Exklusiv

Nach dem Ismaik-Vertragsknall: Paula soll beim TSV 1860 bleiben, der Hauptsponsor soll zurückkehren

Nach dem gekündigten Vertrag mit Hasan Ismaik will sich der TSV 1860 neu aufstellen. Und will nach AZ-Informationen unter anderem "Die Bayerische" als Sponsor zurück.
Kilian Kreitmair
|
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
17  Kommentare
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen  AZ als Quelle bevorzugen
Die Ruhe nach dem Knall: In der Geschäftsstelle an der Grünwalder Straße werden in den nächsten Tagen die Köpfe rauchen.
Die Ruhe nach dem Knall: In der Geschäftsstelle an der Grünwalder Straße werden in den nächsten Tagen die Köpfe rauchen. © IMAGO

Die Stimmung war am Mittwoch nach dem Absturz in den Amateurfußball aufgebracht. Die Fans des TSV 1860 waren sauer, enttäuscht. Einige von ihnen skandierten das Scheich-Lied: "Sch**ß auf den Scheich, sch**ß auf sein Geld." Einen Tag später wurde das Realität. Der e.V. hat den Vertrag mit Investor Hasan Ismaik mit sofortiger Wirkung gekündigt.

e.V. hat Spielrecht für Teilnahme an der Regionalliga 

"Mit Blick auf die Saison 2026/27 ergreift der TSV 1860 München alle organisatorisch und formalrechtlich erforderlichen Maßnahmen", heißt es in der Pressemitteilung, die um 19.15 Uhr veröffentlicht wurde. Ob es zum Rechtsstreit kommt? Klar ist: Der Neuanfang in der Regionalliga soll her – ohne Ismaik. Das Spielrecht liegt immerhin nicht auf Seiten der KGaA, sondern auf Seiten es e.V..

Die Löwen wollen in den nächsten Wochen eine neue Spielbetriebsgesellschaft aufbauen. Nach AZ-Informationen soll Geschäftsführer Manfred Paula Teil dieser bleiben. Auch zahlreiche Mitarbeiter würde der Verein gerne übernehmen. Ob das so einfach geht, wird sich zeigen. Aktuell haben sie als Vertragspartner die ausgegliederte KGaA, die nun nur noch faktisch existiert.

"Die Bayerische" um Martin Gräfer kündigte nach dem Knall am Mittwoch den Sponsoringvertrag mit dem TSV 1860.
"Die Bayerische" um Martin Gräfer kündigte nach dem Knall am Mittwoch den Sponsoringvertrag mit dem TSV 1860. © IMAGO

TSV 1860 will Sponsoring mit "Der Bayerischen" zurück

Gleiches gilt für die Spieler. Wie die AZ erfuhr, zeigt unter anderem Florian Niederlechner die Bereitschaft, weiterhin beim Klub zu bleiben. Wie das finanziert wird? Man hofft unter anderem auf die Unterstützung von Sponsoren, die wegen Ismaik bisher eine Partnerschaft ausschlugen. Auch will der Klub nach AZ-Information das Sponsoring mit "Der Bayerischen" erneuern.

Es soll bereits erste Gespräche gegeben haben. Und das, obwohl die Versicherung nur wenige Stunden nach Bekanntgabe der fehlenden Drittligalizenz den Vertrag kündigte. "Mit dem Verlust der Lizenz tritt nun ein vertraglich geregelter Sonderfall ein, der ein außerordentliches Kündigungsrecht einräumt", so das Unternehmen in einer Pressemitteilung: "Von diesem Recht werden wir Gebrauch machen." Nun die Rolle rückwärts? Klar ist: Auf die Giesinger kommen wegweisende Wochen zu. 

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
 
17 Kommentare
Bitte beachten Sie, dass die Kommentarfunktion unserer Artikel nur 72 Stunden nach Veröffentlichung zur Verfügung steht.
  • shark am 07.06.2026 11:20 Uhr / Bewertung:

    Wo liegen die zentralen Fehlentscheidungen von 60 die letzten 15 Jahre ?
    Das ist die Frage 1 und was ist zu ändern ?
    Ich nenne mal 3 Argumente :
    - die Quote der Fehlverpflichtungen lag bei 60 viele Jahre bei über 80%- kein Verein der Welt kann damit leben
    -die Verträge waren viel zu wenig erfolgsorientiert und leistungsbezogen
    -als Folge daraus wurden permanent Trainer,Manager etc entlassen und neue Nieten verpflichtet .d.h. viel zu wenig Kontinuität
    Was ist daraus zu folgern: Spieler nur verpflichten wenn sie nach intensiver Prüfung zu 60 und das System passen,dh. vom Trainer ,Sportlichen Leiter,Präsidenten und evt dem Controller abgesegnet werden-ansonsten eindeutiger Vorrang für unsere Jugend ! Mehr Klasse statt Masse.
    60 braucht ein massives Umdenken und wie gesagt
    Vor 15 Jahren Insolvenz angemeldet wäre richtig gewesen-15 Jahre vergeudet !
    Mit den richtigen Leute wäre 60 heute mindestens in der 2.Liga,vermutlich sogar noch höher
    Elversberg muss unsals Vorbild dienen

    Antworten lädt ... Kommentar melden
  • Hans Woestner am 05.06.2026 17:20 Uhr / Bewertung:

    Soweit ich das beurteilen kann lag in den letzten 14 Jahren de Fehler darin, dass den Vorschlägen / Vorgaben des Investors nicht Folge geleistet wurde. Wer zahlt, schafft an! Oder etwa nicht?

    60 Mio Euro soll der Investor gelöhnt haben. Und die Leute vom Verein wollten immer das große Sagen haben, denn der Investor habe ja keine Ahnung.

    Antworten lädt ... Kommentar melden
  • Chris_1860 am 06.06.2026 00:36 Uhr / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Hans Woestner

    Falsch beurteilt, in Unkenntnis der Fakten.

    Was bleibt ist, dass Ismaiks Kurs seit 15 Jahren komplett gescheitert ist. Über 50 Mio neue weiterer Schulden bei ihm zu 5% Zinsen, Doppelabstieg 2017, auf das von ihm versprochene neue Stadion warten wir Fans noch heute, Spaltung der Fans, zig Geschäftsführer, Sportdirektoren verschlissen, erneut die Löwen aktuell in die "4" versenkt, usw.

    Erreicht oder gar etwas verbessert hat er nichts. Gott sei Dank ist dieser windige Lügenbaron jetzt endlich Vergangenheit und Sechzig kann einen Neuanfang starten.

    Antworten lädt ... Kommentar melden
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.