Maurer: „Weihnachten im Topf, das wäre wunderbar"

Die Löwen wollen die unschönen Erlebnisse der vergangenen Tage hinter sich lassen und sich auf das Positive konzentrieren: Wie zum Beispiel die immer besser werdende Verteidigung
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Wieder in der Erfolgsspur: Löwen-Coach Reiner Maurer.
dpa Wieder in der Erfolgsspur: Löwen-Coach Reiner Maurer.

Die Löwen wollen die unschönen Erlebnisse der vergangenen Tage hinter sich lassen und sich auf das Positive konzentrieren: Wie zum Beispiel die immer besser werdende Verteidigung

MÜNCHEN Auf einmal sind die Köpfe gefragt. Wochenlang lief es beim TSV 1860 rund, die Mannschaft kämpfte sich erst durch ein enorm schwieriges Auftaktprogramm und mauserte sich dann an die Spitzenplätze heran. Doch obwohl ihre Serie von sechs Spielen ohne Niederlage Bestand hat und als Ausdruck eines Höhenflugs gewertet werden könnte, zuletzt ließen die Löwen zu viele Punkte liegen, um jetzt völlig entspannt zum Pokalspiel nach Köln zu reisen (Dienstag, 19 Uhr). „Die letzte Woche war ein Dämpfer für uns alle“, sagt Trainer Reiner Maurer, „für mich wäre es aber auch nicht gut, wenn das Klima zu gut wird. Ein bisschen Anspannung muss schon sein.“

Jetzt geht es also einzig darum, die letzte Tage aus den Köpfen zu löschen und sich nicht von den torlosen Spielen in Oberhausen und gegen Bielefeld, sowie vom Punktabzug, irritieren zu lassen. „Wir dürfen uns keine schlechte Stimmung einreden“, betont Stürmer Benny Lauth, und Mitspieler Stefan Buck legt großen Wert darauf, „dass wir hier nicht beginnen, irgendetwas schlecht zu reden, das gar nicht schlecht ist. Okay, unser letztes Spiel war bitter, und das kreiden wir uns selbstkritisch an. Aber mehr ist doch nicht passiert.“

Trotzdem wissen sie beim TSV 1860 natürlich ganz genau, wie wichtig die kommenden drei, vier Spiele für eine positive Grundatmosphäre in den kalten Monaten werden. Da der Verein im Winter Spieler verkaufen muss, und es dabei zwingend auch Leistungsträger treffen wird, gilt es, ein Abrutschen ins Mittelmaß mit Händen und Füßen zu verhindern. Und im Pokal zu bleiben. „Wenn wir Weihnachten noch im Topf sind, wäre das wunderbar“, sagt Maurer, und Buck ergänzt: „Mit negativen Dingen beschäftigen wir uns gar nicht. Wir haben sechs Mal nicht verloren und drei Mal kein Tor kassiert. Das heißt, wir dürfen die Köpfe oben tragen.“

Weil vor allem die Defensive um die immer besser harmonierenden Stefan Bell und Kai Bülow zuletzt einen gefestigten Eindruck machte, wird Maurer hinten auch keine Änderungen vornehmen. Lediglich Aleksandar Ignjovski kehrt nach seiner Gelb-Roten-Karte in Oberhausen zurück ins Team. Den vorderen Bereich will sich Maurer dagegen „offenhalten“ und bringt die Alternativen Sandro Kaiser, der laut seinem Trainer „schon lange auf eine Chance wartet“, und Alexander Ludwig ins Gespräch. Letzterer hat zwar in den vergangenen Wochen kaum gespielt, dennoch lobt Maurer den Thüringer dafür, „den besten Torschuss des gesamten Kaders“ zu haben, „und zwar links wie rechts.“

Doch egal, wer am Dienstagabend beim Tabellenletzten der Bundesliga antritt, „wir werden dort mit Sicherheit endlich mal wieder mehr Platz für unser Spiel bekommen“, sagt Lauth. „Für Köln muss es kein Vorteil sein, ein Heimspiel zu haben. Die sind verunsichert, und wenn sich dort die Stimmung wandelt, müssen wir das nutzen.“ Maurer erwartet indes ein ähnliches Spiel wie in Augsburg, wo die Löwen ihren Raum gewinnbringend zu nutzen wussten. „Trotzdem sind wir Außenseiter. Wenn wir gewinnen, wäre es für uns eine Sensation und für Köln eine Katastrophe“.

Marco Plein

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