Medien: Friedhelm Funkel ist neuer Löwen Coach

Lange wurde spekuliert, jetzt ist es wohl amtlich: Nach Berichten der Süddeutschen Zeitung und der  Bild haben die Löwen Friedhelm Funkel unter Vertrag genommen
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Das ist wohl der neuer Löwencoach: Friedhelm Funkel
firo / Augenklick Das ist wohl der neuer Löwencoach: Friedhelm Funkel

1860 München scheint auf der Suche nach einem neuen Trainer fündig geworden zu sein. Nach Medienberichten soll Friedhelm Funkel die „Löwen“ künftig betreuen. Der Verein will das noch nicht bestätigen.

München – Aufstiegsexperte Friedhelm Funkel soll die Leidenszeit des TSV 1860 München in der Zweitklassigkeit beenden. Der 59-jährige Rheinländer tritt bei den Löwen die Nachfolge des entlassenen Alexander Schmidt an. Das berichteten die „Bild“-Zeitung und die „Süddeutsche Zeitung“ (Samstag). Einen Vollzug wollte 1860-Sprecherin Lil Zercher auf dpa-Anfrage noch nicht verkünden.

Funkel soll die Löwen nach fast einem Jahrzehnt in der Zweitklassigkeit zurück in die Bundesliga führen. Ein Unterfangen, dass er mit seinen vorherigen Clubs Bayer Uerdingen (zweimal), MSV Duisburg, 1. FC Köln und Eintracht Frankfurt bereits geschafft hatte. Zuletzt war Funkel in der Saison 2011/12 bei Alemannia Aachen tätig, den Abstieg in die 3. Liga vermochte er aber nicht zu verhindern.

Funkel galt bereits seit Tagen als heißer Kandidat auf den Trainerposten an der Grünwalder Straße. Der Coach passt in puncto Aufstiegserfahrung perfekt in das Anforderungsprofil der Löwen. Insgesamt fünfmal hatte er mit seinen früheren Clubs Bayer Uerdingen (zweimal), MSV Duisburg, 1. FC Köln und Eintracht Frankfurt den Sprung ins Fußball-Oberhaus geschafft. Das war vor ihm nur Horst Buhtz gelungen. Und genau das ist auch das Ziel bei den Löwen, die seit dem Abstieg 2004 in der Zweiten Liga spielen.

Dass der Aufstieg mit Schmidt gelingen würde, davon waren die Verantwortlichen zuletzt nicht mehr überzeugt. Nach der 0:2-Heimniederlage gegen den SV Sandhausen in der vergangenen Wochen zogen sie die Konsequenzen und entließen den beim allmächtigen Investor Hasan Ismaik ohnehin nicht hoch angesehenen Schmidt.

Aktuell liegt der Club mit neun Punkten auf dem sechsten Tabellenplatz. Nach der Trennung von Schmidt geisterten ein Dutzend Namen, von Lorenz-Günther Köstner über Franco Foda bis hin zu Felix Magath durch München. Dass Geldgeber Ismaik eine große Lösung befürwortet, ist bekannt. Am Ende ist es wohl Funkel geworden, der zumindest viel Erfahrung mitbringt. Mehr als 1100 Spiele in der Ersten und Zweiten Liga hat Funkel als Spieler und Trainer bei neun Clubs bestritten.

Für Irritationen hatte in den vergangenen Tagen eine Kolumne Funkels in der „tz“ aus dem Juli gesorgt, als er sich auch zu seinem zukünftigen Arbeitgeber geäußert hatte. „Das große Problem bei den Löwen ist ja seit Jahren die Unruhe, das nervt sogar mich aus der Entfernung“, schrieb er damals und führte fort: „Wenn dieser Scheich in den nächsten Monaten zur Abwechslung mal die Klappe hält und die Leute in Ruhe arbeiten lässt, dann kann das was werden.“ „Was werden“ sollte es nun in München, denn die letzten Stationen Funkels waren nicht von Erfolg gekrönt.

Zuletzt arbeitete der gebürtige Neusser in der Saison 2011/12 bei Alemannia Aachen, den Abstieg in die 3. Liga vermochte er aber nicht zu verhindern. Davor war er mit dem VfL Bochum (2010/11) in der Relegation an Borussia Mönchengladbach gescheitert und mit Hertha BSC (2009/10) aus der Bundesliga abgestiegen. Die Sechziger hatte in der Vorwoche Schmidt nach der 0:2-Heimniederlage gegen den SV Sandhausen entlassen. Aktuell liegt der Club mit neun Punkten auf dem sechsten Tabellenplatz.

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