Nicht-Abstiegskampf der Löwen: Wird's das Triple?

Zum dritten Mal in Folge können sich die Löwen kurz vor knapp retten – am Sonntag gegen Bochum. "Wir müssen die Emotionen im Griff haben", sagt Pereira. Selbst Klopp drückt in Liverpool die Daumen.
| Matthias Eicher
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"Erst am Ende des Spieltags rechnen", fordert Pereira.
Rauchensteiner/Augenklick "Erst am Ende des Spieltags rechnen", fordert Pereira.

München - Die Löwen haben einen neuen Edelfan gewonnen. Und das mitten im Abstiegskampf. "Ich hätte nicht gedacht, dass ich mal mit dem TSV 1860 mitfiebern werde." Sagt Jürgen Klopp, Trainer des großen FC Liverpool. Der Grund: Weil jener Mann, der ihn auf die Insel holte, den nicht für jedermann nachvollziehbaren Gang in die Zweite deutsche Liga angetreten hat, um dieser Tage um den Klassenerhalt zu zittern: Ian Ayre.

Titel wird der neue Geschäftsführer der Giesinger, der zu Klopp ein fast freundschaftliches Verhältnis pflegt, mit 1860 nicht so schnell bejubeln, doch auch in diesem Jahr gibt’s eventuell mal wieder Grund zum Feiern. Der Auswärtssieg bei Dynamo Dresden (2:1) vor Wochenfrist hat die Elf von Trainer Vitor Pereira von Relegationsrang 16 auf Platz 13 emporgehoben. Und am Sonntag, im letzten Heimspiel am 33. und somit vorletzten Spieltag der Saison gegen den VfL Bochum (15.30 Uhr) könnte es heißen: Alle guten Dinge, alle erfolgreich gegen den Abstieg gerungenen Jahre sind drei! Mit einem Sieg könnte der TSV – bei entsprechender Mithilfe der Konkurrenz – sein Nichtabstiegs-Triple feiern.

"Die drei Punkte in Dresden waren ein sehr wichtiger Schritt um unser Ziel, den Verbleib in der Zweiten Liga, zu erreichen", schreibt Klopp-Kumpel Ayre im Vorwort des Stadionmagazins, weiß aber: "Natürlich liegt dennoch ein gutes Stück Arbeit vor uns. Gegen Bochum müssen wir genauso kämpferisch auftreten und Fußball spielen wie letzten Freitag." Dann, und nur dann könnte es mit dem vorzeitigen Löwen-Triple klappen.

Pereira will nicht rechnen

In der Relegation gegen Holstein Kiel vor zwei Jahren hießen die Retter Torsten Fröhling (an der Seitenlinie) und Kai Bülow (Abstauber zum 2:1-Sieg), wenngleich Daniel Adlung für dessen Ausgleichstreffer und Ex-Löwe Christopher Schindler für sein Aufbäumen als Kapitän (man erinnere sich an das Wortgefecht mit Schiedsrichter Knut Kircher) ebenfalls wichtige Rollen, aber ungleich weniger Lorbeeren zukamen. In der abgelaufenen Saison war es Interimstrainer Daniel Bierofka mit drei Siegen aus drei Spielen, Jan Mauersberger durfte sich beim 1:0 gegen den SC Paderborn in die Liste der klassenerhaltssichernden Torschützen eintragen – am 33. Spieltag.

Vorzeitige Rettung? Dieser Gedanke ist für Pereira noch tabu. "Am Ende des Spieltags können wir rechnen. Vorher müssen wir zusehen, drei sehr wichtige Punkte zu holen", erklärte der Portugiese. Seine Marschroute: "Auf unsere Spielprinzipien konzentrieren, Torchancen erarbeiten, den letzten Pass gut spielen und die Chancen konzentriert nutzen. Wir dürfen Emotionen haben, aber wir müssen sie im Griff haben." Interessante These, hatte er die seinen zuletzt im Clinch mit Braunschweigs Trainer Torsten Lieberknecht nicht unter Kontrolle. Pereira über die gegen ihn laufenden Ermittlungen: "Was es zu diesem Thema zu erklären gibt, habe ich schon mit dem DFB besprochen." Der Rest sei "nicht relevant und hat nichts mit Fußball zu tun".

Zurück zu Bochum. Einem Team, für das es um nichts mehr geht. Ein Vorteil? "Nicht unbedingt", sagte Urlöwe Stefan Aigner der AZ, "wir müssen genauso marschieren wie in den letzten Spielen und dürfen keinen Schritt weniger machen." Wenn man die Hausaufgaben mache, sei der Blick auf die Kontrahenten ohnehin unnötig. Dann können alle Sechzger auch im dritten Jahr in Folge drei Kreuze machen.

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