Nebel-Chaos und Handelfmeter: Schiedsrichter beim 1860-Spiel zeigt Größe

Sechzig und Schiedsrichterärger? Es geht auch anders, wenngleich der TSV 1860 auch im Heimspiel gegen Erzgebirge Aue (2:1) erneut einer Fehlentscheidung zum Opfer gefallen ist: Nach dem Heimsieg der Löwen sprach der Unparteiische Bauer über die Spielunterbrechung aufgrund des aufziehenden Nebels und übte aufgrund eines fälschlicherweise nicht gegebenen Strafstoßes Selbstkritik.
"Wenn ich nicht mehr von Tor zu Tor blicken kann, muss ich unterbrechen. Das ist eine klare Regel. Dann haben wir einen Richtwert von 30 Minuten. So lange kann ein Spiel unterbrochen sein", erklärte Schiedsrichter Tom Bauer bei "Magentasport" über die Nebel-Zwangspause in der 54. Spielminute. Die 1860-Ultras hatten die beeinträchtigte Sicht zu allem Überfluss noch mit einem Feuerwerk verstärkt, dennoch konnte die Partie nach gut 15 Minuten wieder angepfiffen und zu Ende gespielt werden.
Der Unparteiische habe sich mit beiden Mannschaften abgestimmt und lobte sowohl 1860, als auch Aue in diesem Zusammenhang für ein gutes Miteinander.
Schiedsrichter gibt zu: 1860 hätte Handelfmeter bekommen müssen
Größe zeigte Bauer auch, als er nach Spielende zugab, bei einer Torchance von 1860-Abwehrspieler Siemen Voet ein Handspiel von Aues Marvin Stefaniak übersehen zu haben: "Wenn ich das im Video sehe, dann ist das ein Strafstoß. Das ärgert mich mit am meisten, da falsch zu liegen." Fazit: Trotz Spielunterbrechung und Fehlentscheidung überzeugte der zweitligaerfahrene Bauer sowohl während, als auch nach der Partie durch sein professionelles Handeln.