„Mit den Löwen kann man was reißen“

Aufstiegsspezialist Sascha Rösler will auch mit dem TSV 1860 zurück in Liga eins - im zweiten Anlauf. "Dass ich damals zu früh gegangen bin, das ist mir immer an den Hacken geblieben."
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Hat große Pläne in der neuen Mannschaft: Sascha Rösler.
firo/AK Hat große Pläne in der neuen Mannschaft: Sascha Rösler.

Aufstiegsspezialist Sascha Rösler will auch mit dem TSV 1860 zurück in Liga eins - im zweiten Anlauf. "Dass ich damals zu früh gegangen bin, das ist mir immer an den Hacken geblieben."

AZ: Sascha Rösler, Donnerstag, 4.40 Uhr in der Früh, Abflug ins Trainingslager – ein schöner Amtsantritt, oder?

SASCHA RÖSLER (lacht): Oh ja, ich hätte mir nichts Schöneres vorstellen können. Aber immerhin konnte ich im Hotel ein paar Stunden schlafen.

Wie froh sind Sie, dass dieser Transfer am Donnerstag so schnell über die Bühne ging?

Sehr froh. Mit dem Trainingslager einzusteigen, ist der ideale Zeitpunkt, mich schnell zu integrieren. Je länger ich mit der Mannschaft zusammen sein kann, umso besser.

Es ist Ihr zweiter Versuch bei den Löwen nach 2001/2002. Damals hielten Sie es bekanntlich nur vier Monate aus.

Ja, das stimmt. Ich war vom Typ her noch nicht so weit. Ich war arg introvertiert und bin viel zu früh weg gegangen. Das ging mir die ganze Karriere nach. Dass ich zu früh gegangen bin, das ist mir immer an den Hacken geblieben.

Jetzt schließt sich der Kreis.

Richtig – und ich freue mich, dass ich das jetzt wieder gut machen kann.

Mit Ihrer Verpflichtung verbinden die Löwen-Fans die Hoffnung auf bessere Zeiten, von Sportdirektor Stefan Reuter haben Sie die begehrte Nummer zehn erhalten. Eine große Verantwortung...

Ich bin mir bewusst, dass vieles von mir erwartet wird. Ich bin jetzt 31, ich habe einiges erlebt. Dann hat man in dem Alter auch die Pflicht, die jungen Spieler an die Hand zu nehmen. Ich glaube, das kann hier ganz gut passen.

Wie werden Sie sich denn in diese Mannschaft einbringen können?

Ich kann die Offensive qualitativ verbessern. Ich würde mich als torgefährlichen Spieler bezeichnen, der aus dem Mittelfeld kommen kann.

Daniel Bierofka meint, Sie werden der Mannschaft gut tun mit ihrer aggressiven Spielweise.

So ist halt meine Spielweise, das nehme ich mir vor dem Spiel nicht vor. Das ist vom Typ abhängig, so bin ich. Und ich denke, diese Komponente kann dem Team gut tun.

Wie schnell waren Sie sich denn einig mit den Löwen?

Sehr schnell. Ich bin jemand, der aus dem Bauch heraus entscheidet. Da hab ich mich für Sechzig und gegen Alemannia Aachen entschieden.

Gegen Aachen?

Die wollten mich auch. Aber bei Sechzig hatte ich das bessere Gefühl.

Was hat sich denn beim TSV 1860 verändert im Vergleich zu ihrer ersten Zeit an der Grünwalder Straße vor sieben Jahren?

Nicht viel, denn ich kenne noch viele: Markus Schroth, Benny Lauth, Michael Hofmann und Torben Hoffmann – und Marco Kurz war damals noch Spieler. Das erleichtert mir die Integration natürlich ungemein.

Was wird in der Rückrunde mit den Löwen noch möglich sein? Der Abstand zum Aufstiegsplatz beträgt immerhin bereits acht Punkte.

Vom Potenzial her ist beim TSV 1860 einiges möglich. Wir haben zwei, drei ältere Spieler mit großer Erfahrung – mit den Löwen kann man was reißen.

Wie lautet Ihre Mission? Mit Ulm, Aachen und Mönchengladbach sind Sie schon in die Bundesliga aufgestiegen.

Ich will dabei helfen, dass wir dann nächstes Jahr den Aufstieg schaffen. Aufsteigen macht Spaß – und der Aufstieg ist mein Ziel. Deshalb bin ich hierhin gekommen.

Interview: Thorsten Klein

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