Mayrhofer: "Niemand wollte mit Poschner weiterarbeiten"

Gerhard Mayrhofer hat sich erstmals zu den Gründen für seinen Rücktritt geäußert. Gegenüber der "Süddeutschen Zeitung" erklärte Mayrhofer, dass es vor allem um den Umgang mit dem Sportvorstand Gerhard Poschner ging.
| az
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Artikel empfehlen
Gerhard Mayrhofer äußerte sich erstmals zu seinem Rücktritt.
sampics/Augenklick Gerhard Mayrhofer äußerte sich erstmals zu seinem Rücktritt.

München - In dem Interview mit der SZ erklärte Mayrhofer: "Es hat in diesem Verein eine Willensbildung gegeben, dass niemand mit dem Geschäftsführer Sport, Gerhard Poschner, weiterarbeiten möchte. Einstimmig. Der ganze Verwaltungsrat, das ganze Präsidium (...). Diese Entscheidung konnte der Verein aber nicht umsetzen. Poschner ist noch da. Weil Hasan Ismaik wohl anderer Meinung war."

Lesen Sie auch: Fröhling beinhart: 1860 schmeißt Trio raus!

De jure hättten die Vereinsvertreter zwar dank der 50+1 Regel die Möglichkeit gehabt Poschner zu entlassen, de facto aber nicht. "Das Ziel unseres Präsidiums war immer, uns strikt an den Kooperationsvertrag zu halten. Wir wollten eine gute und solide Basis mit Hasan schaffen. Wir hätten ihn im Beirat einfach überstimmen können, aber das hätte ihn nicht gerade in Hochstimmung versetzt", so Mayrhofer gegenüber der SZ.

Die 50+1-Regel sieht Mayrhofer im Falle des TSV als "stumpfes Schwert", weil "man wirtschaftlich völlig abhängig ist vom Mehrheitsgesellschafter".

Hier gibt's den Liveticker zum Basel-Spiel zum Nachlesen

Zudem bedauert Mayrhofer, dass die die Verhandlungen über den Verkauf der Anteile Ismiks an eine Investorengruppe angebrochen wurden: "Ein Angebot lag unterschrieben auf dem Tisch. Da stand auch eine sehr, sehr anständige Summe für die Anteile drin. Hochgradig respektable Leute standen hinter diesem Angebot". Und mit Felix Magath "einer der namhaftesten Sportmanager Deutschlands", sagt Mayrhofer.

Gegenüber der Süddeutschen spekuliert Mayrhofer darüber hinaus auch über die Ziele Ismaiks. Demnach wolle dieser Präsident werden, "um keinen lästigen Verein mehr an seiner Seite zu haben, sondern selbst das Zentrum der Macht zu bilden. Dann wäre er Alleinherrscher."

Der Ex-Präsidenten sieht diese Lösung durchaus als gangbar. Den Löwen sei nur zu helfen, "wenn Ismaik seine Vision von einer Alleinherrschaft verwirklichen darf und er dann wirklich investiert. Oder er müsste sich von seinen Anteilen trennen und sie abgeben an jemand, der dazu in der Lage ist, gemeinsam mit dem e.V. etwas zu entwickeln."

 

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – hier diskutieren Artikel empfehlen
0 Kommentare
Artikel kommentieren