Neue Hoffnung für Hinterberger

Ismaiks Geld erleichtert dem 1860-Sportchef die Arbeit. Kommt nun Wojtkowiak?
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Löwen-Sportchef Florian Hinterberger
sampics/AK Löwen-Sportchef Florian Hinterberger

MÜNCHEN Spätestens seit Montagabend hat für Löwen-Sportchef Florian Hinterberger der große Stress begonnen. Doch es ist positiver Stress, schließlich weiß Hinterbeger, dass er nach dem großen Friedensgipfel zwischen Investor Hasan Ismaik und Präsident Dieter Schneider mehr Geld ausgeben darf als bisher befürchtet.


Vier Stammspieler müssen die Löwen im Sommer höchstwahrscheinlich ersetzen – neben den bereits feststehenden Abgängen von Kevin Volland (nach Hoffenheim) und Stefan Aigner (Frankfurt) werden wohl auch Rechtsverteidiger Antonio Rukavina und Linksverteidiger Stefan Buck gehen. Zusätzlich würden die Löwen gerne noch einen zentralen Mittelfeldspieler und einen weiteren Stürmer holen. Und bisher stehen lediglich elf Profis unter Vertrag. Mit dem bisher kalkulierten Etat von 6,4 Millionen Euro wäre es schwer geworden unter diesen Voraussetzungen eine Mannschaft aufzubauen, die stärker ist als die aktuelle.


Nun dürfen Hinterberger und Coach Reiner Maurer aber mit einem Personaletat von rund neun Millionen Euro planen. Wie berichtet, wird eine neu gegründete Task-Force Investor Ismaik binnen 14 Tagen den Finanzbedarf für die kommenden drei Jahre mitteilen. Für die kommende Saison soll dieser bei fünf Millionen Euro liegen, davon drei Millionen Euro für den Kader. Das ist exakt die Summe, die sich Hinterberger und Maurer bereits in den Vorgesprächen gewünscht hatten. „Mehr Spielraum erleichtert unsere Arbeit und gibt uns neue Optionen. Wenn wir nicht mit dem ganz engen Korsett arbeiten müssen, gibt uns das neue Hoffnung”, sagt Hinterberger nun also erfreut.


Dass Hinterberger von Anfang an zweigleisig – also mit einem niedrigeren und einem höheren Etat – geplant hat, beweist die Tatsache, dass die Löwen-Verantwortlichen Ismaik am Montag bereits erste Zugangs-Kandidaten für die kommende Saison vorgestellt haben. Wie die AZ erfuhr, soll etwa der polnische Nationalspieler Grzegorz Wojtkowiak nachwievor an einem Wechsel nach München interessiert sein. Den Verteidiger von Lech Posen hätte 1860 beinahe schon im Winter verpflichtet, der Vertrag mit Maurers und Hinterbergers Wunschspieler war bereits endverhandelt. Der Wechsel scheiterte dann in letzter Sekunde an Ismaiks Investitionsstopp. Da der nun passé ist, gerät auch Wojtkowiak wieder ins Visier der Löwen. Zumal der Transfer noch in dieser Saison fix gemacht werden müsste. Die Löwen befürchten, dass er nach der EM zu teuer sein könnte.


Hinterberger will keine Kandidaten kommentieren, sagt nur allgemein: „Egal was wir machen, es kann nur darum gehen, dass wir nächstes Jahr trotz der Abgänge stärker sind als jetzt. Wir müssen unser Geld dabei optimal einsetzen." Immerhin haben sie bald welches. 

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