Nach Eklat beim Konkurrenten des TSV 1860: Bosse von Burghausen reagieren

Am vierten Spieltag kam es zum Eklat bei Wacker Burghausen. Nun beziehen die Bosse des Löwen-Konkurrenten Stellung zum Vorfall um Moritz Leitner.
Kilian Kreitmair
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Hielt im Fall Moritz Leitner zusammen: Die Mannschaft von TSV-1860-Konkurrent Wacker Burghausen.
Hielt im Fall Moritz Leitner zusammen: Die Mannschaft von TSV-1860-Konkurrent Wacker Burghausen. © IMAGO

Es war der Eklat der Regionalliga am vierten Spieltag. Die Chefetage von Wacker Burghausen strich Youngster Moritz Leitner eigenmächtig kurz vor dem Spiel gegen Schwaben Augsburg (1:2) aus dem Kader (die AZ berichtete exklusiv). Der Grund: Der Mittelfeldspieler wollte seinen Vertrag zu den gebotenen Konditionen nicht vorzeitig verlängern.

Wacker-Mannschaft solidarisiert sich mit Leitner

Nachdem sich die Mannschaft mit Leitner solidarisierte und in einem Brief an die Verantwortlichen um Andreas Huber einen Spielboykott in einem ähnlichen Fall ankündigte, sah sich Wacker nun zu einer öffentlichen Stellungnahme gezwungen.

"Die derzeitige Situation ist intern mit allen Beteiligten besprochen und geklärt", heißt es in dem Statement: "Zu den konkreten Inhalten der Gespräche und zur Vertragssituation wird sich der SV Wacker Burghausen grundsätzlich nicht äußern."

Hat das Interesse von Vereinen aus der Bundesliga geweckt: Moritz Leitner.
Hat das Interesse von Vereinen aus der Bundesliga geweckt: Moritz Leitner. © IMAGO

Burghausen will sich auf das Sportliche fokussieren

Weiter heißt es: "Vertrags- und Personalangelegenheiten gehören für uns in den vertraulichen Austausch zwischen den Beteiligten. Der Verein, das Trainerteam sowie die komplette Mannschaft inklusive Moritz Leitner freuen sich auf die Auswärtsaufgabe beim letztjährigen Meister 1. FC Nürnberg II."

Wie die AZ aus dem Vereinsumfeld erfuhr, wird der 19-Jährige gegen die Zweitvertretung der Franken wieder im Kader stehen. Die Vertragsgespräche über eine Verlängerung über 2027 hinaus liegen aber vorerst auf Eis. Von einem Zerwürfnis wollen beide Seiten dennoch nicht sprechen.

Burghausen bot Leitner keine Ausstiegsklausel

Das betonte bereits sein Berater Laurent Burkhart, als ihn die AZ nach dem Vorfall am Freitagabend konfrontierte: "Ich glaube nicht, dass es unmöglich ist, eine Lösung über den kommenden Sommer hinaus zu finden." Klar ist aber auch: Beide Parteien lagen in den Tagen vor dem Eklat in den Verhandlungen weit auseinander.

Unter anderem forderte Leitner, der aufgrund starker Leistungen Interessenten aus der Bundesliga hat, eine Ausstiegsklausel. Diese war im Angebot des Konkurrenten des TSV 1860 allerdings nicht enthalten.

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