Nach 14 Tagen: Ex-Löwe Pacult per SMS gefeuert

Rekordverdächtig schnell ist Peter Pacult als Trainer des slowenischen Erstligisten NK Zavrc gefeuert worden. Nach eigenen Angaben hatte der Rauswurf allerdings nicht rein sportliche, sondern ganz primitive Gründe.
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Der ehemalige Löwen-Trainer Peter Pacult ist in Slowenien nach zwei Wochen gefeuert worden.
dpa Der ehemalige Löwen-Trainer Peter Pacult ist in Slowenien nach zwei Wochen gefeuert worden.

Rekordverdächtig schnell ist Peter Pacult als Trainer des slowenischen Erstligisten NK Zavrc gefeuert worden. Nach eigenen Angaben hatte der Rauswurf allerdings nicht rein sportliche, sondern ganz primitive Gründe.

Zavrè - Peter Pacult fand mit seinem neuen Verein in Slowenien kein Glück. Nach gerade einmal 14 Tagen Amtszeit wurde der Österreicher entlassen. Zwei Spiele hatte der ehemalige Löwen-Trainer für den dortigen Erstligaverein NK Zavrc als Coach zu verantworten: Ein Ligaspiel gegen Gorica ging 1:2 verloren, im slowenischen Pokal trennte sich seine Mannschaft gegen Zweitligisten Drava Ptuj mit 1:1.

Zwar sprang dabei kein Sieg heraus, mit seiner Entlassung hat der 55-Jährige deswegen aber nicht gleich gerechnet, wie er der österreichischen Kronen Zeitung sagte: "So ist eben das Fußball- Geschäft. Ich bin ja nicht einmal ganz zwei Wochen dort gewesen. Der Präsident hat mir vor dem Cup- Hinspiel geschrieben, er will, dass wir 3:0, 4:0 dort gewinnen, aber am Ende ist es nur ein 1:1 geworden. Damit hat es sich für ihn scheinbar erledigt."

Daraufhin habe er per SMS die Mitteilung erhalten, er solle das Training nicht mehr machen. Sportliche Gründe sollten nicht ausschließlich zu seiner Entlassung geführt haben. Dass es die Chemie mit der Mannschaft nicht stimmte oder er mit der Sprache Probleme hatte, dementiert Pacult gegenüber der österreichischen Zeitung aber: "Beides Schwachsinn! Viele Spieler haben sehr gut Deutsch gesprochen, dazu viele auch Englisch. Dieses Argument ist eine reine Ausrede. Das mit der Wellenlänge auch. Ich habe noch vor zwei Tagen mit einigen Spielern darüber geredet, die haben von der Stimmung geschwärmt."

 

Lesen Sie hier: Ex-Löwe Pacult - Das Aus als Trainer beim FAC

 

Nach Pacults Aussagen hatte sein Rauswurf recht primitive Gründe und bezieht sich auf das Unentschieden im Pokal: "Der Präsident wollte dem Gegner aber unbedingt eine Lehrstunde erteilen, weil er dort immer so beleidigt worden ist"

An seiner achten Station als Trainer findet Pacult dennoch Positives: "Die Erfahrung war für mich trotzdem interessant." Dabei bezieht sich der 55-Jährige auch auf Dinge neben dem Fußballplatz: "Es ist eine andere Fußball- Welt, so nahe zu uns. Direkt neben unserem Trainingsplatz sind täglich Flüchtlinge Richtung Grenze unterwegs gewesen. Ich habe sehr viele Eindrücke in diesen zwei Wochen gesammelt."

Aus der Bundesliga gibt es einen ähnlichen Fall: Robert Körner, ebenfalls Österreicher, war 1969 für zwei Spiele (18 Tage lang) Trainer des 1. FC Nürnberg. Körner verlor mit seiner Mannschaft beide Spiele und wurde gefeuert - die schnellste Trainer-Entlassung der Bundesliga-Geschichte.

Vor seiner Slowenien-Station trat Pacult beim österreichischen Zweitligisten FAC zurück. Dort warf er nach zehn Niederlagen in der Liga und einer Niederlage im Pokal gegen einen Viertligisten das Handtuch.

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