.
CRISTIAN LEONE und MORITZ SEIFFERT kamen für eine Bewertung zu spät.
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