Mayrhofers Investitions-Versprechen

1860-Boss Gerhard Mayrhofer ist bester Dinge vor dem Start ins neue Fußball-Jahr. In der AZ verrät der Präsident, wann mit Friedhelm Funkel verlängert wird und warum Ismaik weiter investiert.
| Filippo Cataldo
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Gerhard Mayrhofer, der Präsident des TSV 1860 München.
sampics/AK Gerhard Mayrhofer, der Präsident des TSV 1860 München.

1860-Boss Gerhard Mayrhofer ist bester Dinge vor dem Start ins neue Fußball-Jahr. In der AZ verrät der Präsident, wann mit Friedhelm Funkel verlängert wird und warum Ismaik weiter investiert.

München - Das erste Endspiel gibt es gleich zum Auftakt. Am Montag steigen die Löwen wieder in die Zweitliga-Saison ein (20.15 Uhr, Sport 1 und Sky live), drei Zähler liegt 1860 vor Düsseldorf, ebenso viele Punkte sind es zur Aufstiegsregion. Ein Sieg wäre wichtig für die Moral, um die in den letzten Wochen zart aufgebaute Aufbruchstimmung nicht zu zerstören. Aber ein Sieg wäre eben auch nur der Auftakt für weitere 14 Endspiele für den langen Marsch in die Bundesliga.

Präsident Gerhard Mayrhofer hat den zuletzt auch von den traditionell eher kritischen Meisterlöwen verbreiteten Optimismus durchaus wohlwollend registriert. „Im Moment ist alles okay bei uns, die Stimmung ist gut“, sagt er, seit seinem ersten Amtstag mal mehr, mal weniger erfolgreicher Kämpfer gegen den Löwen-Blues. Auch Mayrhofer hat gute Laune – und er ist bester Dinge. „Im Fußball weiß man natürlich nie, aber ich glaube, wir haben mit Verstand eingekauft diesen Winter, die Mannschaft hat Lust auf die Rückrunde, zeigt viel mehr Freude am Spiel und wir haben einen richtig guten Trainer, der einen hervorragenden Job macht“, sagt er.

Wieso also nicht verlängern mit dem Coach? „Ja, darum sollten wir uns jetzt dann bald kümmern. Ich sehe eigentlich keinen Grund, wieso wir den Vertrag mit Friedhelm nicht verlängern sollten. Wir wissen, was wir an ihm haben“, so Mayrhofer. Er erwarte da keine harten oder langwierigen Verhandlungen mit dem Coach. Mayrhofer sagt das einfach so dahin, im Plauderton. Die Zeiten, als er Reporterfragen höchstens einsilbig beantwortete und praktisch hinter jeder Anfrage eine Falle witterte, scheinen weit weg.

Ebenso wie die Zeiten, als auch Mayrhofer bei allem Optimismus sich nicht ganz sicher sein konnte, ob Investor Hasan Ismaik wirklich weiter investieren würde. „Hasan Ismaik hat den Verein nicht im Stich gelassen, alle haben das gleiche Ziel, die gleiche Marschrichtung“, sagt Mayrhofer jetzt und merkt an: „Für Ismaik würde es jetzt erst recht keinen Sinn mehr machen, sich zurückzuziehen.“ Klar, dafür schulden die Löwen ihm inzwischen auch zu viel Geld. „Wir arbeiten daran, dass Hasan in Zukunft nicht irgendwelche Finanzlöcher stopfen soll, sondern wirklich zielgerichtet investieren kann“, so Mayrhofer.

Vor allem im Fall des Aufstiegs. „Uns allen ist klar, dass wir Geld in die Hand nehmen müssten, wenn wir irgendwann in der Bundesliga sein sollten“, sagt Mayrhofer: „Ich denke, wir haben eine sehr starke Mannschaft zusammen, ich vertraue den Spielern und dem Trainer. Aber natürlich müsste die Mannschaft weiter verstärkt werden, wenn wir aufsteigen“, sagt er. Denn: „Wir können doch nicht zehn Jahre zweite Liga spielen, dann aufsteigen und gleich wieder runter gehen. Für Sechzig würde das keinen Sinn machen.“ Ein Schicksal, wie es letzte Saison Fürth hatte und nun Braunschweig droht – das soll den Löwen nicht passieren. Darum das Investitions-Versprechen: Steigt Sechzig auf, wird Geld ausgegeben.

Mayrhofer: „Ich rede nicht vom Europacup, aber davon, sich dann festzubeißen in der Bundesliga. Dafür braucht es natürlich Geld. Aber das weiß Hasan: Nur in der Bundesliga kann er Geld verdienen mit uns. In der Bundesliga würde 1860 100 Millionen Euro wert sein“, glaubt er. Zukunftsträume. „Wenn wir nicht aufsteigen diese Saison, auch kein Problem, dann versuchen wir es nächste Saison“, beteuert Mayrhofer. Aber noch haben die Löwen 15 Endspiele.

 

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