Nach dem 1:0 in Aue: Endspurt, Löwen!

Angstgegner Aue 1:0 bezwungen, seit fünf Spielen ungeschlagen, auswärts sogar mit Liga-Bestwert. Der TSV 1860 ist zurück im Aufstiegsrennen. Dafür gibt es vier gute Gründe. Die AZ zeigt sie
| Dominik Hechler
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Rob Friend bejubelt den 1:0-Siegtreffer für den TSV 1860 München bei Erzgebirge Aue. Möglicherweise spielen die Löwen künftig auch zu Hause im Auswärtsdress
dpa Rob Friend bejubelt den 1:0-Siegtreffer für den TSV 1860 München bei Erzgebirge Aue. Möglicherweise spielen die Löwen künftig auch zu Hause im Auswärtsdress

Angstgegner Aue 1:0 bezwungen, seit fünf Spielen ungeschlagen, auswärts sogar mit Liga-Bestwert. Der TSV 1860 ist zurück im Aufstiegsrennen.
Dafür gibt es vier gute Gründe. Die AZ zeigt sie

MÜNCHEN Als Florian Hinterberger nach dem Abpiff in Aue schnellen Schrittes über den Rasen in Richtung Kabine eilte, machte er dicke Backen. „Hauptsache gewonnen”, sagte der Sportdirektor nachdem er erst einmal kräftig durchgepustet hatte. Das 1:0 im Erzgebirge war kein Glanzstück. Aber es macht den Löwen Mut im Kampf um den Relegationsplatz. „So ein Spiel kann im Endspurt der Saison eine Initialzündung sein”, meint Hinterberger. „Denn in den vergangenen Wochen haben wir zwar häufig gut gespielt, aber verloren – heute war das mal anders.”

Auch Mittelfeldspieler Dominik Stahl, der nach Ende der Partie völlig ausgepumpt und mit rotem Kopf im Kabinengang stand, sagte: „Das ist genau so ein dreckiger Sieg, wie wir ihn mal gebraucht haben. Man hat uns immer vorgeworfen, dass wir das nicht können – heute haben wir das Gegenteil bewiesen.”
Resultat: Die Löwen sind bis auf drei Punkte an den Tabellendritten Kaiserslautern herangerückt. Der FCK spielt erst am Ostersonntag und kann dann nachlegen.
Die Löwen sind also wieder voll im Aufstiegskampf. Die AZ erklärt, warum.

SELBSTVERTRAUEN: Die Triktos der Löwen waren in Aue allesamt voll mit Matsch. Ein Bild mit Symbolcharakter. „Wir haben heute alles aus uns rausgeholt und gekämpft bis zum Umfallen. Wir wollten einfach endlich hier gewinnen”, sagte Stahl nach dem ersten Sieg im siebten Anlauf im Erzgebirge. „Endlich haben wir den Bock umgestoßen. Das ist ein ganz besonderer Sieg, der gut ist für die Moral und die kommenden Wochen”, sagt der 24-Jährige.

AUSWÄRTSSERIE: Auf fremden Plätzen sind die Löwen eine Macht. Das 1:0 in Aue war bereits der vierte Auswärtssieg in Folge. Das ist Liga-Bestwert. Insgesamt sind sie jetzt in der Liga schon seit fünf Spielen ungeschlagen – in der Fremde sogar schon seit acht Spielen! „Diese Serie wollen wir natürlich weiter ausbauen”, sagt Trainer Alexander Schmidt. Die nächsten Gegner in der Fremde können sich also warm anziehen. Sie heißen St. Pauli, 1. FC Köln und SC Paderborn. „Wir haben von den vergangenen 15 Punkten, die möglich waren, elf geholt. Keine schlechte Bilanz”, sagt Stahl.

ABWEHRBOLLWERK: Das Löwen-Tor ist momentan wie zugemauert. In Aue ist die Schmidt-Elf bereits zum dritten Mal in Folge ohne Gegentreffer geblieben. „Wir arbeiten einfach alle unheimlich gut gegen den Ball. Das fängt bei den Stürmern an”, sagt Mittelfeldspieler Moritz Stoppelkamp. „Und wenn dann doch mal ein Ball durchkommt, hält Gabor überragend – oder es rettet halt mal der Pfosten.” So wie in Aue. „Dieses Glück muss man sich aber auch erarbeiten”, sagt Torhüter Kiraly.

ROB FRIEND: Der Kanadier war mit seinem Kopfballtor in Aue der Mann des Tages. Der lange Stürmer kommt bei den Löwen immer besser in Tritt. „Absolut”, sagt Friend, „ich merke richtig, wie sich mein Körper immer mehr dem Spielrhytmus anpasst. Ich habe in Frankfurt ja eineinhalb Jahre überhaupt nicht gespielt.” Auch das Zusammenspiel mit Sturmkollege Benny Lauth funktioniert immer besser „Wir harmonieren mittlerweile richtig gut. Jetzt muss ich nur sehen, dass ich dem Tor in Aue weitere folgen lasse.” Denn dann wird es ja vielleicht doch noch was mit Platz drei. 

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